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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Katholische Kirche Jauchzet, frohlocket

 ·  Weihnachten gilt als Signal für den Aufbruch - auch für die katholische Kirche in Deutschland, die sich 2012 auf einem Katholikentag neu erfinden will. Aber wie?

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Johannes Wahl

Zuhören wäre ein Maßnahme

Der Untertitel ist falsch. Die katholische Kirche will und wird sich nicht neuerfinden. Und sie wird auch nicht die Tradition über Bord werfen. Und der Katholikentag ist etwas regional, für die Kirche in Deutschland, nicht die Weltkirche. Und die wächst übrigens weiter stark.

Worum geht es? Es geht um die Glaubenskirche. Denn keine Änderungen von Strukturen zeigt Wirkung, wenn Glauben ein Formalismus ist. Papst Benedikt hat daher auch von einer Glaubenskrise gesprochen. Das ist der Kern. Alle anderen Maßnahmen bekämpfen Auswirkungen, nicht Ursachen. Daher ist so etwas wie Nightfever eine schöne Sache Glauben (und nicht Kirche!) näher zu bringen.

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günther reichert

Der Papst hat gesprochen.....

Die katholische Kirche sollte die Abteilung" Glauben" und die Abteilung" Tradition" getrennt von einander führen.Die Vermischung der beiden Abteilungen und die gegenseitigen Abhängigkeiten fahren letztlich die Abteilung Glauben an die Wand.Es ist wie bei einer Bank,die Investmentbanking und normales Kundengeschäft vermischt,mit dem Ziel möglichst sehr hohe Gewinne einzufahren,wobei das normale Kundengeschäft zur Risikoreduzierung beiträgt.Das kann nicht gutgehen.Und deshalb sitzt die katholische Kirche samt Papst in ihrem eigenen Gefängnis.Die "Legitimität" aus Verfahren,hier der Tradition,macht letztlich die Abteilung Glauben kaputt. Irgendwann wird die katholische Kirche das Endstadium eines Traditionsvereins sein.Und dann dürfte der Glauben,so wie sich die katholische Kirche sich das vorstellt (wie bei den Banken) dahin sein.Und dann könnte ein neuer Anfang gemacht werden können.Irgendwann kommt ein historischer Zeitpunkt,wo das passieren wird.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 25.12.2011 17:54 Uhr

Das wird nichts!

So lange sich die katholische Kirche nicht ihrer arg verstaubten Dogmatik entledigt, das Zölibat oder das Verbot einer gemeinsamen Abendmalsfeier mit den Protestanten nicht über Bord wirft und nicht bereit ist, in ihren eigenen Reihen rückhaltlos aufzuräumen und Schadenersatz zu leisten, wird sie zu dem werden, wie ihre Vertreter andere christliche Gemeinschaften, wie etwa die Protestanten, gerne bezeichnen: Zu einer Sekte!

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Norbert  Bauer

Dialogkirche

Ich verstehe nicht so genau warum der Dialog so im kirchlichen Kontext diskreditiert ist. Seit dem überlieferten Beginn der Kirche wird in ihr diskutiert und alle dogmatischen Wahrheiten sind Produkte von Diskursen und Abstimmungen. An diesen haben zwar nur ein Teil der Kirche teilnehmen können (geweihte Männer) aber immerhin gibt es mit den Konzilien eine lange Diskurstradition in der Kirche.
Zu youcat: wenn ein Buch kostenlos ist, kann es leicht ein Welterfolg werden. Die Jugendlichen, die aus unseren Gemeinde in Madrid begeistert beim WJT waren, hat keiner diesen Katechismus gelesen. Und "unser" Buchhändler hat nur eins verkauft.
zu nightfever: dieser katholische Versuch, die Taizéliturgie für sich zu reklamieren und mit katholischen Essentials zu versehen (Anbeteung, Katchese, Beichte) hat eine extrem hohe mediale Aufmerksamkeit. Aber zu jedem Taizégebet in unserer Kirche kommen mehr Menschen als zum Nightfever im Dom.

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Karl Meier
Karl Meier (KarlMeier) - 25.12.2011 13:36 Uhr

Wie kann es...

was die ewigen und letzten Fragen angeht, überhaupt so etwas wie einen Aufbruch, einen Umbruch oder sonstigen Bruch geben?

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Horst Huber
Horst Huber (Carillus) - 25.12.2011 13:18 Uhr

Papstrede bei Weihnachtmesse - Musterbeispiel an Doppelmoral

Papst Benedikts Aufforderung zu Demut und Bescheidenheit ist für mich ein Musterbeispiel an Doppelzüngigkeit und scheinheiliger Doppelmoral. Inmitten des Petersdomes umgeben von Pracht und Prunk der seines Gleichen sucht, scheint ein Aufruf zu Zurückhaltung und Entkommerzialisierung eine Verhöhnung aller Gläubigen. Umgeben und geblendet vom Gold des Petersdomes, scheint Benedikt wohl zu verkennen, dass für viele Menschen eine Fixierung auf das Materielle eine existenzielle Bedeutung hat.

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Stefan Neudorfer
Stefan Neudorfer (sttn) - 25.12.2011 12:27 Uhr

Aufbruch?

Den Aufbruch in der katholischen Kirche gibt es schon, in den neuen Gemeinschaften die in ihrer Bedeutung an vielen Orten die Pfarreien übertreffen. Kennzeichen dieser Gemeinschaften ist die Nähe zum Glauben und das man dort weitestgehend ohne Kirchensteuer auskommen scheint ihnen gut zu bekommen. Denn während der ZDK und diverse katholische Verbände von Sinn- und Bedeutungslosigkeit erfüllt sind und entsprechend wenig Zuspruch bei den Katholiken haben, sind die neuen Gemeinschaften sehr lebendig und auch für junge Menschen interessant. Die Pfarreien sind deshalb kein Auslaufmodell. Dort wo man sich dem Glauben hinwendet sind auch die Pfarreien erfolgreich und lebendig.
Noch was zur Mitgliederentwicklung: Man redet vom Mitgliederschwund und meint das sei ein negatives Zeichen. Dabei wird übersehen das in allen Kirchen, Vereinen und ähnlichen Gruppierungenein viel größerer Mitgliederschwund ist als in der Katholischen Kirche - das ist ein gesellschaftliches Problem, kein katholisches.

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Jahrgang 1960, in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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