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Veröffentlicht: 17.02.2014, 13:27 Uhr

Merkwürdigkeiten im Fall Edathy Brief der Staatsanwaltschaft an Lammert war unverschlossen

Der Bundestag hat einen Bericht der F.A.S. bestätigt, nach  dem das Schreiben der Staatsanwaltschaft Hannover an Parlamentspräsident Lammert unverschlossen einging. Es trug auch zwei Postmarken.

© dpa Der Fall Sebastian Edathy hat sich längst zu einer veritablen Regierungskrise entwickelt - auch wenn die Koalitionspartner das anders sehen.

Ein Sprecher des Bundestages hat am Montag bestätigt, dass das offizielle Schreiben der zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover über die Ermittlungen gegen Edathy unverschlossen im Büro von Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) eingegangen ist. Das hatte zuvor schon die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Das Schreiben an Lammert hatte Staatsanwalt Jörg Fröhlich am 6. Februar, dem Donnerstag der vorigen Woche, unterzeichnet und in die Post gegeben. Es kam allerdings erst knapp eine Woche später, am Mittwoch, dem 12. Februar, in Lammerts Büro an.

Zudem trug der Brief zwei verschiedene Postaufkleber, wie der Bundestagssprecher weiter ausführte. Über einem Aufkleber der „Citipost“ mit dem Aufdruck „Justizbehörden Hannover“ und dem Datum „07.02.2014“ sei ein weiterer mit dem Aufdruck der „PIN Mail AG“ aufgeklebt worden, der das Datum „11.02.2014“ trage.

Norbert Lammert © dpa Vergrößern Bundestagspräsident Norbert Lammert erreichte das Schreiben erst am 12. Februar

„Die Bundestagsverwaltung hat unverzüglich nach Eingang des Schreibens eine Kopie des Umschlags an die Staatsanwaltschaft Hannover mit der Bitte übermittelt, zur Aufklärung beizutragen“, sagte der Sprecher.

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Quelle: wahlrecht.de
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