02.03.2010 · Wie einst Andrea Ypsilanti in Wiesbaden beteuert Hannelore Kraft in Düsseldorf vor der Landtagswahl im Mai, kein Bündnis mit der Linkspartei einzugehen. Doch trotz aller Abgrenzungsversuche sind die Geister der Vergangenheit längst wieder da.
Von Daniel DeckersZwei Jahre sind vergangen, seit eine Spitzenkandidatin der hessischen SPD mit der treuherzigen Beteuerung um die Zustimmung der Bürger warb, eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei werde es mit ihr nicht geben. Zwei Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sind ähnliche Worte aus dem Mund der nordrhein-westfälischen Spitzenkandidatin zu hören. Denn wie einst Andrea Ypsilanti, so hat auch Hannelore Kraft allen Grund, jeden Hauch eines Zweifels zu zerstreuen, dass der Weg der SPD auf die Regierungsbank womöglich über eine Kooperation mit der Linkspartei führe.
Einerseits wächst mit jedem Tag die Hoffnung, die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf werde keinen Bestand haben. Auf der anderen Seite lässt es sich nicht gut verbergen, dass Sozialdemokraten und Linke sich auch am Rhein mehr zu sagen haben, als publikumswirksame Abgrenzungs- und systemverändernde Parteitagsbeschlüsse dem skeptischen Publikum weismachen wollen. In diesem Dilemma helfen nur trotzige Dementis, um die Geister der Vergangenheit zu bannen. Doch die sind längst wieder da.
Geister zu rufen ist einfach
Josef Bujtor (Mramorak)
- 02.03.2010, 10:47 Uhr
zum Kommentar
Max Meyer (Tommasch)
- 02.03.2010, 11:22 Uhr
Die Verteufelung
Walter Wasilewski (wwasilewski)
- 02.03.2010, 12:43 Uhr
Zusammenarbeit; Geister der Vergangenheit
Ruth Specht (Lucciana)
- 02.03.2010, 12:44 Uhr
Galionsfigur
joachim bovier (jbovier)
- 02.03.2010, 12:55 Uhr
Daniel Deckers Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.
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