Home
http://www.faz.net/-gpf-70rny
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Anfang mit dreien

 ·  Die drei griechischen Koalitionsparteien firmieren unter dem Etikett „proeuropäisch“. Jetzt wird man sehen, ob es auch ernst gemeint ist. Und jetzt ist die Zeit, in der Politiker beweisen können, ob sie das Zeug zum Staatsmann haben.

Artikel Lesermeinungen (14)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Stefan Forstner

Bundestagswahl und Griechenland

Ist vorstellbar, daß die Bundesregierung die Gefahr einer riesigen Kapitalvernichtung durch Konkurs der Griechen und anderer Südländer vor den Bundestagswahlen riskieren wird? Ein klares Nein!

Ist es vorstellbar, daß die griechische und andere Regierungen genau diese Lage als Druckmittel einsetzen, um wieder und wieder Bares zu erzwingen und Veränderungen abzulehnen? Natürlich!

Ist es weiter vorstellbar, daß Hollande, jetzt mit Zeit und Macht, genau damit die deutsche Politik gefügig machen wird. Ganz klar!

Ergebnis: Die Eurobonds kommen und alles weitere, um den Deutschen die bittere Wahrheit zu ersparen. Die kommt dann am Ende.

Empfehlen
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 21.06.2012 17:21 Uhr

Die Frösche sollen den Sumpf trockenlegen!

Die Politiker die es in mehreren Jahrzehnten nicht geschafft haben in Griechenland eine einigermassen "mitteleuropäische" Politik- und Steuerkultur durch zu setzen, solen jetzt den "Karren wieder aus dem Dreck ziehen?"
.
Aussichtslos!
.
Ohne eine massive gesellschaftliche Umwältzung in Gr. wird sich dort nicht ändern.
Jetzt wo alle Risikenund das noch vorhandene Volksvermögen schön sauber in der EU verteilt sind, geht das lustig weiter.
.
Alternativlos, wie unsere Kanzlerin so schön zu bemerken pflegt!
.
Kopfschüttelnde Gruesse
Sikasuu
.

Empfehlen
Roland Magiera

Griechenland ist am Ende!

Die Inlandsaufträge der griechischen Industrie liegen nur noch bei 55% des Jahres 2000.

Die Auslandsaufträge sind vom bisherigen Hoch im März 2007 bis April 2012 um gut 30% eingebrochen, allein vom März bis April 2012 sind die Auslandsaufträge um knapp 15% eingebrochen, die Innlandsaufträge saisonbereinigt um gut 5%.

Ein Spezialist der EU hat daraus einen Wirtschaftseinbruch von 2,60% errechnet...

So frech und respektlos haben noch nicht einmal die DDR-Betonschädel ihr Volk belogen, das ist der Gipfel der Dreistigkeit.

Und nur weil niemand von den EU-Steuerzahlern die dafür bluten sollen erfahren darf, dass die Anpassungsmaßnahmen die die griechische Wirtschaft wettbewerbsfähiger machen sollten das genaue Gegenteil erreicht haben.

Wahrscheinlich existiert Griechenland momentan auf Basis einer Schattenwirtschaft, die Güter gegen Güter tauscht.

Wie kann man sich so einer simplen Wahrheit nur so nachhaltig verschließen? Griechenland hat im Euro so nicht den Hauch einer Chance!

Empfehlen
Closed via SSO
Walter Kunz (waltk) - 21.06.2012 13:39 Uhr

Europa ist für GR- nur Zahlmeister

denn diese 3 hätten vorher schon beweisen können, dass man nicht betrügt, erpresst usw.
Sie wollen nur mehr Geld, damit die Griechen es leichter haben; leichter als Bulgaren oder Rumänen.
Mit dem Geld - für Zahler verloren - wird nur das Sozialprodukt ( BZahlungsbilanz negativ) erhöht.

Empfehlen
Karl Dietrich Naumann

Nachverhandeln gilt für beide Seiten !

Der neue griechische Finanzminister fliegt als erste Amtshandlung nach Luxemburg,
um die Auflagen zu lockern bzw. neu zu diskutieren. Was ist unsere Gegenforderung
oder deren Angebot ? Wie wäre es mit der Abschaffung des völlig überdimensionten
griechischen Militärs ? Das könnten die restlichen NATO-Mitglieder locker mit abdecken
und zum anderen verhindern, dass völlig durchgeknallte politische Extremisten vielleicht
ihr Heil in einer erneuten Militärdiktatur suchen !
Es ist schon sonderbar, dass die neue Regierung als erstes auf "Betteltour" geht und
sich nicht demonstrativ ihren Hausaufgaben widmet.

Empfehlen
bernd ullrich

Mit diesem Anfang wird es nichts werden ....

... weil die Konservativen nur gelernt haben, fremdes Geld zu verteilen. Jetzt müssen sie dafür sorgen, dass Geld reinkommt, dass weniger ausgegeben wird, vor allem, dass ihre Freunde mal richtig Steuern zahlen. Deutlich wird: Die Reichen Griechenlands, die ihr Volk ständig ausgenommen haben, mussten die Tagelöhner und Habenichts bei Laune halten, die ja sahen, in welche Taschen das Geld floss. Dreizehntes und vierzehntes Gehalt, überhöhte Renten, Subventionen für zigmillionen Olivenbäume sind die Schweigeprämien für die Betrogenen, damit die nicht revoltierten. Jetzt sollen sie erneut betrogen werden? Die Millionäre sind weg. Vor allem ihr Geld. Die sozial Schwachen sollen jetzt die Zeche zahlen und die Gauner schlagen sich vor Lachen die Schenkel. In Deutschland läuft es ähnlich. Bei uns haben bisher die Arbeitnehmer durch höhere Produktivität das Ungleichgewicht kompensiert und zu niedrige Löhne werden vom Staat subventioniert. Wie lange noch?

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.06.2012 15:49 Uhr
Günter Jäger

Löhne vom Betrieb

Wir leben nicht mehr in der DDR, wo der Staat die Löhne verteilte. Wir haben Tarife und Lohnverhandlungen. Also bekommen zwar Arfbeitslose Sozialleistungen (sogenannte Hartz IV), aber Löhne und Gehälter von den Unternehmen. Natürlich zahlt auch der Staat für öffentlich Bedienstete, aber das sind keine Subventionen, sondern hoffentlich Bezahlung für Leistungen.

Empfehlen
Josef Bujtor
Josef Bujtor (Mramorak) - 21.06.2012 12:42 Uhr

Herr Ullrich

wie waere es mit einer Ideenanleihe von Herrn Chaves?

Empfehlen
Volker Kraft

Tschüss Griechen!

Ein sehr guter Kommentar.
Der Start der neuen Regierung ist tatsächlich schon gründlich daneben geraten. War aber wirklich von Samaras und Konsorten etwas anderes zu erwarten?
Die Griechen vermitteln doch immer wieder denselben Eindruck, dass sie einfach nicht begreifen wollen oder können, worauf es wirklich ankäme. Da wird als wichtigste Aufgabe der neuen Regierung die Bildung eines "nationalen Verhandlungsteams" (Gegner: die EU)verkündet und sogar die eigene Regierung für daneben quasi bedeutungslos erklärt.
Wie und wann soll denn dort endlich mal ein echter Neuanfang stattfinden? Nicht ein Wort der neuen Regierung über eine neue politische Zielsetzung! Ich glaube, die anderen Europäer müssen endlich erkennen, dass dieses Volk offensichtlich keinen Neuanfang w i l l . Sie sind es bis in ihre Gene gewöhnt, sich irgendwie, zur Not auch mit Lug und Betrug durchzuwursteln.
Und diese Mentalität hat in einem Europa, wie ich es verstehe, nichts zu suchen. Deshalb: Tschüss Griechen!

Empfehlen
Günter Blümel

Neuanfang oder weiter so?

Mit der Parteipolitik der Vergangenheit ist Griechenland ruiniert worden. Es bräuchte die Einsicht, dass es diese Politik falsch war und einen überzeugenden Neuanfang. Die Parteien bleiben die selben. Das Personal überwiegend auch. Gewachsen ist die Opposition Syriza mit Tsipras an der Spitze. Ich verstehe ihn so, dass er weniger die notwendigen Veränderungen will und mehr vom früheren Fehlverhalten. Dass Parteipolitiker in der Regel zufrieden sind, wenn ihre persönliche, kurzfristige Machtperspektive stimmt, weiß ich. Neue Hoffnung für Griechenland gewinne ich daraus nicht.

Empfehlen
Dr. Michael Menzel

"Proeuropäisch" muß in Anführungszeichen bleiiben,

da es alles und nichts besagt. Da gibt es die Seite, die mittlerweile schon selbst glaubt, sie handle im Sinne Europas und sich dabei nicht nur etwas in die Tasche lügt, sondern auch ihre wertschaffenden Bürger hinters Licht führt. Und die andere Seite versteht unter "proeuropäisch" eine Restauration und Wiedereinsetzung in den alten Stand der totalen Alimentierung.
Und ALLE wissen, das jeder jeden belügt und die hehren Ziele, von denen geschwafelt wird, auch bei allerbestem Willen der Schuldner unter keinen denkbaren Umständen auch nur andeutungsweise zu erreichen sind.
Mindestens ein Jahr dachte man, es gehe darum, daß alle Investoren ihre Engagements in GR mit geringstmöglichem Schaden zurückziehen können, aber nun hat man den fatalen Eindruck, daß die "Euro-Gruppe" nur einzig für sich selbst noch Zeit schinden will, um den Tag ihrer Rechtfertigung bis zu einem attentistisch herbeigesehnte Ereignis (was immer das sein könnte), das ihr unglaubliches Verschulden verdecken möge.

Empfehlen
Gerhard Storm

GR an Einbahnstraße gewöhnt

Seit Jahren empfängt GR Gelder zur Finanzierung seines Lebenswandels auf Pump von €-Gremien. Die unfähigen Geldgeber störte das nicht, war es ja nicht das eigene, sondern Geld von geduldigen Euro-Bürgern.

Bei den ersten Milliarden wußten die Euro-Granden nicht einmal, wohin das Geld für GR versickert ist, später gewöhnten sie sich daran, dass regelmäßig vor Zahlungsterminen GR vor der Pleite stand. Dann erfolgte zur vermeintlichen Eurorettung in höchster Eile neuerlicher Frischgeldversand nach GR.

Den unfähigen Euro-Granden ist es nicht gelungen, die vereinbarten Auflagen durchzusetzen. Ein Volk, das nicht weiß, wie hart D erfolgreich gearbeitet hat, bis es seine AAA-Bonitätsnote erhielt, kann mit Auflagen nämlich nichts anfangen.

Die lieben Griechen wollen als Menschen geschätzt werden, nicht als Auflagenmarionetten. Barsche Anweisungen treffen sie zutiefst. Demnächst steht die schreckliche Troika wieder ins Haus. Die spricht nur Tacheles. Das verstehen die Griechen nicht.

Empfehlen
Hans-Jörg Rechtsteiner

Made in Germany

Wenn wir Deutschen immer vehementer von den Hellenen fordern, sie sollten gefälligst ihr Schlaraffenland räumen, wir hätten keine Lust mehr, es ihnen zu finanzieren, so vergessen wir, fürchte ich, allzu gerne, daß das Modell Schlaraffenland den Made-in-Germany-Stempel trägt. Nicht erst seit der Wiedervereinigung ist es bei uns brüderlicher Brauch, daß man den wirtschaftlich darbenden Bundesländern mit enormen Transfers ihre Erfolglosigkeit honoriert. Mit wenigen Ausnahmen hat diese Form der Solidarität zur Perpetuierung der Misere geführt und verhindert, daß die Kostgänger auf die eigenen Beine kamen. Von den pleitebedrohten Schlaraffenländern des auf ewig unverbrüchlichen Euroverbundes ein anderes Verhalten als das im eigenen Hause übliche zu erwarten, ist pure Realitätsverweigerung und als solche schon wieder komisch.

Empfehlen
Carlos Anton

Pro-europäisch???

Pro-europäisch war bisher keine griechische Partei und diese Parteien werden auch weiter darauf bedacht sein, möglichst viel aus Europa herauszuquetschen.

Empfehlen
Weitersagen

Jahrgang 1955, verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

Jüngste Beiträge

Gestutzte Flügel

Von Günther Nonnenmacher

Bisher ist kein in der Sache triftiger Grund zu sehen, warum die Union de Maizière fallen lassen sollte. Angesichts eigener Mitwirkung am Drohnenprojekt kann ihm auch die SPD keinen Fallstrick drehen. Mehr 18 18