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Koalitionsverhandlungen : Union und SPD für Recht auf befristete Teilzeitarbeit

  • Aktualisiert am

Verhandlungspartner: Manuela Schwesig (SPD) und Annette Widmann-Mauz (CDU) Bild: dpa

Union und SPD haben sich auf einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitarbeit geeinigt. So solle Altersarmut vorgebeugt werden. Vertreter der Wirtschaft warnen hingegen, dies führe zum Abbau von Arbeitsplätzen.

          Arbeitnehmer sollen in Deutschland einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeitbeschäftigung erhalten. Darauf einigten sich Fachpolitiker von Union und SPD in ihren Koalitionsgesprächen. Der Anspruch solle im Teilzeit- und Befristungsgesetz verankert werden, erklärten die Verhandlungsführerinnen Annette Widmann-Mauz (CDU) und Manuela Schwesig (SPD) der Arbeitsgruppe für Familie, Frauen und Gleichstellung am frühen Dienstagmorgen.

          „Teilzeitbeschäftigte erfahren häufig Nachteile bei Bezahlung, Qualifizierung und beruflichem Aufstieg, was oftmals zu Altersarmut führt. Wir werden diese Diskriminierung bekämpfen.“

          Vertreter der Wirtschaft hatten sich über eine derartige Regelung skeptisch geäußert und beklagt, dass sie so zu einem Aufbau von Arbeitsplätzen gezwungen würden, die sie nicht benötigten. So hatte der für Arbeit zuständige Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland, Heribert Jöris, der „Frankfurter Allgemeinen“ gesagt: „Die bereits bestehenden Regelungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes sind ausreichend und zweckmäßig.“

          Union und SPD planen auch eine flexiblere Ausgestaltung der Elternzeit. Dazu sollen auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers 24 statt 12 Monate zwischen dem 3. und dem 14. Lebensjahr des Kindes (bisher 8. Lebensjahr) in Anspruch genommen werden können.

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