http://www.faz.net/-gpf-7mhcv

Merkwürdigkeiten im Fall Edathy : Brief der Staatsanwaltschaft an Lammert war unverschlossen

  • Aktualisiert am

Der Fall Sebastian Edathy hat sich längst zu einer veritablen Regierungskrise entwickelt - auch wenn die Koalitionspartner das anders sehen. Bild: dpa

Der Bundestag hat einen Bericht der F.A.S. bestätigt, nach  dem das Schreiben der Staatsanwaltschaft Hannover an Parlamentspräsident Lammert unverschlossen einging. Es trug auch zwei Postmarken.

          Ein Sprecher des Bundestages hat am Montag bestätigt, dass das offizielle Schreiben der zuständigen Staatsanwaltschaft Hannover über die Ermittlungen gegen Edathy unverschlossen im Büro von Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) eingegangen ist. Das hatte zuvor schon die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Das Schreiben an Lammert hatte Staatsanwalt Jörg Fröhlich am 6. Februar, dem Donnerstag der vorigen Woche, unterzeichnet und in die Post gegeben. Es kam allerdings erst knapp eine Woche später, am Mittwoch, dem 12. Februar, in Lammerts Büro an.

          Zudem trug der Brief zwei verschiedene Postaufkleber, wie der Bundestagssprecher weiter ausführte. Über einem Aufkleber der „Citipost“ mit dem Aufdruck „Justizbehörden Hannover“ und dem Datum „07.02.2014“ sei ein weiterer mit dem Aufdruck der „PIN Mail AG“ aufgeklebt worden, der das Datum „11.02.2014“ trage.

          Bundestagspräsident Norbert Lammert erreichte das Schreiben erst am 12. Februar

          „Die Bundestagsverwaltung hat unverzüglich nach Eingang des Schreibens eine Kopie des Umschlags an die Staatsanwaltschaft Hannover mit der Bitte übermittelt, zur Aufklärung beizutragen“, sagte der Sprecher.

          Weitere Themen

          Bücher für alle!

          Katalog der Antiquare : Bücher für alle!

          Zum neunten Mal erscheint der Gemeinschaftskatalog der Antiquare. Er öffnet auf 160 Seiten eine wahre Schatzkiste für Bibliophile – und für alle, die noch an das gedruckte Wort und Bild glauben. Hier eine kleine Auswahl aus dem Angebot.

          Vater tötet Tochter nach Familienstreit Video-Seite öffnen

          Düsseldorf : Vater tötet Tochter nach Familienstreit

          Am Donnerstag soll ein 32-Jähriger seine siebenjährige Tochter getötet haben. Nun wurde der Mann dem Haftrichter vorgeführt. Staatsanwaltschaft und Polizei informierten am Freitag über den Stand der Ermittlungen.

          Topmeldungen

          Um eine solche Yacht könnte es sich handeln. Die wenigsten der potentiell betroffenen Yachten fahren jedoch unter französischer Flagge.

          Französische Luxussteuer : Die Steuer, die nur einer zahlt

          Steuern zahlen nur wenige gern. Richtig bitter ist es, wenn man sie als einziger zahlt. In Frankreich ist das jetzt passiert, weil die Regierung schlampig war.

          Fünf Jahre Kroatien in der EU : Feiern mit dem Barden des Hasses

          Nationalistische Strömungen, abwandernde Fachkräfte und eine lauwarme Einstellung zur EU: Jenseits des Fußballplatzes steht Kroatien nicht überall vizeweltmeisterlich da.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.