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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Brauchen wir eine Raketenabwehr?

 ·  Selten geht eine Debatte so am Kern der Sache vorbei wie der deutsche Streit über Amerikas Raketenabwehr. Die zentrale Frage angesichts der potentiellen Bedrohung durch Staaten wie Iran und Nordkorea wird schlicht nicht gestellt: Nikolas Busse kommentiert.

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A. Malliki
A. Malliki (a.malliki) - 16.04.2007 02:41 Uhr

Mit Besatzermanier ein EU-Raketenabwehrsystem fordern


Ihrer Frage nach dem Abwehrsystem muß man wirklich nachgehen!

Ist es notwendig, dass die Amerikaner eine Raketenabwehr innerhalb der EU installieren und jegliche Mitsprache und Mitarbeit der Europäer verweigern? Das sind Ansprüche, die normalerweise Besatzermächte erheben.

Die eigentliche Bedrohung für Europa resultiert aus den fragwürdigen Kriegen der Amerikaner und dieser Imperialismus fordert Verteidigungslinie. Dieses Abwehrsystem soll später als Bollwerk genutzt werden, um die Ölreserven im Nahen- und Mittleren Osten zu schützen, die natürlich von den Amerikanern ausgebeutet werden.

In Europa soll lediglich der Glaube am Leben gehalten werden, dass die Gefolgschaft später mit kontinuierlichen Öllieferungen honoriert wird.

Diese Luftschlösser zeichnen unsere Politiker, da sie glauben imaginäre amerikanische Hinweise erhalten zu haben.

Denn es war schon immer so:
Mit den DUMMEN treibt man die WELT um - man muß nur dafür sorgen, dass ihre Luftschlösser immer groß genug bleiben - das ist eine amerikanische Spezialität.

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danieri (danieri) - 15.04.2007 23:11 Uhr

Deutsche Politik ist manchmal "komisch"

Bei der Raketenabwehr reagiert die SPD so, dass etwas "Kleines", was zudem außerhalb D stattfindet und eine NATO- bzw. Angelegenheit des Landes der Aufstellung ist, "riesig" gemacht wird. Man "tut so", als ob riesige Batterien aufgestellt werden. Tatsache ist jedoch, dass es eine wenige überschaubare mehr sind, die eine bessere Reaktionszeit ermöglichen. Eigentlich fast normal, da die Technologie sich auch weiterentwickelt.

Im Fall Vorstoß das Grundgesetz zu ändern und tiefgehende Überwachungen zu ermöglichen, stapelt man dagegen von "groß" auf "ganz klein". Herr Schäuble (CDU) sagt, dass die Polizei nur Fotos von den Pässen erhalten soll (ganz klein). Tatsache ist jedoch, dass es biometrische Daten nebst. Fingerabdrücken sind, die eine Überwachung in fast Echtzeit ermöglichen; z.B. wenn Tante Erna durch die Fußgängerzone schlendert u. Kameras aufgestellt sind, ist ein Abgleich dank modernster Großcomputer schnell möglich. Für den Bürger wird es jedoch auf "Bilder einsehen" "verbal miniaturisiert".

Das verbale Verhalten zum Raketenmodernisierung und der Grundgesetzänderung ist für Dritte wahrscheinlich schon befremdlich. Ein ehrlicherer Umgang zum Bürger in Rente, Staatsverschuldung, Grundgesetz, Nato,etc. wäre positiv.

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Eckehardt Unruh

Falsche Fragen Herr Busse?

Sehr geehrter Herr Busse,
welchen Sinn hat eine strategische Rakentenabwehr in Polen und Tschechien wenn sie nicht gegen russische Raketen gerichtet ist? Werfen Sie doch mal selbst einen Blick auf eine Karte. Eine Raketenabwehr zum Schutz vor iranischen Raketen müsste in der Türkei oder Griechenland stehen Andernfalls wären diese NATO Partner und Verbündeten schutzlos.

Das Russische Arsenal an Nuklearwaffen wird auf 16000 geschätzt. Davon sind 7200 aktiv. Der Rest ist in Reseve.
Wie Sie ganz richtig bemerkten, wäre die geplante Raketenabwehr dagegen nutzlos.

Das es nicht weniger russische Sprengköpfe sind, verdanken wir übrigens George Bush. Bush lehnte 2003 den SORT Vertrag und damit eine Reduktion auf 2200 Sprengköpfe ab. Ebenso erging es dem russischen Angebot, einer weiteren Reduktion auf 1500 Sprengköpfe. Aber diese Information hielten Sie wohl für nicht weiter wichtig.

Russlands Bereitschaft zur Reduktion ist glaubwürdig und der Iran hat (noch) keine Atomwaffen. Das Projekt "Raketenabwehr" ist ein Relikt aus dem kalten Krieg.
Vor russischen Raketen schützen Verträge weit wirksamer. In den Fällen Iran und Nordkorea hilft wohl leider nur ein Präventivschlag.

NetFiddler

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Frank Jansen
Frank Jansen (Jansen.F) - 11.04.2007 10:07 Uhr

Welch eine Lachnummer!

Wie kann man allen Enstes 'Menschenschindern', wie z. B. dem us-amerikanischen Regime, vertrauen.

Eine Führung, welche vermutlich für schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich ist (unprovozierte Angriffskriege / Massenmord u.v.a.m. z. B. im Nahen und Mittleren Osten) ist völlig ungeeignet in irgendeiner Weise eine Schutzfunktion oder gar Sicherheit zu bieten.

Zumal eine "Bedrohung" eher auf eine Paranoia der US-Amerikaner zurück zu führen - real aber nicht erkennbar ist.

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Sven Hauser
Sven Hauser (Hauser3) - 11.04.2007 01:58 Uhr

Danke fuer Ihren sehr guten Arikel, Herr Nikolas Busse

Habe in der Vergangenheit immer wieder sehr gute und gut recherchierte Artikel in der FAZ gelesen. Offensichtlich ist Herr Busse, neben Herrn Ruehle, in der Lage die Realitaet wirklich zu begreifen. Dies kann man von vielen anderen leider nicht behaupten, wenn ich die ein oder andere Lesermeinung lese.

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wolf haupricht

Raketenabwehr........!

Ist es denn so schwierig, die Zusammenhänge möglichst einfach zu erfassen.?
Iran hat Raketen, die z.B. vom Libanon aus von der Hisbolla via Israel abgefeuert wurden.
Iran entwickelt Raketen mit immer größerer Reichweite, die auch Europa bedrohen können.
Iran hat das Ziel, Uran anzureichern und errichtet entsprechende Zentrifugen, um diese Kapazität auszubauen.
Hieraus können Atomwaffen entwickelt werden.
Iran droht unverholen Israel mit Vernichtung.
Iran spielt mit der atomaren Aufsichtsbehörde.
Iran unterstützt die Shiiten im Irak mit Personal und Material.
Irans derzeitiger Staatspräsident ist unberechenbar, was er mehrmals bewiesen hat.
Und da soll man die Augen verschließen und darauf hoffen, dass ja nichts passiert.
das hatten wir doch schon mal von1933-1945.
Das sollte doch eigentlich reichen.

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Rolf Joachim Siegen

Brauchen wir Busse - Belehrungen?

Der Verfasser unterstellt ungeprueft das Bestehen von Bedrohungen fuer Deutschland und Europa UND uebersieht geflissentlich, warum wir Europaer uns diesen (vermeintlich notwendigen) Schutz ausgerechnet von den Amerikanern (!) aufdraengen lassen sollen. Ausgerechnet von einer Macht, die in Iraq und Afghanistan unendliche Schuld auf sich geladen und damit aussenpolitisch selbst diskreditiert hat. Busses Blauaeugigkeit.

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wolf haupricht

Abwehrmaßnahmen zur Sicherheit........?

Herr Busse beleuchtet die derzeitige Situation haarscharf und legt die Schwachstellen unseres politischen Systems sowie der so genannten Gesellschaft bloß.
Das ist auch höchste Zeit, damit der Nebel, der sich in vielen Köpfen festgesetzt hat und stets gepflegt wird, sich allmählich lichtet.
Was man aus vielen Beiträgen heraus lesen kann, stimmt
mich sehr nachdenklich. Denn Realitätsverlust ist der erste Schritt in eine gefährlich sich entwickelnde Zukunft, bei der Hardliner unauffällig Kernwaffen entwickeln.
Und alle schauen zu, weil die Dimension offensichtlich nicht begriffen wird oder nicht zur Kenntnis genomen wird.
Auf dem Klavier eines Antiamerikanismus läßt sich leichter spielen, weil es dem Trend entspricht und schick erscheint.

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Alain Grasselli

Abfanggeschosse und radioaktive Verseuchung

(Ein System, mit dem die Vereinigten Staaten sicher vor russischen Raketen wären, käme mit zehn Abfanggeschossen in Polen und einem Radar in der Tschechischen Republik bestimmt nicht aus usw.)

Entschuldigung, aber ein oder zwei Abfanggeschossen reichen aus um eine richtige radioaktive Verseuchung
in Europa zu produzieren, und im falle eines Konfliktes
mit den USA währe dies für Europa ein Stich ins Herz....

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Heinz Mann
Heinz Mann (Hmann0815) - 10.04.2007 17:42 Uhr

Das Märchen von der Passivwaffe

Man hört es immer wieder: "Raketenabwehr bedroht doch niemanden".
Dabei ist eine wirksame Verteidigung seit Urzeiten die Voraussetzung für einen Angriff. Wenn ich einen kugelsicheren Anzug trage stelle ich mich jedem Pistolen-Duell - so einfach ist das.

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Jan-Uwe Pätzold

Bewaffneter Friede

Wilhelm Busch hat das Thema auch schon mal erörtert...
hier sei er zitiert.

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft an einem Hügel
Sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt, rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht?
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, daß jeder sündigt,
Der immer noch gerüstet geht?
Im Namen seiner Majestät
Geh her und übergib dein Fell.
Der Igel sprach: Nur nicht so schnell.
Laß dir erst deine Zähne brechen,
Dann wollen wir uns weiter sprechen!
Und allsogleich macht er sich rund,
Schließt seinen dichten Stachelbund
Und trotzt getrost der ganzen Welt
Bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch


Ich fühle mich viel mehr durch die Dummheit unserer Politiker bedroht. Die Schweiz fährt seit Jahrzehnten mit ihrer Neutralität gut.

Waren wir in der Zeit des kalten Krieges sicherer, als West und Ost bis an die Zähne bewaffnet waren???

Sind wir nicht auch durch israelische und russische Atomwaffen bedroht???


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Stephan Weber

gewisse Ignoranz

Es ist faszinierend wie sich in diesen Beiträgen fast genau die Meinung des Autors wiederfinden lässt. USA = das Böse alle anderen gut. Fassen wir mal die Fakten zusammen : die USA sind und das kann man ohne Hehl sagen, kaum einen deut besser in ihrer Weltpolitik als ihre sogenanten Schurkenstaaten. Was aber die eigentliche Aussage des Textes ist , was hier scheinbar einige nicht erfassen , ist die Meinung , die ich übrigens teile, dass aufgrund propagandistischer , meinungsmachender Politik in Deutschland eine objektive Diskussion längst nicht mehr möglich ist. Eine Reine Raketenabwehr durch Partiot Raketen Abwehrstellungen und ein Radar stellt defakto kein Aufrüsten dar , weil es sich um ein Passives System handelt, von welchem keine Agressionen ausgehen und welches ebenfalls nicht Russland bedroht. Wobei hier auch interessant ist , warum sich Russland sich eigentlich solch große sorgen macht über ihre Militärische Stärke in Europa ihren "Freunden" (ein Schelm wer...). Sollte es Primär nicht das Ziel einer Deutschen Politik sein, die interessen des eigenen Landes zu vertreten --> nicht pro Amerika, nicht pro Russland sondern Pro Deutschland ? Und das ist die Gefahr die ich im moment sehe, dass dies nicht der Fall ist.

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Holger Läufer

10 Raketen ?

10 Raketen sollen Europa schützen? Wer glaubt so was? Was steckt dahinter? 10+10+10... usw. Raketen? Einkreisung? Von wem? Für wie blöd wird man als Bürger von den USA, vielen deutschen Politikern und Zeitungsschreibern gehalten? Die Franzosen halten es wie es sich bewährt hat. Steigt eine Nuklearrakete auf, kommt sofort die nukleare Antwort. Diese Sprache erhält uns seit den amerikanischen Kriegsverbrechen in Hiroshima und Nagasaki wenigstens den Weltfrieden.

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Thomas Wenzel

Ich glaube wir sollten ganz ruhig sein...

Wir haben 2 Weltkriege ausgelöst und unglaubliches Leid verursacht. Ich glaube das ist Fakt. Und auch wenn andere Staaten Kriegsverbrechen begangen haben (um nicht zu sagen alle Staaten), so war der Holocaust wohl der Schrecklichste. Und erreicht haben wir gar nichts. 60 Jahre später sehen wir auf ein mit Frieden, Vertrauen und gegenseitigem Resprekt gegründeten vereintes Europa. Das ist das was wir anstreben sollten. Krieg ist immer die schlechteste aller Lösungen. Das hat auch nichts mit den Amerikanern zu tun. Die Amerikaner sind sehr nationalistisch eingestellt und damit auch ehr bereit Kriege zu führen. Ich glaube aus ihrer beschränkten Sicht heraus glauben sie sogar, dass das der beste Weg ist. Aber hier, wo mehr als 1Mrd Menschen in den letzten Jahrhunderten durch Kriege gestorben sind, sollte ein anderer Weg gefunden werden. Wir sind die Eltern der USA und die USA unser Kind. Mit ihren 250 Jahren sind sie nur ein Scheiß gegen die 2000 Jahre Chinas oder Europas. Wir sollten aus der Erfahrung lernen und es vormachen wie es geht.

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Michael Fichtner

Friedensengel USA?

Irgendwie geht diese Debatte wirklich am Ziel vorbei! Klar eine "handvoll" Abwehrraketen in Tschechien und Polen sind nicht der Rede wert und stellen keine Gefahr für die russischen Raketen dar, aber wie - um Gottes Willen - soll uns eine "handvoll" Raketen vor den "bösen" iranischen Raketen retten. Naja, Nordkorea klammere ich mal aus, da es für Nordkorea einfacher ist die USA mit Raketen zu treffen, wenn sie ihre Rakten nach Osten ausrichten!

Aber mir stellt sich nun die Frage, wieso sollte der Iran Euro angreifen, da wir dem Iran ja gar nichts getan haben! Erst die Stationierung von Raketen bzw. die Errichtung eines Abwehrschirmes in Richtung Iran, würde Osteuropa zu einem potenziellen Ziel für den Iran machen. Die Politik der USA ist einfach zu durchschauen, da die Vereinigten Staaten von Amerika Eurpa weis machen will, das der Iran eine Gefahr für Europa darstellt, damit die USA einen möglichst geschlossenen Verbündeten in einem potenziellen Erstschlag gegen den Iran haben.

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Hans-Bernhard Weisserth

Auch Busse's Analyse greift zu kurz

Erstaunlich kurzsichtige Analyse! Sie verkennt völlig den Zusammenhang, in dem die USA denken - aber öffentlich nicht darüber reden. Die strategische Raketenabwehr lässt sich den gutgläubigen Europäer ja auch besser verkaufen mit Iran oder Nord-Korea als unkalkulierbare Mächte des Bösen! Präsident Reagan hat damals die Sowjetunion als Reich des Bösen tituliert - aber dennoch zurecht auf die nukleare Vergeltungsstrategie gesetzt! Unterstellen wir also heute, dass der Iran oder Nord-Korea selbstmörderisch mit einem Ersteinsatz handeln würden? Nur dann würde eine strategische Rakenabwehr der USA Sinn machen! Das ist aber irreal! Worum geht es also den USA wirklich? Die Antwort ist im US Nuklearprogramm zu finden - nukleare Waffen sollen in Zukunft nicht mehr nur als politische, sondern operationelle Waffe in Form von Mini-Nuks im Ersteinsatz genutzt werden - z.B. gegen Regierungsbunker "böser Staaten". Da eine nukleare Gegenreaktion in diesem Fall nie ganz ausgeschlossen werden kann, soll die Raketenabwehr jeden möglichen Schaden vom amerikanischen Festland fernhalten! Wir dummen Europäer zahlen den Preis, für die Kollateralschäden auf unserem Terrain und davor für die teure nutzlose Technik der US Rüstungsindustrie! EUROPA wach auf!

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thomas schulz

deja vu: "Lieber rot als tot" oder "der Suppenkasper"

Diejenigen, die in den 70er Jahren meistens an Universitäten studierten, sich in Studentenorganisationen mit populären Antipositionen engagierten und gegen NATO Doppelbeschluß bzw. AKWs demonstriert hatten, haben inzwischen Schlüsselpositionen in vielen Institutionen erlangt und versuchen jetzt wieder einmal ihre schon damals naive und unrealistische Geisteshaltung mit irritierender Ignoranz und Sturheit mehrheitsfähig zu machen. Diese Personen "Elite" zu nennen, ist wohl eine Art von "advertising bubble". Alles kleine Chamberlaines oder Opportunisten, die auf die nächste Wahl schielen. Sie schrecken nicht davor zurück, Fakten zu verdrehen,zu verschleiern oder auszulassen, um ihren Willen mit der Brechstange mediumwirksam durchzusetzen.

Man schafft keinen Frieden durch demonstrative Nachgiebigkeit oder Zurschaustellung von Pazifismus, wenn man mit diktatorischen oder theokratischen Regierungen bzw. deren inoffiziellen, im Ausland operierenden sechsten Kolonnen konfrontiert wird. Da man auf diese so gut wie keinen Einfluß hat (im nahen Osten werden Konsenspolitiker als Narren und Schwächlinge verspottet), schießt man sich auf die USA, Polen und andere ein, damit man sich einreden kann, man habe etwas positives bewirkt.

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Max Wandel

"der wahre sinn"

Liegt der wahre Sinn der geplanten Raketenabwehr überhaupt darin den "Westen" vor möglichen iranischen Atomsprengköpfen zu schützen? Derzeit ist der Iran, obwohl zwischenzeitlicher Urananreicherungserfolge, noch lange nicht in der Lage eine Bedrohung für Europa darzustellen. Geschweige denn für Amerika. Ob eine für Amerika bestimmte Rakete über tschechisches Territorium fliegen würde ist ebenso höchst zweifelhaft.
Geht es den Amerikanern mit ihren Raketenabwehrplänen nicht vielleicht darum, den Keil zwischen "altem" und "neuem" Europa tiefer zu treiben. Die Pläne der amerikanischen Raketenabwehr offenbaren einmal mehr wie unterschiedlich Sicherheitspolitik in den neuen Ost-EU-Ländern verstanden wird. Europäische Pläne über eine gemeinsame Aussen- und Sicherheitpolitik rücken wieder einmal in weite Ferne.
Für die Amerika, welches sich ja im permanenten Kampf um Rohstoffe und Einfluss befindet, kann dies nur förderlich sein!!!
Insofern sollte die Aufregung nicht von Seiten Russland, sondern von Seiten der EU kommen.

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Jan-Lasse Wilms

Raketenabwehr immer her damit!

Is doch ne feine Sache so nen Automatisches Raketenabwehr-System!
Ich mein, es war schon ne heiden Arbeit die Letzten 100 Raketen Manuel abzufangen!!!

Finds ja auch schon beeindrucken wie die sich streiten, die "GROßEN" und die "kleinen"!

Eine weiter "potenzielle" Bedrohung sind natürlich auch die Amerikaner, Franzosen, Engländer, Chinesen, Japaner, Russen, Inder und viele, viele mehr!

Na wenn es so viel "Bedrohungen" gibt, warum sprengen wir uns dann nicht gleich lieber selbst in die Luft, dann brauchen wir wenigsten keine Angst mehr zu haben, vor all den "potenziellen" Bedrohungen.

Ich glaube und die Geschichte gibt mir (mit zwei Ausnahmen) recht, dass ein Staat der beim Einsatzt einer Solchen Waffe, der Totalen Vernichtung entgegensehen muss, niemals eine solche Waffen einsetzen würde!

Das einzige wofür eine solche Waffe gut ist, ist Feinde abzuschrecken, Drohkulissen zu inszenieren und sonst wie zu bluffen um es nicht zu Kriegen kommen zu lassen!

Damit haben wir (NATO-Staaten) doch die letzten Jahre wunderbar leben können, `zusammen´ mit den "anderen" die auch wunderbar Leben!

Was soll den der Rest der Welt von Europa denken, wenn wir uns nun aus diesem Szenario rausnehmen?

MfG

Nemo84[GER]




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Ole Wiechern

noch ein unterhaltsamer kommentar

Wieso glaubt eigentlich jemand, Iran hätte ein Interesse daran, Atomwaffen auf Europa zu werfen? Atomwaffen machen weitgehend unangreifbar. Aber Angriffe mit Atomwaffen hat es in der Geschichte der Menschheit bisher nur einmal gegeben. Mit gutem Grund. Länder, die selber über Atomwaffen verfügen, kann man nicht angreifen.
Selbiges gilt für Iran. Warum sollten Iranische Politiker so kurzsichtig sein, Europa mit Atomwaffen anzugreifen? Das Ende des Iran wäre besiegelt. Welchen Sinn macht die Konstruktion von Atomwaffen, wenn man sie anschließend sofort in einem sinnlosen Angriff verschwendet? Der zu erwartende Vergeltungshagel aus Europa lässt die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Angriffs aus dem Iran gleich null erscheinen.

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Jahrgang 1969, politischer Korrespondent für die Nato und die EU mit Sitz in Brüssel.

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