Home
http://www.faz.net/-gpf-ojq3
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kerbela Deutscher Ingenieur im Irak getötet

 ·  Im Irak sind in der Nähe von Kerbela ein deutscher und ein niederländischer Ingenieur getötet worden. Auch zwei Iraker, ein Fahrer und ein Polizist kamen bei dem Angriff ums Leben.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Im Irak sind in der Nähe von Kerbela ein deutscher und ein niederländischer Ingenieur getötet worden. Auch zwei Iraker, ein Fahrer und ein Polizist, sind bei dem Angriff ums Leben gekommen. Das bestätigte ein amerikanischer Militärsprecher.

Nach Angaben der irakischen Polizei schossen die Täter mit automatischen Waffen auf das Fahrzeug der Ingenieure, die für eine deutsche Firma an einer Kläranlage in der Nähe der Stadt Kerbela Arbeiten durchführten. Es war das erste Mal seit dem Krieg, daß ein Deutscher im Irak getötet wurde. Der Angriff wurde nach Angaben der irakischen Polizei in der nördlich von Kerbela gelegenen Ortschaft Musajjb verübt.

Mitarbeiter einer Bremer Firma

Die beiden Ingenieure waren bei einer Bremer Pumpenfirma beschäftigt. Das hat ein Sprecher von Innensenator Thomas Röwekamp (CDU) am Dienstag bestätigt. Nach den Ermittlungen der Polizei wohnten sie allerdings definitiv nicht in Bremen.

Im Irak halten sich nach Angaben des Auswärtigen Amts rund 50 Deutsche auf. Der überwiegende Teil von ihnen lebt seit langem in dem Land, so zum Beispiel in deutsch-irakischen Mischehen. Außerdem sind im Irak auch deutsche Geschäftsleute, Journalisten und einige wenige Mitarbeiter nicht staatlicher Hilfsorganisationen tätig.

Amerikanische Zivilisten getötet

Am Montag hatten Unbekannte nahe der nordirakischen Stadt Mossul vier amerikanische Zivilisten getötet, die für eine christliche Hilfsorganisation arbeiteten. Das bestätigte ein Militärsprecher am Dienstag in Bagdad. Die Gruppe war am Montag nachmittag ohne Militärbegleitung unterwegs gewesen, als die Angreifer östlich der Stadt aus automatischen Waffen das Feuer auf ihren Wagen eröffneten.

Drei der insgesamt fünf amerikanischen Männer und Frauen waren sofort tot, ein weiterer erlag später in einem amerikanischen Militärhospital seinen Verletzungen. Kurz darauf wurde in Mossul nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders Al Arabija eine irakische Übersetzerin erschossen, die für die amerikanische Armee arbeitete.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Die große Unruhe

Von Klaus-Dieter Frankenberger

In vielen Ländern Europas ist das Tal der Tränen noch nicht durchschritten. Es wird unruhig bleiben, solange die Lasten der Anpassung nicht bewältigt sind. Mehr 37 6