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McChrystals Entlassung Obamas Desaster

24.06.2010 ·  Das politische Urteilsvermögen des entlassenen Oberbefehlshabers McChrystal ist mangelhaft - das Urteilsvermögen eines Mannes, von dem das Wohl Zehntausender Soldaten abhängt. Oder hat der General seine Ablösung bezweckt?

Von Klaus-Dieter Frankenberger
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General McChrystal, der Oberkommandierende in Afghanistan, hat sich mit dem Weißen Haus angelegt auf eine Weise, die nur in seiner Niederlage enden konnte. Was immer zutreffend an den abfällig gemeinten Äußerungen ist, die ihm oder seinem Umfeld zugeschrieben werden - etwa über den Sonderbeauftragten Holbrooke, dessen gnadenlose Arroganz ihn zu einer Persona non grata in der Region hat werden lassen -, der Zorn des Präsidenten konnte nur eine Konsequenz haben.

Für Obama, der McChrystal auf diesen Posten berufen hatte und der dessen Strategieempfehlungen folgte, für die Isaf-Truppen und das westliche Engagement generell ist diese Insubordination ein einziges Desaster. Es ist schließlich nicht so, dass die Sommeroffensive von einem Erfolg zum nächsten eilte. Ausgerechnet in dieser Lage in aller Öffentlichkeit den Konflikt mit der zivilen Führung ausgebreitet zu haben, ist mehr als nur ein Fehler. Offenkundig ist McChrystals politisches Urteilsvermögen mangelhaft - das Urteilsvermögen eines Mannes, von dem das Wohl Zehntausender Soldaten abhängt. Oder hat der General am Ende gar seine Ablösung bezwecken wollen?

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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