30.05.2012 · Frankreichs Staatspräsident Hollande hat eine UN-mandatierte Militäroperation in Syrien ins Spiel gebracht. Die Bundesregierung reagierte irritiert. Amerika, China und Russland halten den Einsatz für falsch.
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Der gerade gewählte französische Präsident, dessen Unterstützung des Parlaments erst nach den baldigen Wahlen geklärt ist, will Putin dazu überreden, Sanktionen gegen Assad mitzutragen. Sowohl Russland als auch China sind nicht interessiert daran, dass fremde Mächte einschliesslich der Uno nationalen Regierungen ins Handwerk pfuschen. Da müssen diplomatische Mittel angewendet werden, nicht Vorschriften, die vor Besprechungen in die Welt hinausposaunt werden. Wenn Hollande in dem Stil weitermacht: ade, französische Weltpolitik.
Interessanter Zug von M. Hollande...
...um dem in Europa unter Druck geratenen Frankreich wieder etwas mehr
Geltung zu verschaffen. Auf diesem Gebiet kann und will Deutschland
keinen Führungsanspruch anmelden. Syrien ist für
französische Initiativen allerdings eine Nummer zu gross und
für forsches, militärisches Vorangehen zu weit weg. Den USA
sind wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zu Israel und des
Präsidentschaftswahlkampfes die Hände für ein Eingreifen
weitgehend gebunden, und China und Russland fürchten, dass wenn
ihre Regime auch einmal unter schwersten Druck von innen kommen
könnten, damit massivster äusserer Einmischung Tür und
Tor geöffnet würde. Schwer wiegt auch das Stillschweigen der
arabischen Liga, die aus Bedenken über mögliche
verstärkte Freiheitsgelüste in den eigenen Ländern und
einer Konfrontation mit dem Iran vordergründig praktisch
handlungsunfähig geworden ist.
Dennoch, M. Hollandes Initiative deutet an, dass sich die Schlinge um
Assads Hals mit jedem Massaker weiter und schneller zuzieht.
Schlinge um Assads Hals?
Wenn Hollande keine kräftigen Partner für sein Vorgehen gegen Assad findet, wird der nicht geschwächt, sondern glaubt immer mehr an seine Stärken und unterdrückt sein Volk nur noch mehr.
Wo war jetzt bitte noch mal der Unterschied
zwischen Sarkozy und Hollande?
OK-der eine musste scheinbar gehen um den Weg nach EuroBonds frei zu machen.
Aber sonst:Man scheint in Frankreich auf den Geschmack gekommen zu sein
nachdem man mit "humanitären" Einsätzen in Lybien
dicken Reibach im US Stil gemacht hat.
Also noch ein bischen mehr Frieden kann scheinbar nicht schaden.
Ich könnte jetzt so naiv sein und Fragen warum ein hochgebildeter
Holland ausser Syrien keine andere Krisengebiete zu kennen scheint oder
warum er nicht auf die Idee kommt das Geld dieses fest u bevorstehenden
Kriegseinsatzes gg die Bekämpfung des Hungers.Die dort täglich
anfallenden 25000 Toten sind doch ein paar mehr als die alle paar Wochen
100 in Syrien u die Täter(Spekulanten u Banker) kann man wesentlich
zur Strecke bringen als Assad.
Nach den großartigen Erfolgen der Militärinterventionen in
Somalia, Kosovo, Afghanistan, Irak und Libyen kann es nur heißen:
Bomben wir auch Syrien in die Steinzeit zurück.
Und Herrn Hollande werden – wie schon seinem Vorgänger
Sarkozy in Libyen – schon nach wenigen Tagen die Bomben ausgehen.
Immerhin gibt es hier keinen Dissenz zu seinem Vorgänger Präsident Sarkozy. Es ist erfreulich, daß Präsident Hollande an die Not der Menschen in Syrien denkt. Und anders als im Falle Libyens kann hier kein "Kritiker" von Öl sprechen und somit die Legitimität einer humanitären Intervention damit infrage zu stellen versuchen.
EUROBONDS!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 15:34 UhrKriegsanleihen
Die gab es schon ab dem zweiten Weltkrieg. Wenn ein arabischer Krieg damit finanziert werden soll, freuen sich die Waffenproduzenten und die Banken, die wertlose Bonds verkaufen. Eine Inflation mehr.
Deutschland's Vorschalg
für die Lösung der Krise in Syrien wird immer noch erwartet. Eine Idee Herr Wehner? Oder einfach weiter ruhig schlafen was ganz bestimmt für Sie bequemer ist.
Krieg als humanitäre Intervention
Gerade Hollande, der die Truppen aus Afghanistan früher
zurückrufen wil,l spielt sich als Kriegstreiber auf.
Ich muss den USA hier beistimmen, wenn dort interveniert wird, geht das
nicht mit 30000 Toten aus wie in Lybien.
Das Muster einen Diktator in den Medien zu einem gefährlichen
Wahnsinnigen aufzuziehen, ist auch nicht neu, das hatten wir in Irak,
Afghanistan, Lybien ja auch schon.
Millionen Tote, Chaos und Zerstörung sind das Werk solcher
Interventionen!
Nur weil man im eigenen Land Probleme hat, andere Länder zu
bombardieren ist zwar ein alter Hut, dabei aber genauso falsch Hr.
Hollande!
Friedliche Lösungen kosten Zeit und Geld aber weniger
Menschenleben, und deswegen möchte man ja einschreiten, wegen der
Menschen dort, oder ?
@c.Fischer+R.Lübbers: Was halten wir denn einmal von Freiheit für die Menschen in Syrien? Mir fällt
da spontan nur der Vier-Mächte-Status von Berlin ein. Die Amerikaner gaben dafür Thüringen und Teile von Sachsen+Sachsen-Anhalts auf, um Berlin in 4 Teile zu teilen. Letztlich ist dies die Grundlage für die Wiedervereinigung von Deutschland gewesen. Mir fällt da nur noch ein Berliner namens "Kennedy" ein- ìch bin ein Berliner´und die Freiheitsglocke. Hat es jetzt vieleicht "bim-bam" gemacht in bezug auf die Freiheit, die zu verteidigen bzw. in Syrien zurückzu erobern ist. Keine Angst,ich habe nicht gedient, bei mir in der Familie hat man immer nur in Potsdam gedient, Potsdamer Jäger und dies unter Wilhelm II. .
jetzt wird der "Sinn" der Hula-Scheusslichkeiten
allmählich sichtbar.
Fragt sich nur, ob sich die Grande Nation einen zweiten Wafengang
innerhalb kurzer Zeit überhaupt leisten kann, finanziell.
Da die Erdölvorkommen in Syrien vermutlich in einigen Jahren erschöpft sein werden wird ihre ......
Rechnung hier nicht aufgehen. Vieleicht versuchen sie es einmal mit Humanität. Es könnte Ihnen auch folgendes aus Frankreich bekannt sein: "Égalité, Fraternité et Liberté". Dies wird in Frankreich seit 1789 hochgehalten von Politikern jeglicher couleur. Vive la France.Der obige Hinweis ist übrigens kostenlos. Never mind!
Absolut kein Problem
Zur Not stellt der ESM die Gelder dafür bereit.
Der Bürger zahlt den Krieg die Franz-Eliten reissen sich das
Öl unter den Nagel,so wie sie es in Lybien gemacht haben.
Bisher war mir gar nicht klar
was sich Deutschland bezüglich der Situation in Syrien leisten kann. Aber Frau Lorenz hat sicher gute Ideen vorzuschalgen. Bitte sagen Sie es uns wir sind so ungeduldig.