13.02.2009 · Das gilt auch für die Kommunikationsfreiheit. Die Nachfrage nach Kinderpornographie ist leider groß, der Zugang im Netz leicht. Wer die Blockade von Seiten für zu weitgehend hält, muss mildere Maßnahmen vorschlagen - die müssen aber genauso wirkungsvoll sein.
Von Reinhard MüllerFreiheit hat Grenzen. Das gilt auch für die Kommunikationsfreiheit. Zwar ist die Vorstellung sympathisch, in einem weltweiten Plauderraum seien Verbote unnötig und lasse sich alles durch freiwillige Selbstkontrollen regeln.
Der große Markt der Meinungen und des Geplappers wird tatsächlich nicht dadurch eingeschränkt, dass die Staaten hart gegen die Verbreitung von Kinderpornographie vorgehen. Notfalls müssen wegen des Missbrauchs auch Seiten gesperrt werden - das ist auf gesetzlicher Grundlage möglich.
Es mag Übertreibungen geben, was die Bedeutung des Internets - nicht nur für diese Straftat - angeht. Fest aber steht, dass die Betrachtung von Kinderpornographie weit verbreitet ist - auch in sogenannten besseren Kreisen. Das zeigen nicht nur Versuche der Polizei, die mit der Verfolgung kaum hinterherkommt. Die Nachfrage ist groß, der Zugang im Netz leicht.
Wer die Blockade von Seiten, die in anderen Ländern offenbar schon erfolgreich praktiziert wird, für zu weitgehend hält, muss mildere Maßnahmen vorschlagen - die müssen aber genauso wirkungsvoll sein.
effektive eingrenzung der kinderpornographie
Marianne Koller (MariaKoller)
- 13.02.2009, 16:15 Uhr
Fachkenntnis?
Jens Uhlenbrock (jens_uhlenbrock)
- 13.02.2009, 16:37 Uhr
Blockade von Seiten ist blinder Aktionismus
fritz Teich (fazfazfaz123)
- 13.02.2009, 17:12 Uhr
Es werden nicht die Seiten blockiert, sondern nur die Zugangsinformationen
Stephan Feinen (stephanf3)
- 13.02.2009, 17:18 Uhr
Immer nur Gesetze - wer soll sich denn daran noch halten (können)?
Karl-Heinz Andresen (khaproperty)
- 13.02.2009, 17:31 Uhr
Reinhard Müller Jahrgang 1968, Redakteur in der Politik, zuständig für „Staat und Recht“.
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