07.08.2007 · Mexikos Linkspopulist López Obrador unterlag dem Konservativen Felipe Calderón bei der Präsidentenwahl im vorigen Jahr zwar nur knapp. Doch mit den anschließenden Blockaden in der Hauptstadt verspielte er viele Sympathien.
Zwar hat der Konservative Felipe Calderón die Präsidentenwahl 2006 nur knapp vor dem Linkspopulisten Andrés Manuel López Obrador gewonnen. Doch ein Jahr später zeigt sich das ganze Ausmaß des Triumphes. Obschon die sechs Jahre unter Vicente Fox weder wirtschaftlich noch im Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen den Durchbruch nach mehr als sieben Jahrzehnten Herrschaft der links-etatistischen „Staatspartei“ PRI erbracht hatten; obwohl die Massenarmut nicht beseitigt wurde und der Strom der Auswanderer keineswegs verebbt ist: Die Konservativen konnten die Macht verteidigen.
Mehr noch: Mit seiner Dauerblockade des Zócalo-Platzes in der Hauptstadt, seinen Obstruktionsversuchen im Parlament hat sich López Obrador die Sympathien der Mexikaner verscherzt. In seiner Partei der Demokratischen Revolution (PRD) ist er isoliert. Sein Nachfolger als Bürgermeister von Mexiko-Stadt und Führer der Linken, Marcelo Ebrard, ist ein Pragmatiker wie die meisten Senatoren und Abgeordneten der PRD.