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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Leitglosse Neuer Anlauf

 ·  che. Nun fordert auch der Bund der Pazifik-Anrainer (Apec) die Wiederaufnahme der Welthandelsgespräche. Dasselbe hat die Gruppe der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) an diesem Wochenende getan.

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che. Nun fordert auch der Bund der Pazifik-Anrainer (Apec) die Wiederaufnahme der Welthandelsgespräche. Dasselbe hat die Gruppe der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) an diesem Wochenende getan. Zuvor haben sich schon Weltbank und Internationaler Währungsfonds sowie die in der Cairns-Gruppe zusammengeschlossenen Agrarstaaten und die Europäer für die Wiederbelebung der Doha-Handelsrunde ausgesprochen. Es scheint, daß im Frühjahr die neuen Verhandlungen am Sitz der Welthandelsorganisation in Genf aufgenommen werden können.

Den Appellen müssen endlich Taten folgen. Die Gespräche wurden vor vier Monaten abgebrochen, weil keine Seite zu weiteren Zugeständnissen bereit war. Nun brauchen die Handelsdiplomaten in Genf konkrete Angebote für Zollsenkungen und Vorschläge für spürbare Kürzungen der Agrarsubventionen, um die Verhandlungen zum Abschluß bringen zu können. Allen voran ist es an den Amerikanern, ein verbessertes Angebot zur Kürzung der landwirtschaftlichen Subventionen vorzulegen. Dies haben sie bislang vermieden. Statt dessen bauten sie auch am Rande der Apec-Tagung die Drohkulisse des regionalen Freihandels der Pazifikstaaten untereinander auf. Damit haben sie allerdings selbst ihre Bündnispartner nicht überzeugen können. Sogar für die Australier - Amerikas engste Verbündete - haben die Welthandelsgespräche oberste Priorität.

Schon im kommenden Jahr endet das Verhandlungsmandat des amerikanischen Präsidenten Bush. Dann folgen Agrarverhandlungen in Europa, danach Wahlen in Amerika. Deshalb müssen sich die Handelsdiplomaten im Sommer 2007 einigen. Es geht darum, Handelsbarrieren abzubauen und ein allseits akzeptiertes Regelwerk für den internationalen Warenaustausch zu definieren. Es gilt, die Idee des Freihandels über die sich ausbreitenden bilateralen oder regionalen Handelsabkommen zu stellen. Denn jeder bilaterale Handelsvertrag baut Schranken für Drittstaaten auf und diskriminiert andere Länder, indem die eigenen Märkte abgeschottet werden. Die Kosten auch dieser Form des Protektionismus tragen am Ende die Verbraucher. Nur der freie Welthandel hebt nachhaltig den globalen Wohlstand. Alles andere bleibt Stückwerk.

Quelle: F.A.Z., 20.11.2006, Nr. 270 / Seite 1
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