15.01.2001 · Dem heute 52-jährigen Klein wird vorgeworfen, als Mitglied eines Kommandos unter der Führung des Terroristen „Carlos“ 1975 in Wien die Konferenz der Opec überfallen zu haben. Dabei waren drei Menschen getötet worden.
Dem heute 52-jährigen Hans-Joachim Klein wird zur Last gelegt, als Mitglied eines Kommandos unter der Führung von Illich Ramirez Sanchez (genannt „Carlos“) am 21. Dezember 1975 in Wien die Konferenz der Opec überfallen zu haben.
Bei dem Überfall waren drei Menschen getötet worden. Das Terrorkommando nahm 70 Menschen als Geiseln. Klein war mit einem Bauchschuss schwer verletzt worden und musste sich einer Notoperation unterziehen. Nach zwei Tagen hatte die österreichische Regierung die Terroristen mit 35 Geiseln nach Algerien ausfliegen lassen.
Mord, versuchter Mord, Geiselnahme
Das Frankfurter Landgericht versucht zu klären, welchen Anteil Klein an der Tat hat. Die Staatsanwaltschaft hält ihn des dreifachen gemeinschaftlich begangenen Mordes, des dreifachen versuchten Mordes und der besonders schweren Geiselnahme für schuldig. Klein bestreitet, geschossen zu haben. Seinem Mitangeklagten Rudolf Schindler wirft sie Beihilfe vor.
Klein tauchte erst in Italien, dann in Frankreich unter. Dort lebte er unter falschem Namen zwei Jahrzehnte unbehelligt. Zielfahnder nahmen ihn 1998 in der Normandie fest. Angeblich wollte er sich ohnehin den Behörden stellen. 1977 hatte er sich vom Terrorismus losgesagt.