http://www.faz.net/-gpf-7j3v7

Koalitionsverhandlungen : Union und SPD für Recht auf befristete Teilzeitarbeit

  • Aktualisiert am

Verhandlungspartner: Manuela Schwesig (SPD) und Annette Widmann-Mauz (CDU) Bild: dpa

Union und SPD haben sich auf einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitarbeit geeinigt. So solle Altersarmut vorgebeugt werden. Vertreter der Wirtschaft warnen hingegen, dies führe zum Abbau von Arbeitsplätzen.

          Arbeitnehmer sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitbeschäftigung erhalten. Darauf einigten sich Fachpolitiker von Union und SPD in ihren Koalitionsgesprächen. Der Anspruch solle im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankert werden, erklärten die Verhandlungsführerinnen Annette Widmann-Mauz (CDU) und Manuela Schwesig (SPD) der Arbeitsgruppe für Familie, Frauen und Gleichstellung am frühen Dienstagmorgen.

          „Teilzeitbeschäftigte erfahren häufig Nachteile bei Bezahlung, Qualifizierung und beruflichem Aufstieg, was oftmals zu Altersarmut führt. Wir werden diese Diskriminierung bekämpfen.“

          Vertreter der Wirtschaft hatten sich über eine derartige Regelung skeptisch geäußert und beklagt, dass sie so zu einem Aufbau von Arbeitsplätzen gezwungen würden, die sie nicht benötigten. So hatte der für Arbeit zuständige Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, Heribert Jöris, der „Frankfurter Allgemeinen“ gesagt: „Die bereits bestehenden Regelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes sind ausreichend und zweckmäßig.“

          Union und SPD planen auch eine flexiblere Ausgestaltung der Elternzeit. Dazu sollen auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers 24 statt 12 Monate zwischen dem 3. und dem 14. Lebensjahr des Kindes (bisher 8. Lebensjahr) in Anspruch genommen werden können.

          Quelle: RTR

          Weitere Themen

          GroKo oder NoGroKo? Video-Seite öffnen

          SPD tief gespalten : GroKo oder NoGroKo?

          GroKo oder nicht? Die SPD hadert vor ihrem Sonderparteitag mit der Frage, ob sie in Koalitionsverhandlungen mit der Union treten soll. Parteichef Martin Schulz holt sich Verstärkung von den Gewerkschaften, die Jusos sind zuversichtlich, dass sich die Sozialdemokraten gegen ein Bündnis mit CDU und CSU aussprechen werden.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          TV-Moderatorin Maybrit Illner

          TV-Kritik: Maybrit Illner : Rette sich, wer kann!

          Die Groko-Debatte bei Maybrit Illner offenbart eine dramatische Lage: Die SPD-Führung wirkt kopflos. Den Jusos sind die Folgen ihres Neins egal. Ratschläge der Union tragen nicht dazu bei, die Lage zu stabilisieren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.