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Kommentar zur Vorwahl in New Hampshire Leichtes Spiel für Romney

 ·  Es ist der zweite Sieg für Mitt Romney, doch: Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl. Das Bewerberfeld bleibt unübersichtlich, viele zweifeln nach wie vor wird an seiner Führungsstärke. Eine Vorentscheidung im Rennen der Republikaner wird es erst in Süd-Carolina geben.

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Es war die zweite Vorausscheidung unter den Bewerbern für die Präsidentschaftskandidatur der Republikanischen Partei, und wieder heißt der Sieger Mitt Romney. Aber anders als noch vor einer Woche fiel der Sieg diesmal in New Hampshire klar und eindeutig aus, so wie es mehr oder weniger erwartet worden war. Knapp vierzig Prozent derer, die an der Vorwahl in dem Neu-England-Staat teilnahmen, gaben ihre Stimme dem ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, dem Mann aus der regionalen Nachbarschaft.

Es war somit eine Art politisch-kulturelles Heimspiel für Romney, der gegen die heftigen Angriffe seiner Rivalnen zudem seine überlegene Organisation erfolgreich einsetzte. Er ist der Nominierung als Kandidat der Partei und Herausforderer Barack Obamas ein Stück näher gekommen - aber in der Tasche hat er die noch nicht. Das liegt in erster Linie daran, dass seine innerparteilichen Konkurrenten um die Kandidatur nicht aufgeben, nicht der libertär-isolationistische Kongressabgeordnete Ron Paul, der als Liebling der Jungwähler und der sogenannten Tea Party-Bewegung einen starken zweiten Platz belegte; nicht der Konservative Rick Santorum, für den es im individualistischen Nordosten nicht viel zu holen gab.

Blick nach Süd-Carolina

Er und die anderen Bewerber, die ideologisch rechts des Favoriten stehen und sich in Herkunft, Stil und Botschaft von ihm unterscheiden, rechnen sich Chancen aus, beim nächsten Vorwahltermin einen Erfolg zu erzielen, der ihrer Kampagne mehr als nur neue Hoffnung gibt. In Süd-Carolina, im Süden also, wo die republikanische Basis evangelikal und sozialkonservativ ist, wird sich zeigen, wie sehr die Wechselstimmung dem Mann zugute kommt, dem in Umfragen am meisten zugetraut wird, den demokratischen Präsidenten zu schlagen, dem gemäßigten Mitt Romney, dem Mormonen und Mann des Parteiestablishment.

Vorwahl in New Hampshire: Romney baut Vorsprung aus

Freilich könnte ein starkes Abschneiden eines der bisher Unterlegenen die Zweifel an Romney nicht verstummen lassen und belegen, dass er nur begrenzt jene starke Führungsfigur ist, nach der sich die Basis sehnt. Merke: Nach der Vorwahl ist vor der Vorwahl; das Bewerberfeld bleibt unübersichtlich. Mit Vorteil Romney. Wenn er in der Vorwahl im Süd-Carolina, wo sich gemeinhin entscheidet, wen die Republikaner in den Kampf um das Weiße Haus schicken, keinen harten Niederschlag erleidet, dann wird es schwer, Romney ebendiesen Hauptkampf noch streitig zu machen.

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Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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