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Lese-Studie Jeder zehnte Migrant liest täglich

04.12.2008 ·  Ein Viertel der Deutschen liest nie ein Buch. Das offenbart die Studie „Lesen in Deutschland 2008“, die sich mit den Lesegewohnheiten der Deutschen beschäftigt. Das gängige Bild der nicht lesenden Migranten hat sich dabei nicht bestätigt

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Jeder vierte Deutsche liest nie ein Buch. Das geht aus der Studie „Lesen in Deutschland 2008“ der Stiftung Lesen in Mainz hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Über 2500 Jugendliche und Erwachsene wurden vom Jahr 2000 an repräsentativ befragt, wobei auch Menschen mit Migrationshintergrund erfasst wurden.

Das gängige Bild der nicht lesenden Migranten hat sich dabei nicht bestätigt, vielmehr scheinen die bildungsorientierten unter ihnen eine neue „Lese-Mittelschicht“ zu bilden, die genauso häufig zum Buch greift wie deutschstämmige Bürger. 36 Prozent von ihnen lesen ein- oder mehrmals in der Woche und elf Prozent sogar täglich. Je höher die Bildung, desto mehr wird gelesen. Das gilt nach Angaben der Studie auch für die Befragten aus eingewanderten Familien, wobei das Leseverhalten der Eltern entscheidend ist für das der Kinder und Jugendlichen. Der Anteil der Leser aus Einwandererfamilien, deren Eltern nicht lesen, ist allerdings höher als in der übrigen Bevölkerung.

Elf Prozent ziehen Computer gegenüber Büchern vor

Die Stiftung Lesen schließt aus der Studie, dass der „harte Kern“ der Vielleser mit mehr als 50 Büchern im Jahr seit 1992 nahezu stabil bei drei Prozent liegt. Die Gelegenheitsleser mit einem bis vier gelesenen Büchern im Monat schwinden jedoch zusehends. Die Lesekultur erscheine als zunehmend segmentiert, heißt es in der Studie. Zu den Leseabstinenten zählten 25 Prozent, für sie ist Lesen mühevoll. 24 Prozent „Lesefreunde“ schätzen das Leseerlebnis emotional, 20 Prozent sind informationsaffine Leser.

12 Prozent sind sowohl Computern als auch schön gestalteten Büchern gegenüber aufgeschlossen und werden als „Vielmediennutzer“ bezeichnet. Elf Prozent ziehen Computer gegenüber Büchern vor. Acht Prozent sind völlig medienabstinent. Vor allem Männern, jungen Erwachsenen und höher Gebildeten ist es gleichgültig, ob sie einen gedruckten oder digitalen Text lesen, sie lesen auch längere Texte am Bildschirm oder nutzen Handy-Bücher.

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