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Katholische Kirche Zollitsch: Zölibat „nicht theologisch notwendig“

16.02.2008 ·  Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat sich abermals „gegen Denkverbote“ beim Thema Zölibat ausgesprochen. Für einen Abschied von der Ehelosigkeit wäre ein Konzil nötig, da das „eine Revolution wäre, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge“, sagte er.

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Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat sich abermals „gegen Denkverbote“ beim Thema Zölibat ausgesprochen. Die Verbindung zwischen Priestertum und Ehelosigkeit sei „nicht theologisch notwendig“, sagte der Freiburger Erzbischof dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Ein Abschied vom Zölibat „wäre eine Revolution, bei der ein Teil der Kirche nicht mitginge“, sagte der 69-Jährige. Nötig wäre dafür ein Konzil, weil in das innere Leben der gesamten Kirche eingegriffen werden würde. Als Nachfolger von Kardinal Karl Lehmann tritt Zollitsch an diesem Montag offiziell sein Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz an.

Geringere Nähe zwischen katholischer Kirche und CDU

Zollitsch ging auch auf Distanz zu Äußerungen anderer Bischöfe zum Thema Kinderkrippe. „Begriffe wie „Gebärmaschinen“ oder „Herdprämie“ gehören nicht zu meinem Wortschatz und machen jede Diskussion im Ansatz kaputt. Wir brauchen Kinderkrippen, weil viele Eltern sie einfach benötigen“, sagte er.

Kritisch äußerte sich Zollitsch zur Entwicklung der CDU, obwohl von dieser Partei „viele christliche Werte in unserem Sinne aufgegriffen werden“. Doch die CDU habe sich stärker neoliberalen Thesen angenähert und stehe dabei in der Gefahr, die soziale Marktwirtschaft oder das Soziale nicht mehr genügend im Blick zu haben. Die Nähe zwischen katholischer Kirche und CDU sei deshalb geringer geworden. Andererseits griffen andere Parteien wie SPD und Grüne „Dinge, die uns wichtig sind, stärker auf als früher“.

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Von Günther Nonnenmacher

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