Home
http://www.faz.net/-gpf-7744p
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Mali Heftige Gefechte in Gao

Dschihadisten haben sich Gefechte mit Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten geliefert. Aus der Stadt Kidal weiter im Norden wurde die Explosion einer Autobombe gemeldet.

© REUTERS Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten sollen drei Dschihadisten getötet haben

In der nordmalischen Stadt Gao ist es am Donnerstag zu Gefechten zwischen Dschihadisten und Soldaten der afrikanischen Eingreiftruppe sowie malischen Einheiten gekommen. Augenzeugen berichteten am Donnerstag, das Gerichtsgebäude der Stadt stehe in Flammen.

Thomas Scheen Folgen:

Die Kämpfe spielten sich sowohl im Stadtzentrum als auch an den nördlichen und südlichen Ausfallstraßen ab. Bei ersten Gefechten mit Soldaten aus Niger in der Nacht zum Donnerstag sollen drei islamistische Angreifer getötet worden sein. Später hätten auch malische Soldaten eingegriffen, hieß es. Die Terrorgruppe Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (Mujao) bekannte sich am Donnerstag zu den Angriffen.

- © AFP Vergrößern Die Gebäude von Gao sind gezeichnet vom Krieg

Am 10. Februar hatten Mujao-Kämpfer schon einmal Gao überfallen. Aus der Stadt Kidal weiter im Norden wurde ebenfalls am Donnerstag die Explosion einer Autobombe gemeldet. Das Fahrzeug habe sich auf einen Militärstützpunkt zubewegt, der von französischen und tschadischen Truppen genutzt wird, als der Sprengsatz gezündet wurde. Allerdings soll sich die Explosion mehrere hundert Meter vom Eingang des Stützpunktes ereignet haben. Angaben über eventuelle Opfer lagen nicht vor.

Unweit von Kidal erstreckt sich der Gebirgszug Adrar des Ifoghas, wo nach wie vor zahlreiche Dschihadisten vermutet werden. Dort war zu Beginn der Woche ein französischer Fremdenlegionär bei Gefechten mit radikalen Islamisten getötet worden.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
()
Permalink

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ägypten IS bekennt sich zu Bombenanschlag in Kairo

In einem Vorort von Kairo ist eine Autobombe explodiert. Der Anschlag ereignete sich vor einem Gebäude der Sicherheitskräfte. 29 Menschen wurden verletzt. Mehr

20.08.2015, 04:03 Uhr | Politik
Mehrere Tote Autobombe explodiert am Kabuler Flughafen

Bei der Explosion einer Autobombe am Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mehrere Menschen getötet worden. Erst Ende vergangener Woche waren bei Anschlägen in Kabul mindestens 50 Menschen getötet worden. Mehr

11.08.2015, 16:13 Uhr | Politik
Sprengsatz explodiert Zwei Soldaten bei Anschlag im Südosten der Türkei getötet

Eine vergrabene Sprengbombe hat in der Provinz Hakkari laut Angaben aus Sicherheitskreisen zwei türkischen Soldaten das Leben gekostet. In der Region leben vor allem Kurden. Mehr

24.08.2015, 09:30 Uhr | Politik
Nigeria Soldaten finden Boko-Haram-Hinrichtungsort

Afrikanische Soldaten haben nach der Vertreibung von Boko Haram aus einer Stadt in Nigeria offenbar eine Hinrichtungsstelle der Islamisten entdeckt. In Damasak wurden Dutzende tote Personen unter einer Brücke gefunden. Mehr

21.03.2015, 09:38 Uhr | Politik
IS-Attacke auf Houthis 28 Tote bei Doppelanschlag in Jemen

Ein Attentäter hat bei einem Doppelanschlag in Sanaa mindestens 28 Menschen getötet. Angeblich hat sich die Terrormiliz Islamischer Staat zu der Attacke bekannt. Sie hat schon öfter die Houthi in Jemen angegriffen. Mehr

03.09.2015, 12:19 Uhr | Politik

Veröffentlicht: 21.02.2013, 15:52 Uhr

Orbáns Scheinheiligkeit

Von Stephan Löwenstein

Viktor Orbán legt die Defizite der EU-Flüchtlingspolitik bloß. Doch zur Lösung hat Ungarns Ministerpräsident nur Laissez-faire beizutragen. Seine Rhetorik entlarvt den Hintergedanken. Mehr 37

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden