In der Missbrauchsaffäre von Riekhofen erhöht sich der Druck auf den Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller. Ein Sprecher des Nürnberger Oberlandesgerichts bestätigte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, es habe schon vor Jahren eine Anfrage des Bistums gegeben, ob der wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger vorbestrafte Priester Peter K. wieder in der Pfarrseelsorge eingesetzt werden könne. Das sei zwar „denkbar“, habe die Antwort damals gelautet, doch nur unter der Bedingung, dass Peter K. keinen Kontakt zu Kindern mehr habe und beaufsichtigt werde.
Daraufhin war Peter K. im September 2004 von Bischof Müller zum Pfarradministrator von Riekhofen und Schönach ernannt worden. In der Schule des Nachbardorfes Schönach erteilte er daraufhin Religionsunterricht. Ende August dieses Jahres wurde er verhaftet, weil er sich über Jahre an einem Ministranten vergangen haben soll.
Schon 2004 verurteilt
Schon im Jahr 2000 war er zu zwölf Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Die katholischen Bischöfe in Deutschland hatten zum Abschluss ihrer Herbstvollversammlung in Fulda ihr Bedauern über sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche durch Geistliche bekundet. Zugleich zeigten sie sich am Freitag entschlossen, gegen solche Vorfälle vorzugehen.
Druck kann nicht
hermann koch (olmiro)
- 30.09.2007, 13:03 Uhr