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Klimakonferenz Glashaus-Atmosphäre

18.07.2001 ·  Nicht der Treibhauseffekt an sich ist das Problem, sondern der Einfluss des Menschen auf das atmosphärische Gleichgewicht.

Von Cornelia Pretzer
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Ohne den Treibhauseffekt wäre es auf der Erde im Mittel rund minus 20 Grad Celsius kalt. Denn die Atmosphäre mit ihren verschiedenen Bestandteilen wirkt ähnlich wie die Glasscheiben eines Treibhauses und heizt die Erde auf eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius am Erdboden.

Sonnenstrahlen (vor allem sichtbares Licht und ultraviolette Strahlung) fallen auf die Erde, werden zum Teil vom Erdboden aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Die Wärme und das direkt reflektierte Licht würden ohne den Treibhauseffekt zurück in den Weltraum gestrahlt. Die Atmosphäre hält aber - in ähnlicher Weise wie die Glasscheiben - einen Teil dieser Strahlung auf und strahlt ihn ihrerseits zurück auf die Erde. Außerdem wandelt auch sie die einfallende Strahlung in Wärmestrahlung um.

Der menschgemachte Treibhauseffekt

Der Mensch verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt, indem er Gase in die Atmosphäre gelangen lässt, die den Glasscheibeneffekt verstärken. Die wichtigsten menschengemachten Gase sind Kohlendioxyd, Methan und Distickstoffoxyd. Die Atmosphäre wird undurchlässiger für Strahlung, es bleibt mehr Wärme auf der Erde. Das Ozonloch hat damit nichts zu tun. Denn dabei handelt es sich um das Phänomen, dass Flurkohlenwasserstoffe das Ozon, welches die ultraviolette Strahlung abhält, in der hohen Atmosphäre abbauen. Dieses Loch in der Ozonschicht lässt mehr Strahlung durch - in beide Richtungen.

Wie groß der Einfluss der menschengemachten Treibhausgase ist, ist umstritten. Genaue Prognosen fallen schwer. Viele Faktoren beeinflussen die Atmosphäre. Sonnenaktivität und Ozeane wechselwirken mit ihr. Viele Prozesse sind der Wissenschaft in ihrem vollen Umfang nicht bekannt. Zudem gibt es auch Prozesse, die das atmosphärische Gleichgewicht halten können. So trägt die Erwärmung beispielsweise dazu bei, dass mehr Wasser verdampft. Mehr Wolken entstehen und halten mehr Strahlung ab, kompensieren den Effekt also zum Teil. Klar ist jedoch, dass die Erdatmosphäre sich zur Zeit erwärmt. Und ein Grund dafür ist der höhere Anteil der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Warum wird es auf der Erde wärmer?

Weitere Gründe für die globale Erwärmung oder Klimaerwärmung könnten aber auch Schwankungen in der Stellung der Erdachse und damit verbundene Unterschiede der Sonneneinstrahlung sein. Änderungen im Klima wie der Wechsel zwischen Eiszeiten und Warmzeiten hat es immer gegeben. Der Rhythmus der natürlichen Klimaschwankungen in den letzten Jahrtausenden betrug etwa ein Grad Celsius pro Jahrtausend. Einige Wissenschaftler behaupten außerdem, dass eine Änderung der Sonnenaktivität mit Sonnenwind und kosmischer Strahlung eine Klimaverschiebung mit sich bringen könnten. Das Max-Planck-Institut für Meteorologie hat aber einen Einfluss der Sonnenwinde auf den Treibhauseffekt als unwahrscheinlich bezeichnet.

Allgemein halten Fachleute den Menschen für den Urheber des Temperaturanstiegs. Eine Tatsache, die dafür spricht, ist die Zunahme der Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxyd in der Erdatmosphäre. Bohrungen in Gletschern ergaben, dass der Kohlendioxydgehalt seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren relativ stabil war. In den vergangenen 200 Jahren, seit Beginn der Industrialisierung, ist der Kohlendioxydgehalt der Luft um rund 29 Prozent gewachsen.

Jede Erwärmungsprognose, die nur auf Kohlendioxyd beruht, kann nicht mehr als eine grobe Schätzung sein. Andere Gase tragen trotz viel geringerer Konzentrationen viel mehr zum Treibhauseffekt bei. Aber fast alle Prognosen gehen von einer Erwärmung allein wegen des gestiegenen Kohlendioxydgehalts in der Luft aus. Die Schätzungen variieren zwischen einem halben und fünf Grad Temperaturanstieg zwischen 2000 und 2010. Vorbote dieser Entwicklung könnte der Anstieg der weltweiten Durchschnitttemperatur zwischen 1860 und 1990 um etwa 0,7 Grad sein.

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