10.11.2009 · Vielleicht war das kurze Gefecht an der Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea ja wirklich nur ein unglücklich verlaufener Zwischenfall. Wenn es eine Botschaft war, die Nordkoreas Staatsführer Kim Jong-il aussenden wollte, dann richtete sich diese vermutlich vor allem an das eigene Militär.
Von Peter SturmVielleicht war es ja wirklich nur ein unglücklich verlaufener Zwischenfall, was sich an der Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea abgespielt hat. Südkorea hat großes Interesse daran, diese Version zu verbreiten, denn an einer ernsten Konfrontation ist der Regierung in Seoul nicht gelegen.
Aber wenn Nordkorea involviert ist, kann man eben nie sicher sein. Einige meinen in dem Vorfall eine Botschaft Pjöngjangs an den amerikanischen Präsidenten kurz vor dessen Asienreise zu erkennen.
Wenn es eine Botschaft war, die Nordkoreas Staatsführer Kim Jong-il aussenden wollte, dann richtete sich diese aber vermutlich vor allem nach innen. Wahrscheinlichster Adressat ist das Militär, das als eigentlicher Machtfaktor in dem abgewirtschafteten Staat gilt.
In jüngster Zeit hatte Nordkorea diverse versöhnliche Signale in die Welt geschickt. Für die Betonköpfe in Pjöngjang, und die tragen nach allgemeiner Auffassung allesamt Uniform, ist konstruktives Verhalten aber unbedingt als Zeichen der Schwäche zu werten. Und Schwäche darf man nicht zeigen. Die Botschaft aus Pjöngjang bleibt also beunruhigend.