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Katholische Kirche Pius-Bruderschaft bekräftigt ihre Kritik am Konzil

10.02.2009 ·  „Es gibt einen gefährlichen Geist, der das ganze Konzil durchzieht, und in diesem Sinne lehnen wir es ab“, sagte der Generalobere der Pius-Bruderschaft, Fellay. Der Mainzer Bischof Lehmann kritisiert indes das Vorgehen des Vatikans im Fall des Holocaust-Leugners Williamson.

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Der Generalobere der Pius-Bruderschaft, Fellay, hat Vorbehalte seiner Gemeinschaft gegenüber dem II. Vatikanischen Konzil bekräftigt. „Es gibt einen gefährlichen Geist, der das ganze Konzil durchzieht, und in diesem Sinne lehnen wir es ab“, sagte Fellay der französischen Zeitschrift „Famille chretienne“.

Zwar lehne die Pius-Bruderschaft die Dokumente des Konzils nicht vollständig ab, es gebe allerdings Punkte, die Papst Benedikt XVI. als Ausdruck der Tradition der Kirche bezeichne, obwohl sie es aus der Sicht der Pius-Bruderschaft nicht seien. Fellay warf der römisch-katholischen Kirche vor, sie verzichte durch eine Betonung der Ökumene auf die Bekehrung Andersgläubiger.

Lehmann kritisiert das Vorgehen des Vatikans

Der Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, sagte über die jüngsten Einlassungen des Lefebvre-Bischofs Williamson, er sei „entsetzt, dass er heute sagt, er muss jetzt erst studieren, und das wird Zeit brauchen“. Lehmann sagte weiter, wenn Williamson nicht klipp und klar die Leugnung des Holocaust zurücknehme, „tritt die Exkommunikation wieder in Kraft. Das ist kirchenrechtlich möglich.“

Lehmann verteidigte den Papst gegen jeden Verdacht des Antisemitismus. Er könne allerdings nicht verstehen, „dass man nicht messerscharf die Bedingungen formuliert und auch veröffentlicht hat, unter denen dann eine Aufhebung der Exkommunikation stattfinden kann“, sagte Lehmann in der ARD und kritisierte das Vorgehen des Vatikans: „Dass in der inneren und äußeren Kommunikation des Vatikans etwas grundlegend verbessert werden muss, das pfeifen doch die Spatzen von den Dächern.“

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