10.03.2010 · Die Opposition wirft Verteidigungsminister zu Guttenberg Unwahrhaftigkeit und Feigheit vor, nachdem er seine Kritik an früheren Spitzenbeamten relativiert hat. Dabei geht es um die Gründe, weswegen der Staatssekretär Wichert und Generalinspekteur Schneiderhan im November 2009 aus dem Dienst scheiden mussten.
Die Opposition hat Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) am Mittwoch Unwahrhaftigkeit und Feigheit vorgeworfen, nachdem er seine Kritik an früheren Spitzenbeamten relativiert hatte. Dabei geht es um die Gründe, weswegen der Staatssekretär Wichert und Generalinspekteur Schneiderhan im November 2009 aus dem Dienst scheiden mussten. Guttenberg hatte bislang formuliert, ihm seien Dokumente über den Luftangriff auf Taliban und zwei Tanklastwagen bei Kundus „vorenthalten“ oder „unterschlagen“ worden.
Vor allem das letztere, in einer Fernsehsendung gebrauchte Wort hat Schneiderhan als unwahr scharf zurückgewiesen. Guttenberg, der sich dazu lange gar nicht zitieren ließ, sagte nun: „Ich hatte nie den Eindruck, dass seitens General Schneiderhan oder Dr. Wichert vorsätzlich oder böswillig gehandelt wurde. Richtig ist, dass mir anlässlich meiner ersten Bewertung des Vorfalls Meldungen, Berichte und Unterlagen nicht vorgelegt wurden.“ Der SPD-Politiker Arnold unterstellte, Guttenberg habe die Verantwortung für eine Fehleinschätzung auf andere abwälzen wollen. Die Grünen-Politikerin Keul sagte, Guttenbergs abermaliges „Zurückrudern“ eine Woche vor der Vernehmung Wicherts und Schneiderhans im Kundus-Untersuchungsausschuss zeige: „Die Luft um zu Guttenberg wird dünn.“