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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Missbrauchsfälle Weiter Streit über runden Tisch

11.03.2010 ·  Der Streit in der Regierungskoalition über den Umgang mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs ist fortgesetzt worden. Der Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Stadler, verteidigte das Vorhaben einen eigenen runden Tisch für die katholische Kirche einzurichten.

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Der Streit in der Regierungskoalition über den Umgang mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs ist am Donnerstag fortgesetzt worden. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Max Stadler (FDP), verteidigte im WDR das Vorhaben von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die katholische Kirche zu einem eigenen runden Tisch mit den Schwerpunkten Aufarbeitung und Entschädigung einzuladen.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hatte zu Beginn der Woche Einladungen zu einem runden Tisch versandt, der sich mit Prävention beschäftigen soll. Die Einladung von Frau Schröder erging nicht nur an die katholische Kirche, sondern an zahlreiche Träger von Jugendeinrichtungen. Der Bevollmächtigte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prälat Bernhard Felmberg, sagte, die evangelische Kirche habe bereits zugesagt. Allerdings sei es „wesentliche Voraussetzung“ für die Zusage gewesen, dass es bei dem runden Tisch nur um Fragen der Prävention gehe.

Unterdessen teilte die Evangelische Landeskirche in Baden mit, dass es im evangelischen Internat in Gaienhofen seit den sechziger Jahren sexuelle Übergriffe auf Schüler gab. Fünf Heimerzieher und Lehrkräfte seien seit damals entlassen worden. Die Landeskirche kündigte an, eine Kommission zum Thema Missbrauch einzusetzen.

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