06.09.2007 · Zuletzt nahm die dänische Polizei acht Terrorverdächtige fest. Sie sollen Anschläge geplant haben. Nun hat die Polizei in drei Kellern angeblich Sprengstoff gefunden. Doch es handelte sich um einen „Bubenstreich“.
Als „Bubenstreich“ hat die Kopenhagener Polizei am Donnerstag den Hintergrund eines Fundes verdächtiger Chemikalien zur Sprengstoffherstellung eingeordnet. Es stellte sich heraus, dass Schüler in einem Keller im nordwestlichen Teil der dänischen Hauptstadt Experimente zur Herstellung von harmlosen Knallkörpern durchgeführt hatten. Nachdem die Bewohner von drei Wohnblöcken evakuiert waren und Spezialisten den Fund in dem Keller analysiert hatten, konnte der großflächig ausgelöste Terroralarm wieder abgeblasen werden.
Im selben Stadtteil hatte der für Terrorbekämpfung zuständige Geheimdienst PET am Dienstag acht Terrorverdächtige festgenommen und dabei nach eigenen Angaben den Sprengstoff TATP gefunden. Sechs der acht Männer wurden später wieder freigelassen.
Direkter Kontakt mit Al Qaida
Die beiden 21 Jahre alten, weiter inhaftierten Männer sollen als Drahtzieher in Zusammenarbeit mit den anderen sechs militanten Islamisten Anschläge vorbereitet haben. Sie hätten dabei in direktem Kontakt mit leitenden Personen des Terrornetzes Al Qaida gestanden, teilte PET nach den Festnahmen mit.
Die dänischen Behörden wollten weder bestätigen noch dementieren, dass ihr Zugriff in direktem Zusammenhang zur Festnahme von drei Terrorverdächtigen wenige Stunden später in Deutschland stand.