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Umfrage zur Kanzlerschaft : Merz und Kramp-Karrenbauer beliebter als Spahn

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Wird sie Merkels Nachfolgerin? 33 Prozent der Befragten trauen Annegret Kramp-Karrenbauer eine erfolgreiche Kanzerlschaft zu. Bild: EPA

Wer den CDU-Vorsitz erobert, dessen Chancen auf die Kanzlerkandidatur stehen nicht schlecht. Eine Umfrage zeigt nun, wem die Deutschen dieses Amt am ehesten zutrauen.

          Im Rennen um den CDU-Vorsitz umwirbt der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz besonders neue Abgeordnete. Hier hat er Nachholbedarf, weil viele von ihnen Merz in seiner aktiven Zeit im Bundestag nicht mehr erlebt haben. Der 62-Jährige traf sich deshalb am Donnerstag in Berlin mit mehr als 50 Parlamentariern. Das Gespräch hatte der Mannheimer Abgeordnete und frühere baden-württembergische Vorsitzender der Jungen Union, Nikolas Löbel, organisiert.

          Neben Merz bewerben sich auch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und eine Reihe weithin unbekannter Kandidaten um die Nachfolge von Angela Merkel an der CDU-Spitze. Die Kanzlerin hatte nach den schweren Verlusten für die Union bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ihren Rückzug vom Vorsitz beim Parteitag in Hamburg Anfang Dezember angekündigt.

          Etwa gleich viele Bürger würden nach einer Umfrage Merz und Kramp-Karrenbauer eine erfolgreiche Kanzlerschaft zutrauen. 36 Prozent könnten sich am ehesten Merz als Bundeskanzler vorstellen, knapp dahinter liegt Kramp-Karrenbauer mit 33 Prozent, so die Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Funke Mediengruppe. Spahn kommt nur auf 17 Prozent.

          Bei allen drei Bewerbern überwiegt jedoch die Skepsis: 46 Prozent der Befragten lehnen Merz als Bundeskanzler ab, 48 Prozent Kramp-Karrenbauer und 65 Prozent Spahn. Es gilt als wahrscheinlich, dass der oder die neue CDU-Vorsitzende bei der nächsten Bundestagswahl auch als Kanzlerkandidat antritt. Merkel will bis zum Ende der Wahlperiode Kanzlerin bleiben, aber nicht noch einmal kandidieren.

          Noch vor den geplanten Regionalkonferenzen der CDU wollen sich Kramp-Karrenbauer, Spahn und Merz am Freitagnachmittag beim Vorstand der Frauen-Union in Berlin vorstellen. Die Frauen-Union hat sich mehr oder weniger bereits für Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Die Regionalkonferenzen, bei denen sich die Kandidaten der Basis präsentieren wollen, sollen in der kommenden Woche starten.

          Auch im Rennen um Merkels Erbe: Friedrich Merz

          „Es ist ein offenes Rennen“

          Kramp-Karrenbauer sagte am Mittwochabend in der ARD: „Im Moment ist es ein offenes Rennen.“ Wenn sie die Wahl zum Parteivorsitz verlieren sollte, würde sie wie angekündigt ihren Posten als CDU-Generalsekretärin aufgeben und sich weiterhin ehrenamtlich in der CDU engagieren, sagte die 56-Jährige. „Zuerst einmal eine kleine Denkpause einlegen und dann weitersehen.“

          Brandenburgs CDU-Landesvorsitzender Ingo Senftleben sieht für Spahn im Rennen um den Bundesvorsitz schon keine Chance mehr. „Es ist ja kein Geheimnis, dass momentan Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer besonders im Fokus stehen, und ich höre in Gesprächen, einer der beiden wird es wohl werden“, sagte Senftleben der „Märkischen Allgemeinen“.

          Der Europaausschuss-Vorsitzende Gunther Krichbaum (CDU) kündigte in der „Rheinischen Post“ an: „Ich werde Merz unterstützen, weil er auch außenpolitisch sehr beschlagen ist.“ Merz sei „in Richtung USA bestens vernetzt“. Das werde auch nach den jüngsten Wahlen „wichtiger denn je“.

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