Die Pragmatiker in der Linkspartei werden noch eine kleine Ewigkeit mit Gesine Lötzsch und Klaus Ernst leben müssen. Die Wahlkämpfer unter ihnen, Holter in Mecklenburg-Vorpommern und Wolf in Berlin, können ihrem Ärger erst nach den Wahlen im September Luft machen. Dann müssen sie und ihre Partei sich entscheiden, was ihnen lieber ist: ideologischer Zirkus oder Konkurrenz zur SPD. Derzeit überwiegt der Zirkus, und nicht einmal den beherrschen die beiden Führungsfiguren besonders gut. Doch nur die Schwäche der SPD wird der Partei ein Reservoir an Protest- und Nostalgiewählern öffnen, das im Osten noch immer anders bedient werden will als im Westen. Die Zeiten sind allerdings vorbei, in denen sich die Agenda 2010 dafür als populistischer Selbstläufer einsetzen ließ. Und es sieht nicht so aus, als ob die SPD der Linkspartei den Gefallen tun wollte, ihre (eigentlich erfolgreiche) Reformpolitik neu aufzulegen. Also muss die Linkspartei durch eigene Stärke glänzen. Das ist sie nicht gewohnt. Geübter ist sie aus alten Tagen in der Lust an der Selbstzerstörung.
"Die Linke" als Konkurrenz...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 24.08.2011, 20:29 Uhr
Wo bleibt die SPD ?
Jan Froehlich (JanFroehlich)
- 23.08.2011, 12:49 Uhr