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Veröffentlicht: 16.11.2012, 16:30 Uhr

Merkel in Moskau Konstruktive Kritik

Sei doch nicht immer gleich eingeschnappt, rät Angela Merkel dem russischen Präsidenten. Auch von Claudia Roth könnte er noch etwas lernen.

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Die Frauenquote ist vielleicht doch keine so schlechte Idee. Frauen in Führungspositionen sind schon einmal nicht so schnell beleidigt wie Männer. Das belegen allein in dieser Woche zwei prominente Beispiele in der Politik. Claudia Roth dachte, nachdem ihr Plan sooo schiefgegangen war, Jürgen Trittin zu zeigen, wer bei den Grünen den Hosenrock anhat, nur kurz daran, das Strickzeug hinzuschmeißen. Dann aber wehte ein nächtlicher Candystorm ihre trüben Gedanken fort.

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An diesem Wochenende kann alles wieder gut werden, wenn die Partei der Claudia zeigt, wie lieb sie ihre Vorsitzende in Wirklichkeit hat. Die CDU-Chefin braucht solche Streicheleinheiten erst gar nicht, denn sie ist ja schon Bundeskanzlerin. Das könnte sie keine drei Tage lang bleiben, wenn sie bei jeder Kritik „immer gleich eingeschnappt wäre“, sagt Frau Merkel. Ihr Rat, „nicht jede Kritik sofort als destruktiv anzusehen“, gilt natürlich einem Mann, dem mächtigsten Mann Russlands. Der hat ein ganzes Gesetzbuch gegen destruktive, also jede Kritik erlassen. Von einer Männerwirtschaft wie im Kreml war nichts anderes zu erwarten.

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