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Kommentar Familienpolitik

 ·  In der Geschichte der Familienpolitik der Bundesrepublik Deutschland sollte der Nikolaustag des Jahres 2006 als ein besonderer Tag eingehen. Denn seit gestern ist von Staatsoberhaupts wegen klar, warum es den Familien in Deutschland nicht gutgeht.

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In der Geschichte der Familienpolitik der Bundesrepublik Deutschland sollte der Nikolaustag des Jahres 2006 als ein besonderer Tag eingehen. Denn seit gestern ist von Staatsoberhaupts wegen klar, warum es den Familien in Deutschland nicht gutgeht.

Die Steuer-, die Sozial- und die Bildungspolitik wie auch die Infrastruktur hinkten den Veränderungen der Familie hinterher, sagte Köhler. Das aber sei deswegen so, weil die Politik an überholten Familienbildern ausgerichtet sei.

Auf wen auch immer dieser Vorwurf gemünzt ist, den Bundespräsidenten selbst trifft er nicht. Schon zu Jahresbeginn hörte man auch von ihm den Satz, Familien seien da, wo Kinder sind. Immerhin sprach Köhler damals noch vom Leitbild Ehe. Aber fand nichts dabei, Kinder auch in nicht-ehelichen, gleichgeschlechtlichen, Patchwork- oder Einelternfamilien aufwachsen zu sehen.

Am Mittwoch nun bewies der Bundespräsident, daß man heute in Deutschland über die Not der Familie reden kann, ohne das Wort Ehe auch nur ein Mal in den Mund zu nehmen. Doch soll man sich darüber wundern, daß in einem Staat, der die Ehe nicht mehr schützt, die Familien versagen und immer weniger Kinder geboren werden?

Quelle: D.D. ; F.A.Z., 07.12.2006
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