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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Koalitionsoptionen Nichts zu verschenken

 ·  Was Klaus Wowereit mit den Grünen machte, das macht Frau Merkel mit der FDP: Sie bekämpfen den je kleineren Partner - nicht zuletzt, weil sie selbst um den Status als Volkspartei kämpfen müssen.

Artikel Lesermeinungen (8)

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Hajo Hinrich
Hajo Hinrich (HHinrich) - 07.10.2011 19:13 Uhr

CDU alternativlos

Wenn keine Sonderfaktoren („Agenda 2010”) wirksam sind, dann ist im deutschen Bundestag eine linke Mehrheit der Normalfall. Daraus folgt nicht notwendig auch eine linke Regierung.

Für die SPD ist eine Juniorpartnerschaft wenig attraktiv. Dann doch lieber in der Opposition punktuelle projektbezogene Kooperationen, die dann eine CDU-Minderheitsregierung umsetzen darf. Groß ist der Handlungsspielraum eh nicht, und die Realpolitik ist unbestreitbar „alternativlos”.

Wenn die Grünen oder die Piraten zur rechten Seite des Parlaments überlaufen, dann werden sie von ihren eigenen Wählern an der Urne bestraft — höchstwahrscheinlich.

Ich prognostiziere nach 2013 eine CDU-Minderheitsregierung, die sich umständehalber allein darauf konzentriert, Deutschland gut zu verwalten — ist das zu wenig ?

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Hans Czinzoll
Hans Czinzoll (domit) - 07.10.2011 11:22 Uhr

Parasiten

Möglicherweise ist der SPD aufgefallen, dass sie den schmarotzenden Grünen nicht mehr allzu lange ein warmes Nährbett bieten sollte.

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Horst Schmidt

Das Scheitern hat einen Namen Volker Ratzmann!

Er wollte dem Klaus Wowereit zeigen wo der Hammer der Grünen und sein eigener hängt. Größenwahn pflastert seinen Weg. Doch wer Wowi kennt, hätte wissen es wissen müssen, er lässt sich nicht vorführen, so nicht! Und das ist gut so.

So und nun hängen wir die Grünen etwas tiefer. Leider droht mit den Piraten schon wieder eine weitere, neue Form der Infantilisierung der Politik.

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thomas schulz

Unlogisch

Die CDU hat im Durchschnitt nur jämmerliche 1-2% hinzugewonnen, obwohl die FDP in der Wählergunst über 10% einbüßte. Nur wenn man annimmt, daß die CDU ansonsten knapp über 20% liegen würde, geht die Rechnung auf. Objektiv betrachtet, sind CDU-Wähler wegen Merkel's "Modernisierungskurs", der den wirtschaftsfreundlichen und den wertekonservativen Parteiflügel eleminierte, in Scharen zur FDP übergelaufen und haben sich zu den schon reichlich vorhandenen Nichtwählern gesellt, als sie ihren Wunschkoalitionspartner wie einst die SPD durch demonstrative Geringschätzung demontierte. Unter diesen Umständen von einer Volkspartei zu sprechen, die um diesen Status kämpft, ist nur dann gerechtfertigt, wenn man Parteien nach ihren schwammigen, bewußt unverbindlich gehaltenen Programmen und nicht nach ihrer jeweiligen exakt messbaren gesellschaftlichen Relevanz definiert.

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Eberhard Stoeckel

eigene Mehrheit im Bundesrat

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Konstantin Schneider

Wegen 3,5 Kilometern Autobahn haben die GRÜNEN alles vergeigt

Der Kurs der SPD ist es wieder mehr für die Menschen herauszuholen. Arbeitsplätze durch Infrastrukturmaßnahmen, Mindestlöhne auch für Prekarier.

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Karl S. Walter

Eine fast klassische Erkenntnis.

Naja, um der Entscheidung Wowereits "bundespolitische Bedeutung" zu geben, hätte es der Einlassungen Gabriels nicht bedurft. M. E. hat der Wahlerfolg der Piratenpartei Wowereit (und nicht nur ihn) vermuten lassen, dass im Bröckeln der Grünen auch die Chance liegt, bisherige Grünen-Wähler auch für die SPD (zurück)zugewinnen.
.
N. b.: Mit Interesse stelle ich fest, dass Günter Bannas im Tenor seines Artikels das Zitat teilt: "Bei Koalitionen frisst der Große gewöhnlich den Kleineren." Und der zitierte Herbert Wehner fügte dereinst hinzu: "Guten Appetit."

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.10.2011 04:36 Uhr
Eberhard Stoeckel

Eigene Mehrheit im Bundesrat

Die Aufgabe der eigenen Mehrheit im BT spricht für staatspolitische Verantwortung der SPD. Die Union hat das seinerzeit nicht fertiggebracht.
Die SPD hat nicht nur die Chance, frühere Wähler von den Grünen zurückzuholen, sie muss auch bei der fdp und den Piraten die vernünftigen Jungen für sich gewinnen mit einer klaren Linie der "Sozialen Gerechtigkeit", die alle gesellschaftlichen Individualismen durch den demokratischen Staat einhegt: Staat ist hier nichts Verwerfliches.

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Jahrgang 1952, Leiter der politischen Redaktion in Berlin.

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