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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Militäreinsatz in Syrien Moskau sieht keinen Anlass für neue Syrien-Debatte

 ·  Frankreichs Staatspräsident Hollande hat eine UN-mandatierte Militäroperation in Syrien ins Spiel gebracht. Die Bundesregierung reagierte irritiert. Amerika, China und Russland halten den Einsatz für falsch.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (15)

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Günter Jäger

Wie lieb

Der gerade gewählte französische Präsident, dessen Unterstützung des Parlaments erst nach den baldigen Wahlen geklärt ist, will Putin dazu überreden, Sanktionen gegen Assad mitzutragen. Sowohl Russland als auch China sind nicht interessiert daran, dass fremde Mächte einschliesslich der Uno nationalen Regierungen ins Handwerk pfuschen. Da müssen diplomatische Mittel angewendet werden, nicht Vorschriften, die vor Besprechungen in die Welt hinausposaunt werden. Wenn Hollande in dem Stil weitermacht: ade, französische Weltpolitik.

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Thomas Kobler

Interessanter Zug von M. Hollande...

...um dem in Europa unter Druck geratenen Frankreich wieder etwas mehr Geltung zu verschaffen. Auf diesem Gebiet kann und will Deutschland keinen Führungsanspruch anmelden. Syrien ist für französische Initiativen allerdings eine Nummer zu gross und für forsches, militärisches Vorangehen zu weit weg. Den USA sind wegen der unmittelbaren Nachbarschaft zu Israel und des Präsidentschaftswahlkampfes die Hände für ein Eingreifen weitgehend gebunden, und China und Russland fürchten, dass wenn ihre Regime auch einmal unter schwersten Druck von innen kommen könnten, damit massivster äusserer Einmischung Tür und Tor geöffnet würde. Schwer wiegt auch das Stillschweigen der arabischen Liga, die aus Bedenken über mögliche verstärkte Freiheitsgelüste in den eigenen Ländern und einer Konfrontation mit dem Iran vordergründig praktisch handlungsunfähig geworden ist.

Dennoch, M. Hollandes Initiative deutet an, dass sich die Schlinge um Assads Hals mit jedem Massaker weiter und schneller zuzieht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 15:30 Uhr
Günter Jäger

Schlinge um Assads Hals?

Wenn Hollande keine kräftigen Partner für sein Vorgehen gegen Assad findet, wird der nicht geschwächt, sondern glaubt immer mehr an seine Stärken und unterdrückt sein Volk nur noch mehr.

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 30.05.2012 13:44 Uhr

Wo war jetzt bitte noch mal der Unterschied

zwischen Sarkozy und Hollande?
OK-der eine musste scheinbar gehen um den Weg nach EuroBonds frei zu machen.
Aber sonst:Man scheint in Frankreich auf den Geschmack gekommen zu sein nachdem man mit "humanitären" Einsätzen in Lybien dicken Reibach im US Stil gemacht hat.
Also noch ein bischen mehr Frieden kann scheinbar nicht schaden.
Ich könnte jetzt so naiv sein und Fragen warum ein hochgebildeter Holland ausser Syrien keine andere Krisengebiete zu kennen scheint oder warum er nicht auf die Idee kommt das Geld dieses fest u bevorstehenden Kriegseinsatzes gg die Bekämpfung des Hungers.Die dort täglich anfallenden 25000 Toten sind doch ein paar mehr als die alle paar Wochen 100 in Syrien u die Täter(Spekulanten u Banker) kann man wesentlich zur Strecke bringen als Assad.

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Stefan Gigga

Zu den Waffen!

Nach den großartigen Erfolgen der Militärinterventionen in Somalia, Kosovo, Afghanistan, Irak und Libyen kann es nur heißen: Bomben wir auch Syrien in die Steinzeit zurück.

Und Herrn Hollande werden – wie schon seinem Vorgänger Sarkozy in Libyen – schon nach wenigen Tagen die Bomben ausgehen.

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 30.05.2012 12:22 Uhr

In der Außenpolitik Einigkeit

Immerhin gibt es hier keinen Dissenz zu seinem Vorgänger Präsident Sarkozy. Es ist erfreulich, daß Präsident Hollande an die Not der Menschen in Syrien denkt. Und anders als im Falle Libyens kann hier kein "Kritiker" von Öl sprechen und somit die Legitimität einer humanitären Intervention damit infrage zu stellen versuchen.

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Manfred Wehner

Finazierung kein Problem

EUROBONDS!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 15:34 Uhr
Günter Jäger

Kriegsanleihen

Die gab es schon ab dem zweiten Weltkrieg. Wenn ein arabischer Krieg damit finanziert werden soll, freuen sich die Waffenproduzenten und die Banken, die wertlose Bonds verkaufen. Eine Inflation mehr.

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Olivier Paria
Olivier Paria (Olipa) - 30.05.2012 12:50 Uhr

Deutschland's Vorschalg

für die Lösung der Krise in Syrien wird immer noch erwartet. Eine Idee Herr Wehner? Oder einfach weiter ruhig schlafen was ganz bestimmt für Sie bequemer ist.

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Carmen Fischer

Krieg als humanitäre Intervention

Gerade Hollande, der die Truppen aus Afghanistan früher zurückrufen wil,l spielt sich als Kriegstreiber auf.
Ich muss den USA hier beistimmen, wenn dort interveniert wird, geht das nicht mit 30000 Toten aus wie in Lybien.
Das Muster einen Diktator in den Medien zu einem gefährlichen Wahnsinnigen aufzuziehen, ist auch nicht neu, das hatten wir in Irak, Afghanistan, Lybien ja auch schon.
Millionen Tote, Chaos und Zerstörung sind das Werk solcher Interventionen!
Nur weil man im eigenen Land Probleme hat, andere Länder zu bombardieren ist zwar ein alter Hut, dabei aber genauso falsch Hr. Hollande!
Friedliche Lösungen kosten Zeit und Geld aber weniger Menschenleben, und deswegen möchte man ja einschreiten, wegen der Menschen dort, oder ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 16:22 Uhr
Peter Herbeck M.A.

@c.Fischer+R.Lübbers: Was halten wir denn einmal von Freiheit für die Menschen in Syrien? Mir fällt

da spontan nur der Vier-Mächte-Status von Berlin ein. Die Amerikaner gaben dafür Thüringen und Teile von Sachsen+Sachsen-Anhalts auf, um Berlin in 4 Teile zu teilen. Letztlich ist dies die Grundlage für die Wiedervereinigung von Deutschland gewesen. Mir fällt da nur noch ein Berliner namens "Kennedy" ein- ìch bin ein Berliner´und die Freiheitsglocke. Hat es jetzt vieleicht "bim-bam" gemacht in bezug auf die Freiheit, die zu verteidigen bzw. in Syrien zurückzu erobern ist. Keine Angst,ich habe nicht gedient, bei mir in der Familie hat man immer nur in Potsdam gedient, Potsdamer Jäger und dies unter Wilhelm II. .

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Monika Lorenz

Die Nebel lichten sich

jetzt wird der "Sinn" der Hula-Scheusslichkeiten allmählich sichtbar.
Fragt sich nur, ob sich die Grande Nation einen zweiten Wafengang innerhalb kurzer Zeit überhaupt leisten kann, finanziell.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 16:33 Uhr
Peter Herbeck M.A.

Da die Erdölvorkommen in Syrien vermutlich in einigen Jahren erschöpft sein werden wird ihre ......

Rechnung hier nicht aufgehen. Vieleicht versuchen sie es einmal mit Humanität. Es könnte Ihnen auch folgendes aus Frankreich bekannt sein: "Égalité, Fraternité et Liberté". Dies wird in Frankreich seit 1789 hochgehalten von Politikern jeglicher couleur. Vive la France.Der obige Hinweis ist übrigens kostenlos. Never mind!

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 30.05.2012 13:19 Uhr

Absolut kein Problem

Zur Not stellt der ESM die Gelder dafür bereit.
Der Bürger zahlt den Krieg die Franz-Eliten reissen sich das Öl unter den Nagel,so wie sie es in Lybien gemacht haben.

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Olivier Paria
Olivier Paria (Olipa) - 30.05.2012 12:54 Uhr

Bisher war mir gar nicht klar

was sich Deutschland bezüglich der Situation in Syrien leisten kann. Aber Frau Lorenz hat sicher gute Ideen vorzuschalgen. Bitte sagen Sie es uns wir sind so ungeduldig.

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