16.09.2009 · Wieder einmal hat Bernard Kouchner viel und schnell geredet: Der französische Außenminister entschuldigte sich nun bei der Bundesregierung für seine Kritik nach dem Luftangriff bei Kundus.
Von Klaus-Dieter FrankenbergerDer französische Außenminister Kouchner ist bekannt dafür, dass er gern zu allem seinen Senf dazugibt; er redet schnell und viel. Den von einem Offizier der Bundeswehr angeforderten Angriff am Kundus-Fluss hat er einen "großen Fehler" genannt, ohne jede Kenntnis von Einzelheiten. Es war diese Art von "Vorverurteilung", welche die Kanzlerin in Rage brachte. Jetzt hat sich Kouchner für seine kenntnislose Äußerung entschuldigt - vermutlich auf Geheiß seines Präsidenten, dem die Verärgerung in Berlin nicht verborgen blieb. Wenigstens das funktioniert. Manches andere, von dem die Europäer behaupten, sie könnten es so gut, funktioniert aber nicht. Gerade in Afghanistan. Darüber könnten sich die Europa-Politiker zum Beispiel aufregen: Ihre Polizeiausbildungsmission hinkt schon lange hinter den Ankündigungen her. Sie legen, gerne auf Konferenzen, Ziele fest, verweigern aber die dafür notwendigen Ressourcen. Dafür entrüste(te)n sie sich lieber über vermeintlich rabiate Methoden der Amerikaner und nun über Entscheidungen der Deutschen. Wie gesagt, kenntnislos. Ist das eine Art Verdrängung?
Frankenberger'sche Verdrängung
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 15.09.2009, 22:52 Uhr
Ob die EU
Christian Roigk (Dubai1)
- 16.09.2009, 10:48 Uhr
Urteilsfaehigkeit
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 16.09.2009, 10:57 Uhr
Überall seinen Senf
Peter Bienefeld (pbienefeld)
- 16.09.2009, 12:31 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.
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