05.09.2012 · Kath.net, kreuz.net und gloria.tv haben sehr klare Vorstellungen davon, was katholisch ist. Inhalt und Methoden der Portale unterscheiden sich.
Von Ursula Scheer, Linz/BerlinRichtlinien für Lesermeinungen
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... und die Lesermeinungen auswerten kann ich zu kreuz.net nur wiederholen, was ich schon einmal schrieb - was aber an der Freigabe scheiterte, nämlich, dass mich die überdrehte Darstellung sehr an ein Rasse-Kanickelzüchtersubforum für Wuppeltal-Süd erinnert, in dem man mit Inbrunst den Verein von Wuppertal-Nord und dessen Zuchterfolge belauert. Das schließt partiellen Humor und richtige Einsichten nicht einmal aus. Auch Zeloten können schliesslich Freude haben ... Insgesamt möchte man in deren Himmel aber nicht einmal mit Freikarte...
Kath.net ist ein Meinungsportal?
Wow, bisher waren mir derartige Seiten unbekannt. Kunststück als
Atheist ist das im Normalfall für mich auch nicht von Interesse.
Durch den Artikel jedoch neugierig gemacht habe ich mir einmal die Seite
kath.net näher angeschaut. Leider!
Soviel Arroganz, Dummheit, Hetzerei und Einfältigkeit ist mir
selten begegnet. Protestanten werden zu Protestunten, Ökumene ist
augenscheinlich des Teufels und die Statements zu Homosexuellen.....
Wie diese Aussagen, wie diese Plattform sich mit dem Gebot "Liebe
deinen nächsten, wie dich selbst" vereinen lassen ist mir ein Rätsel!
Das einzige wofür diese Seite taugt ist als Werbung für den
Atheismus, denn kein vernunftbegabter Mensch möchte einer
Gemeinschaft angehören die derartiges produziert.
Auch Nächstenliebe grenzt nicht aus
Da sind sie wieder unsere Katholiken, wenn sie nicht mehr weiter wissen
bringen sie die Sünde ins Spiel.
Seltsam nur das Ihr Heiland Christus einen ausgesprochen Faibel für
Sünder, für Kranke, für Ausgegerenzte hatte, denn dies
sind die Begründer des Christentums. Alle die die das Judentum
nicht wollte und die auch in keiner anderen Religion ihre Zuflucht fanden.
Insofern hätte und hat Jesus wohl auch die Homosexuellen willkommen
geheißen. Der Unterschied besteht einfach darin, dass ihr
Religionsstifter keine Angst hatte während sie sich vor allem
fürchten was nicht IHRER Norm entspricht.
Die Frage ist nur wenn Gott alle Wesen geschaffen hat und im Tierreich
Homosexualität normal ist, warum sollte es bei den Menschen
verwerflich sein?
Wenn sie schon um Sünde besorgt sind Herr Vormbaum sollte sie sich
vielleicht einmal den Hochmut etwas genauer anschauen, der sie
offensichtlich besonders auszeichnet.
"Wer von Euch ohne Sünde..."
Lieber Herr Vormbaum...
auch beim Mord liegt die Messlatte im Subjektiven, natürlich.
Hätten Sie den Mord an Hitler, Stalin oder Mao als sündig
empfunden? Wäre es dennoch rechtens gewesen?
Ich bin auch nicht ganz sicher, ob ich Ihre Aussagen derartig stark
verdreht habe... denn Sie implizieren nicht nur, dass bestimmte
Lebensformen "nicht gottgefällig", demnach also
sündig sind, sondern bewerten es auch noch als
"böse" und "falsch". Wieso sind Sie der
Meinung, gälte es bei Homosexuellen z.B. etwas zu verzeihen? Da
würde mich eine Aufklärung interessieren.
Warum sollte es im Glauben darüber hinaus um die Abgrenzung von
"Gut" und "Böse" gehen? Woran miss sich das
eine, woran das andere?
Was meinen "Angriff" auf den Glauben angeht, so betrachte ich
diesen zwar als lächerlich, spreche Ihnen aber nicht das Recht auf
Glauben ab, sofern Sie dadurch andere nicht einschränken.
Darüber hinaus bin ich doch so großzügig, Ihren Glauben
und seine Institutionen mit meinen Steuergeldern zu finanzieren.
Herr Voigtmann,
Sie beherrschen die Stilmittel der Inquisition besser als ich, z.B.
indem Sie meine Aussagen verdrehen. Es geht bei Fragen der Sünde
nicht um Existenzberechtigung, sondern darum, woran ich mein Leben
moralisch ausrichte. Wer in der Sünde lebt, verliert nicht sein
Existenzrecht, gerade das Christentum will ja die Gnade, das Verzeihen.
Wie sieht es denn mit Ihrem "persönlichen Geschmack" bei
einem Verbrechen wie Mord aus? Liegt da die Messlatte des moralischen
Empfindens ebenfalls im bloß Subjektiven?
Statt guten Willen in die Diskussion einzubringen, polemisieren Sie und
dabei auch noch so plump, dass einem die Haare zu Berge stehen.
Wie werten Sie denn z.B. ihren eigenen Angriff auf den Glauben. Dabei
handelt es sich doch auch nur um ihr rein "persönliches
Empfinden", dass sie dann aber als Berechtigung ansehen, ein
apodiktisches Urteil über Glauben zu fällen, wobei sie auch
noch die freie Entfaltung und Selbstbestimmung desselben fröhlich
eingeschränkt sehen wollen.
Guten Abend!
Muss eine Lebensform gottgefällig sein, um eine Existenzberechtigung zu besitzen?
Sie, lieber Herr Vormbaum, bewegen sich hier auf einem sehr
gefährlichen Pfad, der schnell wieder in Richtung Inquisition
führt.
Darüber hinaus postulieren Sie scheinbar eine allgemeingültige
Art von Sünde... die gibt es aber nicht. Was Sie für
"sündig" halten, mag den nächsten schon gar nicht
mehr aus der Ruhe bringen.
Den persönlichen Geschmack über den anderer zu Stellen und auf
dieser Grundlage Gesetze und Regeln zu erlassen, ist ein Primat der
Religionen und zeigt mal wieder, wie perfide es ist, wenn man den
gesunden Menschenverstand zugunsten überholter Moralvorstellungen
an der Kirchenpforte abgibt.
Traurig genug, dass es auch in der "aufgeklärten"
westlichen Welt noch genügend Länder gibt, in denen der
Geschmack einzelner über das Recht auf freie Entfaltung und
Selbstbestimmung anderer gestellt wird.
Herr Krüger
Nächstenliebe bedeutet doch nicht, alle menschlichen Lebensformen als a priori gottgefällig anzusehen. Dann gäbe es keine Sünde. Das es Sündhaftigkeit gibt, gehört zum Urgrund christlichen Glaubens und begründet sich insbesondere in der Bergpredigt, in der die Versuchung des Menschen eine zentrale Rolle spielt. Sie hingegen wollen den Aspekt des Bösen und Falschen aus der Lebenswirklichkeit ausblenden, was aber allein schon aus der empirischen Erfahrung heraus unmöglich ist. Im Glauben geht es ja gerade um die Abgrenzung von Gut und Böse. Wahrheit hat also im christlichen Glaubensverständnis immer eine moralische Bedeutung, sie ist niemals "neutral" oder anders ausgedrückt, niemals rein abstrakt.
Lieb deinen Nächsten läßt keine Ausgrenzung zu
Es ist schon seltsam wie selektiv die Wahrnehmung von sog.
Gläubigen sein kann.
Da berufen sie sich auf Jesus Christus eine Person die lt. Bibel niemand
Ausgrenzte und finden doch Argumente, um Ihren Vorurteilen genüge
zu tun.
Lieber Herr Krüger...
bei Lektüre einiger der Kommentare hier auf dem Board werden Sie
feststellen, dass es genug Menschen gibt, die mit dieser Art von
"Meinungsäußerung" konform gehen, sondern die auch
die Wurzel dieser Denke gutheißen und bereit sind, die
naturgegebene Vernunft dafür fahren zu lassen.
Traurig aber wahr.
Ihrer Einschätzung von Kath.net folge ich 100%ig.
Wo der voreingenommene Blick urteilt, dient er immer der Bestätigung des Vorurteils
Ein kaum zu findender, einmaliger Schreibfehler (Protestunten) wird zu einer Geste der Herabsetzung hochstilisiert und das Vertreten grundlegender christlicher Dogmen als "Arroganz, Dummheit, Hetzerei und Einfältigkeit" abqualifiziert. Das Festhalten an katholischen Glaubensinhalten auch im ökumenischen Dialog interpretiert der Atheist, dem man ein derartiges Interesse an Problemen der Ökumene gar nicht zugetraut hätte, unversehens als Teufelswerk. Der Mainstream fordert natürlich auch sein Recht, kann er es doch nicht ertragen, dass auf Kath.net nicht für die Ehe von Homosexuellen gestritten wird. Wer die Toleranzvorstellungen des säkularen Zeitgeistes nicht teilt, dem spricht man schon die Fähigkeit zur Nächstenliebe ab. Vernunft hat in diesem Weltbild ohnehin nur der, der die "richtige" Weltanschauung vertritt.
Vulgäratheismus - @ BASTIAN VOIGTMANN (BVOIGTM):
Sie schreiben: "Glauben ist halt nicht Wissen... ich versuche
lieber, mich an letzteres zu halten."
Dann halten Sie sich besser auch gleich an Sokrates: >Als Wissender
weiß ich, dass ich Nix weiß
Eben, Herr Matig, was - wissen, meinen oder glauben Sie - war denn vor dem Urknall?
Natürlich war das eine Falsifikation durch meinen Sohn, denn woher
soll denn die Energie und Masse für den Urknall gekommen sein?
Natürlich ist das kein "Gottesbeweis" - aber darum geht's
auch nicht und den braucht's auch nicht.
Wahrscheinlich können wir Menschen im wissenschaftlichen Sinne
nicht verstehen, was es zu wissen gilt. Aber ist es dann nicht auf Dauer
mindestens trist, sich als Wissender zu verstehen?
@ Hans-Peter Fischer
Ihr Sohn hat the Urknalltheorie nicht falsifiziert. Sie sagt
nämlich gar nichts über ihr "zuvor" aus. Sie sagt
nicht einmal was über den Zeitpunkt Null aus. Sie erklärt aber
viele Dinge des beobachtbaren Universums wie die Rotverschiebung oder
die Hintergrundstrahlung. Wenn sich ihr Sohn dazu alternative, bessere
Erklärungsmodelle einfallen läßt, Respekt. Der
Nobelpreis ist ihm sicher.
Es kommt ja auch niemand auf die Idee zu behaupten, die Gottesidee sei
dadurch widerlegt, weil die Frage "wer schuf den
Schöpfer?" nicht beantwortbar ist.
Herrje...
wo hier schon wieder der Glaube drin steckt.
Das geniale an der Wissenschaft ist doch, dass Experimente so gestaltet
sind, dass jeder die Ergebnisse bei gleicher Versuchsanordnung
nachprüfen kann. Da muss man kein Vertrauen in die Reputation des
Urhebers haben. Wenn man die Ergebnisse anzweifelt, kann man sie selbst
nachprüfen und gut ist.
Schlüssige Erklärungsmodelle auf Basis nachvollziehbarer
Beobachtungen aus nachvollziehbaren Versuchsanordnungen sind zumindest
dem blinden Glauben vorzuziehen, auch wenn dies natürlich ein wenig
eigenes Denken und unter Umständen den Verlust des Trost spendenden
Gottvaters mit einschließt.
Der Mensch hat Angst davor frei zu sein und Angst vor der Erkenntnis.
Der Gläubige nennt dies dann Demut vor Gott.
Betrachtet man sich sämtliche Religionen dieser Welt, so kann man
alle auf den gemeinsamen Punkt herunterbrechen, dass die Leute Angst
haben vor dem "danach".
Ich sage nur: Habt keine Furcht, der Tod stört nur die Lebenden.
Astrophys. Theorien erscheinen plausibel, aber Widerlegung (euphemistisch: Weiterentwicklung) ...
... wird erwartet. Diese Formulierung legt nahe anzunehmen, Sie blicken's nicht selbst, sondern vollziehen nach. Und vertrauen auf die wissenschaftliche Reputation des Urhebers. Gehören vllt. sogar selbst seiner Schule an und verteidigen den verehrten Meister, was wenigstens idealistisch wäre, oder rechnen auf eigene Karrierevorteile (vgl. T. Kuhn). Naturwiss. Erkenntnisfortschritt/-fortschreibung in der Praxis erinnert doch frappierend an die Frühphase einer Religionsgründung. Gegenmeinungen werden mit durchaus rabiaten Methoden bekämpft (Ignoranz, Spott, Verunglimpfung, Mittelabzug,...) Was das überlegene Prinzip der Falsifizierbarkeit angeht: Der postulierte Nachweis des (an anderer Stelle erwähnten) Higgs-Teilchens wurde ja geradezu als Verifikation der Standardtheorie gepriesen. Der gemeine Eckensteher (und Steuerzahler, also Forschungsermöglicher) freilich bemerkt den feinen Unterschied nicht. Genauso wie er gern glaubt, daß der 2. Hauptsatz im kosmol. + nukl. Maßstab nicht gilt.
@Bastian Voigtmann - Wissen und (nicht oder) Glaube
Sie unterliegen da einem fundamentalen Irrtum, wenn Sie annehmen, als Glaubender maße man sich an, Gott erklären zu können. Dies würde bedeuten, dass man sich mindestens Gott ebenbürtig stellt, wenn nicht gar über ihm stehend, was natürlich eine völlig absurde Vorstellung ist, da man sich so selbst zu Gott machte. Gott wird im Glauben "geschaut", nicht aus irgendwelchen logischen Schlüssen deduziert, also konstruiert. Diese Gottesschau setzt die Bereitschaft voraus, seinem spirituellen Empfinden Raum zu geben und hinter den Erscheinungen, die wir mit den Sinnen wahrnehmen, noch etwas zu erahnen, was unser verengtes Vorstellungsvermögen überschreitet. Gott zeigt sich uns, nicht wir zwingen Gott, sich uns zu zeigen. Er macht sich uns in unseren Denk- und Erkenntnismöglichkeiten "anschaubar", das nennt man Gnade. Wo die innere Bereitschaft zu dieser Anschauung fehlt, kann es keinen Glauben geben, da richten sich höchsten leere Götzenbilder auf, die in der Tat nichts bedeuten.
Ich "glaube" nicht an den Urknall...
sondern aktuellen Erklärungsversuche der Astrophysik erscheinen mir
als plausible Erklärung. Ihre Frage könnte man prinzipiell
auch umdrehen und fragen: "Wer schuf den Schöpfer?"
Von dieser simplen Spitzfindigkeit ab, kann man argumentieren, dass es
Theorien über den Ursprung des Universums gibt und lediglich die
"Gläubigen" meinen, zu WISSEN, wie das Universum entstand
- nämlich durch Gott. Diese Erklärung ist unlängst
komplizierter und unschlüssiger als die bestehenden
wissenschaftlichen Theorien.
Die experimentelle (in Zusammenarbeit mit der angewandten) Physik wird
sich innerhalb der nächsten Jahrzehnte sicher weiter einer
entsprechenden Lösung annähern. Bis dahin sei lediglich
gesagt, dass "Zeit" und "Kausalität" vor
Entstehung des Universums nicht wirklich eine Rolle gespielt haben
müssen. Es mag für den menschlichen Verstand schwer zu
akzeptieren sein, aber es gab u.U. kein "vorher", denn
"vorher" impliziert eine zeitliche Einordnung, die ohne Zeit
nicht möglich ist.
Warum, Herr Voigtmann, soll "gültig" sein, was widerlegbar ist und weshalb halten Sie das
für einen Ausdruck des "Wissens"? Das ist nicht logisch.
Was unterscheidet das vom Glauben? Was wissen Sie, wenn das, was Sie
wissen, widerlegbar ist, Sie vielleicht sogar dessen Widerlegung
erwarten dürfen oder unterstellen? Dann haben Sie weder etwas
gewusst (Aristoteles), noch etwas geglaubt.
Ein Beispiel:
"Glauben" Sie an den Urknall, oder "Wissen" Sie ihn?
Als mein ältester Sohn 6 Jahre alt war, fragte er mich: "Papa,
was war, als nichts war?" Mit dieser Erkenntnis hat er dann in
unserem anschließenden Gespräch über Gott und den
Urknall die Urknallidee falsifiziert. Dann habe ich ihm gesagt, manche
Wissenschaftler nähmen an, dass die Materie für den Urknall
aus einem zuvor implodierten Weltall komme. Mein Sohn antwortete:
"Aber woher kam dann das ältere Weltall. Irgendwann war mal nichts."
Also, Sie "Wissender", woher kommt das Weltall?
Halten Sie sich im Gegenzug lieber an den Glauben?
Heißt dies, Sie glauben, dass Sie nix wissen?
Wissen im wissenschaftlichen Sinne schlägt sich in der Form von
bestätigten Theorien wieder, die solange gültig sind, bis sie
widerlegt wurden.
Glaube kann ohne diese Art von Falsifizierbarkeit auskommen. Das ist mir
- als denkendes Wesen - etwas zu wenig.
Was dies nun mit Vulgäratheismus zu tun hat, mag sich mir nicht so
recht erschließen. Die aufgestellte Gleichung ist vollkommen
korrekt und wenn Sie sich hierdurch angegriffen fühlen, weil Sie
sich in Ihrem Glauben verletzt sehen, ist das in erster Linie ein
Empfänger- und kein Senderproblem.
Als "vulgär" - und nicht zuletzt menschenverachtend -
empfinde ich persönlich vielmehr einige der Kommentare, die ich
nach kurzer Verweildauer auf Kath.net gelesen habe.
Diese Art der Herabsetzung anderer findet sich interessanterweise
vermehrt auf Seiten Gläubiger und weniger auf Seiten
"Wissender" (um nicht zu sagen nach Wissen Forschender).
Mal drüber nachdenken...
Kath.Net ist sehr israelfreundlich, ein großer Diener Israels.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 21:37 UhrHerr Stratmann, Sie haben völlig Recht!
Ich habe meine Meinung geändert.
solche Unterstützer
schaden Israel nur leider eher, als dass sie ihm dienlich sind.
Gerade die FAZ ist doch diejenige überregionale Zeitung, die von denjenigen gläubigen Katholiken gelesen wird, die froh sind über Portale wie kath.net und gloria.tv. Traurig, dass diese lobenswerten privaten Initiativen gerade in dieser Zeitung so unsubstanziiert niedergemacht werden. Gertrud Höhler hat schon recht, dass wir auf dem Weg in eine Meinungsdiktatur sind. Dass sich auch die FAZ dafür hergibt ist neu. Es sollte bei diesem einen Mal bleiben.
Kreuz.net und der christliche Glaube
Ich frage mich, wie viele dieser Hetzer tatsächlich so "gläubig" sind, wie sie es dort vorgeben.
David Berger und sein "Doppelleben" - Kirchenkritik als neuer Broterwerb?
Der Artikel bemüht sich um Objektivität, dass aber Herr Berger
ohne weitere Kommentierung zu Wort ist, schadet dieser.
Herr Berger arbeitete als Lehrer für Religion und Deutsch an einem
Gymnasium in der Nähe von Köln. Dann kam ans Licht der
Öffentlichkeit, dass dieser Theologe, der sich bis dato bewusst als
Vertreter der erzkonservativen Observanz ausgab und dadurch Karriere
machte, in einer Internetplatform für Homosexuelle nach
"Partnern" für sexuelle Praktiken suchte und dazu auch
Nacktphotos, etc. von sich hochgeladen hatte.
In seinem Pamphlet bezichtigte er fast jeden in der katholischen Kirche
Tätigen der Homosexualität, einschließlich des Papstes.
Diese "Generalabrechnung" legt den Verdacht nahe, dass es hier
mehr um verletzte Eitelkeit denn um objektive Tatsachen geht. Dieser
Person dennoch ohne weitere Erklärung ein Forum zu bieten, halte
ich für grenzwertig.
Ferner scheint die Kirchenkritik der neue Brotberuf geworden zu sein und
dazu werden gängige Klischees bedient.
Welcher Gott ist denn der richtige?
Weiterhin gibt es keine Beweise ob nun Allah, Odin, Zeus, Jupiter, Khali
oder einer der vielen anderen Götter, die wir in Europa gar nicht
kennen, der/die richtige Gottheit ist.
Kann man also die "rechtgläubigen" mal darauf hinweisen,
dass wer keine Beweise hat zwar seine Meinung sagen darf, aber nicht das
Recht hat anderen Vorschriften zu machen!
Als Atheist würde ich ja gerne sagen: Ist mir egal was die da
treiben, doch leider bekommen die Christen so viel Geld von Staat und
Bürgern, die Glauben der Club würde was gutes tun, das man
wohl dagegen ankämpfen muß. Leider ist die Fraktion der
Atheisten in Deutschland längst nicht so aktiv und kampfbereit wie
die in England. Hier hat man sich gemütlich im Konkordat
eingerichtet und glaubt die Fronten durch wegsehen glätten zu
können. Doch spätestens die Islamisten haben klar gemacht das
Religion immer eine Gafahr ist, da Menschen schlimmste Handlungen
begehen, nur weil sie glauben ein Gott würde dies von ihnen verlangen.
Wissen im Positivismus
Streng positivistisch bleibt alles Wissen auf den momentanen Stand des Irrtums beschränkt und stellt somit kein Absolutum sondern ein Relativum dar. Zudem vermag sich der Positivismus lediglich mit den Erscheinungen zu beschäftigen. Schon das in Beziehung setzen bestimmter Phänomene, z.B. in der Physik, setzt bestimmte Annahmen voraus, die nicht aus der Beobachtung selbst abgeleitet werden können. Man betritt hier (Erkenntnistheorie) also durchaus schwankenden Boden.
Lieber Herr Magiera, ihre Annahme
"Alle Götter sind solange richtig, bis eine Ersatzphilosophie
gefunden wurde, die ein höheres und mächtiges Wesen
überflüssig macht"
ist falsch, in dem Sinne, als alle Götter falsch sind, solange ihre
Existenz nicht nach wissenschaftlichen Maßstäben bewiesen
ist.
Dies widerspricht jedoch schon dem Grundsatz jedweden Glaubens, denn
richtig betrieben, sind die Ergebnisse der Wissenschaft immer
falsifizierbar, bzw legen es darauf an, dies zu sein. Glaube entzieht
sich dem und die Offenbarungsreligionen ganz besonders in dem Sinne,
dass sie erklären, unfehlbar - also auch nicht falsifizierbar - zu
sein.
Es ist schön, dass Sie es für sich schaffen, sowohl das eine,
wie auch das andere erkennen zu meinen, im Rahmen institutionalisierter
Religion sind Sie damit aber schlecht aufgehoben.
Glauben ist halt nicht Wissen... ich versuche lieber, mich an letzteres
zu halten.
Sapere Aude!
Alle!
Ohne dass ich mich irgendeiner Religion unterwerfe, wäre es nach
den Zeilen die Sie schrieben zu urteilen in etwa eine Frage von einigen
wenigen Stunden bis maximal einer Handvoll Abenden und ich habe ein
Thema in Ihren Geist geschrieben, was Sie den Rest ihres Lebens intensiv beschäftigt.
Ihre Frage kann ich mit Leichtigkeit beantworten: Alle Götter sind
richtig. Ohne dass ich damit sagen mag, dass es alles ein und dasselbe ist.
Alle Götter sind solange richtig, bis eine Ersatzphilosophie
gefunden wurde, die ein höheres und mächtiges Wesen
überflüssig macht aber die Menschen dennoch friedlich
beisammen leben lässt.
Ein Modell, welches ebenso wie der Glaube an ein höheres Wesen
alles an Leistungsfähigkeit und Güte aus dem Menschen herausholt.
Freundliche Grüße
Ob ich selber an ein höheres Wesen glaube? Darauf ein klares Jein,
ich kann jedenfalls beides sehr überzeugend begründen, wie ich
während eines belauschten Streitgespräches bemerkte, ein
Gefühl in der Nähe von Erleuchtung.
Wer sucht...
Die Ablehnung der von Ihnen genannten Götter ist eine sehr
christliche Geste.
Man könnte fast meinen, sie seien im christlichen Abendland
groß geworden und haben sich den säkularen Reflex des
christlichen Freiheitsbegriffs angeeignet.
Nur ist es schade, dass viele Neuatheisten keinerlei theologische
Kenntnisse mehr mitbringen, wie es die geschulten Philosophen noch taten.
Günter Rohrmoser: Christliche Dekadenz in unserer Zeit
"Mit dem Begriff 'Dekadenz des Christentum' ist der alles
dominierende Eindruck gemeint, daß das Christentum vor allen
Dingen in seiner öffentlichen Repräsentanz immer mehr dazu
neigt, sich in die Moderne aufzulösen und den inzwischen weitgehend
aufgelösten Bestand überkommener christlicher Dogmatik durch
Zeitgeistdogmatik zu ersetzen. Bei dieser inneren Erosion christlicher
Substanz geht es letztlich um die Zukunft unserer Kultur im Ganzen, und
man muß die Frage stellen, ob es bei einem fortschreitenden
inneren Zerfall des Christentums überhaupt noch eine Zukunft der
Kultur geben kann
...
Offensichtlich wissen selbst Atheisten, daß es eine Sache ist, in
einer wenn auch von Resten des Christentum bestimmten Kultur, zu leben
oder in einer Kultur die da mehr oder weniger aus ihrem praktizierten
Atheismus beginnt, auch die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen."
Eine, wie ich finde, durchaus treffende Analyse.
Alles zu seiner Zeit
Herr Vormbaum, Herr Slowig, Herr Wilbert,
Behalten Sie vorerst die Perlen.
Denn er ist noch nicht dort.
Ay ay ay... was für ein Spielplatz religiöser Wirrungen.
Es macht doch die Sache nicht besser, seine Aussagen in philosophische
Phrasen zu hüllen.
Ich persönlich weise auch keinem abstrakten Gott irgendwelche
Eigenschaften zu, sondern beziehe mich hier auf den in den heiligen
Schriften dargestellten Gott. "[...] ich, der Herr, dein Gott, bin
ein eifersüchtiger Gott [...]" usw. usf.
Natürlich könnte man überdies argumentieren, dass die
heiligen Schriften diesbezüglich keine Relevanz haben,
schließlich wurden sie von Menschen geschrieben, hiermit
würde man jedoch dem Glauben an die institutionalisierte Religion
den Boden entziehen, auf irgendwas muss man sich ja berufen. Die
Anthropomorphisierung kommt demnach aus dem "eigenen Lager".
"Im Anfang war das Wort"... da fällt mir der gute Faust
ein: "Ich muss es anders übersetzen."
Wer sprach/dachte dieses Wort? Was war vor dem Wort? Gab es ein
"vorher"? Ist "Gott" also nur ein Wort? Für
mich schon, aber mir macht das auch kein Problem.
Zu Herrn Slowig: "Ich atme noch."
Allen ein schönes WE.
Das Anthropomorphe steht im Dienst des Evangeliums
Sie legen menschliche Attribute (Zorn, Eifersucht) Gott bei und
göttliche Attribute (z.B. Allmacht) verstehen sie auf
Menschenweise, womöglich als Potenzierung menschlicher Machterfahrung.
Was aber, wenn das Verstehen Gottes seinen Platz nur im Horizont des
Evangeliums hat?
Wer oder was Gott ist, können wir von uns aus nicht beantworten.
Vom Evangelium aus aber werden unsere Begriffe und unser Verstehen so
korrigiert oder geschaffen, dass wir „Gott“ einen Sinn
beilegen können. Wenn z.B. in einem adäquaten Kontext gesagt
wird: „Gott ist Liebe“, dann bekommt dieser Satz nur in der
Bewegung des Vertrauens seinen rechten Sinn.
Ein abstrakter Gottesbegriff, der keine Lebensrelevanz hat, bleibt
gefangen im Horizont des Seins.
„Gott“ gibt sich jedoch dem Menschen jeweils nur im Glauben
zu verstehen, nicht als Totalität, sondern ortsgebunden, etwa als
Du im Gebet, als „Schöpfer“ gegenüber dem Chaos,
als Kraft der Hoffnung, als Grund der Liebe etc.
Unsere Existenz ist für diesen Sinn da!
Interessante Diskussion - zu Herrn Voigtmann
Im Positivismus arbeitet man gerne mit verkürzten Hypothesen, so auch beim Gottesbegriff. Ihre Argumentation bietet ein gutes Beispiel. Durch diesen logischen Trick schaffe ich mir einen abstrakten Gott, dem ich beliebig Eigenschaften zulege, die ich dann wiederlege. Mit Glauben hat ein solches Verfahren(!) wenig zu tun. Nicht umsonst spricht man im Glauben von der Gotteserfahrung, d.h. Gott wird nicht in der Vorstellung logisch konstruiert, sondern erfahren. Diese Erfahrung bewegt sich notwendig im Metaphysischen, was nicht heißt, im Unlogischen. Im Prolog des Johannes Evangeliums heißt es: " Im Anfang war das Wort, und das Wort war Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist." Hier geht es um den Logos, also das, was aller Materie vorausgeht, sie sinnhaft prägt. Die Naturwissenschaft vermag nur Erscheinungen in Beziehung zu setzen, sie sinnhaft zu deuten, liegt außerhalb ihrer Möglichkeiten. Hier jedoch setzt Glaube an.
Setzung
Dass mit Naturwissenschaft die Realität vollkommen erfasst werden kann, bzw. dass die Realität ihrem Wesen nach mit ratio erfassbar ist, ist eine unbeweisbare vorwissenschaftliche Setzung. Vernunft kann sich ja nicht einmal selbst ohne Hilfe von Gott als vernünftig erweisen, hatte bereits Schelling erkannt. Ohne einem absoluten Maßstab für die menschliche Existenz kommen wir nur zu schnell in einen Relativismus, wie von der sog. "Postmoderne" propagiert wird. Der Mensch wähnt sich als frei, weil er jetzt ungebunden von jeder vermuteten Fremdherrschaft ist, Wahrheit ist individuell, doch wie kann ein Mensch frei sein, wenn er nicht einmal weiß, was Wahrheit ist? Dabei wird durch Jesus doch offenbar, dass Gott in seinem Wesen sich verschenkende Liebe ist. Sicher, Liebe ist spirituell und nicht beweisbar. Doch wenn die spirituelle Dimension des Lebens verkannt wird, amputiert der Mensch sich selbst, vergisst zu atmen...
Zumindest in Auseinandersetzung mit dem christlichen Gott...
ist doch die Annahme eines anthropomorphen Gottes angebracht,
schließlich erschuf er den Menschen nach seinem Ebenbild. Er
handelt nach menschlichen Emotionen wie Zorn und Eifersucht und da er
menschengemacht ist, ist es doch nur logisch, von diesem Konzept auszugehen.
Die klare Vorstellung kommt ja auch nicht von irgendwo her, sondern
basiert auf den Konzepten dessen, das uns durch die
Offenbarungsreligionen vorgegeben wurde. Etwas, das nicht dieser Idee
eines allmächtigen Gotteswesens als Entität entspricht,
müsste man gleichwohl dann auch nicht Gott nennen, sondern
meinetwegen Higgs-Boson.
Gottverlassen mag zutreffen, ich sehe hierin aber kein Problem und auch
das Heil durch Jesus Christus - so es ihn in der von der Kirche
propagierten Form gab - mag mir nicht einleuchten. Das Konzept hinter
dem Opferlamm ist ja ein altes und findet in JC nur eine weitere Ausformung.
Die Relevanz ergibt sich nur aus der Sinnsuche des Menschen... wer sagt
aber, dass unsere Existenz einen braucht?
Existenz von was?
Sie merken schon, dass sie mit einem anthropo-theistischen Gotteskonzept
operieren, oder?
Das ist doch gerade das Problem dieser Naturwissenschaftler.
Sie lehnen die Existenz von „etwas“ ab, von dem sie schon
eine klare Vorstellung haben.
Phänomenversessen konstruieren sie einen objektivierten,
metaphysischen Gottesbegriff.
So ein Gott hat natürlich keine Relevanz für die Naturwissenschaften.
So ein Gott hat aber auch wenig Relevanz für die Theologie.
Stattdessen müssten die Fragen anders gestellt werden, von einem
ganz anderen Blickwinkel.
Theologie erzählt die Geschichte der Zerrissenheit zwischen
„Gott“ und Mensch, macht auf die Gottverlassenheit der Welt
aufmerksam und auf das Heil in Jesus Christus. Damit eröffnet sie
einen ganz anderen Horizont. Die Relevanz, die hierin zum Ausdruck
kommt, ist eine ganz andere und geht viel tiefer als der enge
naturwissenschaftliche Kontext, dessen historische und metaphysische
Prämissen freilich auch noch eigens beleuchtet werden müssten.
Eine Aussage über die Existenz Gottes...
kann er in dem Maße treffen, als Gott für seinen Fachbereich
- Evolutionsbiologie - nicht vonnöten ist und auch sonst für
keine der Naturwissenschaften. So weit sind wir mit unserem Wissen schon
gelangt. Für keines der beobachtbaren Naturphänomene - soweit
- ist ein Gottwesen als Erklärung notwendig und würde als
Erklärungsansatz die Sache eher verkomplizieren als vereinfachen.
Inwieweit das von Ihnen postulierte "Wissen des Glaubens" (ein
Oxymoron?) überhaupt eine Relevanz außerhalb des
theologischen Diskurses besitzt, sei mal dahingestellt. Man kann auch
einem selbstgemachten Thema Relevanz zusprechen und anfangen, sich
dezidiert damit auseinanderzusetzen. Das heißt nicht gleich, dass
es außerhalb dieses Kontextes auch Relevanz besitzt. Daher sind
auch die literarischen Erklärungsansätze früherer
Theologen für jemanden wie Dawkins unwichtig.
Die Dekonstruktion von Kirche(n) und (Aber)glauben erscheint mir
überdies - in Anbetracht der momentanen Zustände -
nötiger als jemals zuvor.
Man sollte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten
Als Naturwissenschaftler kann er aber keine Aussagen über die
Existenz Gottes machen, da er von dem, was er dort ablehnt, einen
Begriff machen, es also in seinen Denkrahmen fügen müsste.
Der reflektierende Theologe hat hier leichtes Spiel, weil der
Gottesbegriff Chiffre für den „Gegenstand“ des Glaubens
ist und sich jeder menschlichen Qualifikation im Sinne eines
Phänomens entzieht. Es ist nun mal das „Wissen“ des
Glaubens und nicht das Wissen einer selbsttätigen Vernunft.
Der heutige Geist der Kritik, der momentan alles zu destruieren
versucht, was mit Kirche und Glauben zu tun hat, geht reichlich
undifferenziert vor und allein deswegen ist eine Beschäftigung mit
der Tradition vonnöten.
Kirche ist nicht gleich Kirche und gewisse Formen des Glaubens lassen
sich sehr gut von einer Position reflektierten Glaubens kritisieren.
Ich hätte übrigens ebenfalls ein Lesetipp: Taylor, Charles:
Ein säkulares Zeitalter, Frankfurt 2007.
Besonders die ersten Kapitel sind hilfreich.
Früher war eben immer alles besser...
eine tiefergehende Beschäftigung mit Religion und Glaube im Rahmen
der Theologie ist bei der Annahme der Nicht-Existenz eines Gottwesens
obsolet. Im Rahmen der Theologie zu diskutieren, hieße, sich
hauptsächlich im Rahmen der theologischen Literatur der vergangenen
Jahrhunderte zu bewegen. Dawkins ist aber Naturwissenschaftler und
argumentiert dementsprechend von seiner Warte aus, was legitim ist und
keinem philosophischen Anspruch genügen muss. Hitchens argumentiert
vielmehr gegen institutionalisierte Religion und deren Grundlage, die
heiligen Bücher. Stellt man den Anspruch an Gott als Schöpfer
des Universums, muss man sich auch als Theist im Bereich der
Astro-Physik bewegen. Bei philosophischen Fragen reicht die Theologie
als Rahmen sicher aus.
Auf Ihre Frage:
Es wird von Seiten der Kirche immer wieder behauptet, der Glaube an Gott
sei die Wurzel unserer Moral. Die von mir benannten Autoren zeigen auf,
dass dem nicht so ist.
Was hat den bitte Moral mit Glauben zu tun?
Mich verwundert immer wieder der Verweis auf Hitchens und Dawkins.
Diese reichlich oberflächlichen Autoren haben sich anscheinend nie
die Mühe gemacht, die philosophisch-theologische Tradition
eingehender zu studieren.
Damals hatte der Atheismus wenigstens noch ein wenig Niveau.
Unsinn...
ich empfehle zum Thema "Atheismus, Christentum und Moral" mal
die entsprechenden Beiträge von Christopher Hitchens und Richard Dawkins.
Die Ansicht, Moral und Kultur (!) entstünde nur durch die Existenz
einer Leitreligion ist Unsinn und kann mittels Lektüre der
angeblich moralgebenden heiligen Bücher schnell widerlegt werden.
In einem aufgeklärten Zeitalter braucht es keine Religion. Gott ist
für die Erklärung unserer Existenz, der Zusammenhänge des
Universums und allem, was sich darin befindet, nicht notwendig.
Sapere Aude!
Was heisst hier "kath.net war nur die Vorhut"?
Was Frau Scheer hier versucht, konservativ katholische Christen unter
Generalverdacht des Extremismus zu stellen. Bemerkungen wie kath.net war
nur die Vorhut und eine Überschrift "Behörden haben keine
Handhabe" versucht man, kath.net und gloria.tv in einen Topf mit
kreuz.net zu werfen, in der Hoffnung, etwas Dreck könnte ja hängenbleiben.
In Wirklichkeit ist es lange überfällig, dass im
deutschsprachigen Raum auch Christen, die die Lehre der Katholischen
Kirche ernstnehmen, ein Sprachrohr haben. Es ist wichtig, dass auch
katholische Positionen ungefiltert Beiträge zum gesellschaftlichen
Diskurs beitragen können.
Dass die katholische Kirche ein geschlossenes Weltbild hat, ist nicht überraschend
Die FAZ sollte sich freundlicherweise mal mit den Portalen von Randgruppen wie queer.de beschäftigen. Dort findet man Beleidigungen, die sich gewaschen haben, wie neulich gegenüber Norbert Geis, der eine andere Meinung zur Homoehe hat, als die ach so toleranten Homosexuellen.
Kath.net nimmt es im Vergfleich mit dem SPIEGEL oder mit FOCUS
mit den handwerklichen Regeln des Journalismus deutlich genauer. Auch
wenn ich - Herr Noè kann das bestätigen, persönliche
Diskussionen zwischen ihm und mir hatten das zum Thema - oft sehr hart
und direkt mit kath.net ins Gericht fahre, stelle ich fest das man dort
objektiver Berichtet als als es vermeintliche Qualitätsjournalisten
in führenden deutschen Medien tun.
Auf kath.net kann man das nachlesen was vermeintliche
Qualitätsjournalisten aus Angst vor ihren Cheffs und ihrer
Leserschaft verschweigen. Auf kath.net ist man sich nicht zu schade auch
mal was zurückzunehmen oder zu korrigeren, wenn erwiesen ist das
man falsch liegt. Hier muss man sich nicht lange beim Presserat
beschweren, sondern eine Mail an die Redaktion genügt.
Hier können weite Teile der deutschen
"Qualitäts"-Presselandschaft etwas von kath.net lernen.
Blogs und private Diskussionsportale SIND Meinungsmaschinen, nicht Berichterstatter.
Allein die Bezeichnung "Katholisches Nachrichtenportal"
weißt überdeutlich auf die Parteinahme und Ideologiesteuerung
der Seiten hin. Das ist nicht grundsätzlich etwas schlechtes. Aber
anzunehmen irgendein Blog oder privates Portal wäre neutral, ist naiv.
Das schöne am Internet ist ja gerade die frei Wahlmöglichkeit
und der schnelle Vergleich. In der Tat nutze ich selten auch mal
kath.net auf, wenn ich sehr spezielle Informationen suche. Es ist aber
immer nur eine Perspektive. Die Kommentarfunktion auf kath.net hat
dieselbe Qualität wie das Forum von Alice Schwarzers EMMA. Es sind
nur lediglich verschiedene Positionen.
Von allen Vorwürfen, beispielsweise ob die Portale sich mit
Pädophilie auseinander setzen, kann man sich ohne irgendwelche
Probleme mit wenigen Klicks selbst beantworten. Allerdings halte ich die
Frage im Vornherein für uninteressant.
Setzen sich diese Portale auch mit der Pädophilie in der Kirche auseinander, oder fällt das der
vermeintlichen Homophobie und anderem zum Opfer?
Übrigens: Dumpfe Rechte schreiben auch hier im F.A.Z.-Forum. Sie
bemühen sich zwar, zwischen den Zeilen zu schreiben. Das gelingt
ihnen aber nicht immer so richtig. Vielleicht kann die Onlineredaktion
ja in Zukunft ganz genau hinsehen. Dem Niveau des Forums würde es
gut tun und dem Niveau der Zeitung entsprechen. Man kann nicht immer
alles unter "Meinungsfreiheit" abhaken.
Nachdem die Pädophilie in der katholischen
Kirche nicht ausgeprägter ist als in der evangelischen Kirche und deutlich geringer ausgeprät als in unserer Gesellschaft, frage ich mich was dieser Beitrag aussagen will und ob die Frage nach dem Niveau nicht etwas ist was der Autor sich mal fragen sollte.
Ganz bestimmt
Eindeutig: Ja! Und radikaler als die Tagespresse. Die Sünde der Pädophilie wird dort mit scharfen Worten gebrandmarkt, unter anderem mit der Verurteilung von Daniel Cohn-Bendit. Jeder Fall wird dort klar genannt, sogar Fälle, die der Tagespresse zu heiß sind, oder aufgrund von allerlei Implikationen "nicht zum Bericht empfohlen" werden.
das Sie gerade bei diesem Thema die Unfähigkeit unserer Demokratie
zur unvoreingenommen Diskussion bemängeln :) Gerade im Vergleich
mit dem in diesem Artikel beschriebenen Milieu kann davon ja keine Rede
sein. Denn wenn sie den Artikel gelesen haben geht es hier nur um Macht,
Meinungsmache und allen "Andersgläubigen" möglichst
die eigene Weltsicht (wenn man davon bei so einem
"göttlichen" Thema sprechen kann :) aufzudrücken. An
einer auch nur halbwegs unvoreingenommen Diskussion besteht bei den
Herrschaften kein Interesse!
Liberalität ist sicher kein Allheilmittel für eine bessere
Welt, aber die Grundvorraussetzung, anders kann es kein friedliches
Miteinander geben!
Erneut lustig....
..., Herr Krause :)
Welche (un-)heimliche Macht steuert denn die Medien? Sie sagen es: der
Leser. Wenn die Leser aber nicht mehr lesen wollen, was sie früher
lesen konnten und die Zeitungen sich deshalb umstellen - wie Sie ja
selbst schreiben -, dann ist das doch ganz prima.
Sie widerlegen sich damit natürlich selbst, denn weil die Medien
dem Leser folgen, kann es ja nicht umgekehrt sein.....
Kennen Sie eigentlich eine Gesellschaft, die über 1000 Jahre
unverändert blieb? :)
Wünscht immer den Durchblick, Ihr HHPPFF
geistige Inzucht
Unsere Demokratie ist keineswegs unfähig zu unvoreingenommener Diskussion. Mir macht eher das sich verfestigende Meinungskartell von Medien und politischer Klasse Sorge. "Macht, Meinungsmache und die eigene Weltsicht" wollen viele Institutionen, Vereinigungen, Internetportale möglichst erfolgreich vertreten. Das gehört zur Streitkultur einer Demokratie. Wenn dort nur der Mainstream zugelassen wird, dann entwickelt sich eine geistige Inzucht. Die FAZ galt früher als konservativ. Das ist vorbei, weil man wahrscheinlich in diesem Spektrum nicht mehr genug Leser zu erreichen meint.
gibt es in allen, aber auch in allen Blogs und Foren,
einschließlich hier!
Noch gibt es bei uns Meinungsfreiheit. In der Schule hatte ich gelernt,
dass das ein hohes Gut ist. Hier wird das indirekt in Frage gestellt.
Man könnte übrigens viel Missbrauch verhindern, wenn die
Anonymität aufgehoben würde. Wer Personen persönlich
angreift, fühlt sich unter dem "Deckmantel" der
Anonymität sicher und "lässt gern die Sau raus". Wer
seine Meinung äußert, sollte auch dafür geradestehen.
Das fängt hier an (Wer überwacht die Einträge? Wer
entscheidet, ob ein Beitrag veröffentlicht wird?) und hört in
Blogs und Foren auf. Der wahre Feind der Meinungsfreiheit ist die
Anonymität des Internets. Wer einen Beitrag, in welcher Form auch
immer, ins Internet stellt, soll sich mit seinem Namen persönlich verantworten.
Michael Bothe
"Man könnte übrigens viel Missbrauch verhindern, wenn die Anonymität aufgehoben würde"
Und man könnte auch Missbrauch verhindern, wenn man nur die
Veröffentlichung deutlich erlaubter Meinungen von bekannten,
ruhmreichen Personen zulässt.
kreuz.net anonym: Demokratische Pressefreiheit
So ist die Demokratie: Eine Meinung verantwortet der Einzelne nicht vor sich, nicht vor Gott und der Welt, sondern vor dem Demos, genauer vor den Beamten von des Demos Gnaden. Und so schreibt der Demokrat auch in seinem Vorschriftenwahn (er ist ein absolutistischer Kontrollfreak) jedem Produzenten einer Meinung vor, auf jedem Meinungserzeugnis seine volle polizeiliche Adresse anzugeben. Meinungen fürchtet der Demokrat mehr als alles andere. Sie sind ihm gefährlich und Meinungsträger werden durch ihn scharf überwacht. Nicht einmal der Produzent von als Lebensmitteln deklariertem Abfall muß im Namen des Volkes und seiner Papiergesetze seine Produkte mit seiner Adresse versehen. Nur den Produzenten von Meinungen, den Boten von Nachrichten, den Vermittlern von Wissen schreibt der Demokrat vor, jederzeit dem Volkszorn und dem Zugriff seiner bewaffneten Schergen unmittelbar und persönlich Zielscheibe zu sein. Das sollte zur Abschreckung genügen. § 1 Die Presse ist frei.
Halb so schlimm, meiner Ansicht nach
Vorweg, ich stehe organisierten Religionen äußerst ablehnend
gegenüber und beschimpfe gerade die Katholen hier im Forum immer
gern und herzlich, habe also keine Nähe zu den Websites.
Die Kritik kann ich so aber nicht nachvollziehen. Kreuz.net und
gloria.tv gehören zur lunatic fringe des Netzes. Durchgeknallt,
radikal, beleidigend, aber eben auch mit Insidermeldungen und manchmal
brillanten Gedanken (blindes Huhn, und so). Darin sind sie Seiten wie
Indymedia oder fefe's Seite vergleichbar. Und meiner Ansicht nach ist
das guter Journalismus. Pressemeldungen umformulieren und staatstragend
räsonnieren kann jeder, Scoops bringen nicht.
Und zur Kritik an kath.net, dass Bericht, Kommentar und Polemik
durcheinandergehen - lesen Sie mal z.B. die Beiträge in der FAZ zum
Thema Rechtsextremismus. Da wird auch in der Berichterstattung immer
brav "unmenschlich" und "abscheulich" geschrieben.
Wächter der geistigen Uniformität
Warum ist es in unserer Demokratie nicht mehr möglich, mit und über Menschen und Gruppierungen, die sich auch nur geringfügig vom Mainstream abheben, halbwegs unvoreingenommen zu diskutieren? Alles was nicht links und liberal ist, wird als Dunkelmännertum denunziert! Die FAZ ist Teil dieser geistigen Gleichschaltungsmaschinerie geworden! Die geistige Uniformität dieses Landes wird immer unerträglicher.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.09.2012 17:18 UhrSeriös?
Zugegeben, kreuz.net ist kein seriöses katholisches Portal! Aber zuweilen wird dort sehr gut recherchiert. Dieses Portal ist leider vom gerechtfertigten heiligen Zorn zum in bestimmter Weise christo-salafistischen Portal geworden. "Fortiter in re, fortiter in modo" aber dabei nicht das gerechte Maß der Mitte, dieses haben die Betreiber doch aus den Augen verloren.
Sie waren noch nie auf kreuz.net, oder?
Diese Seite hebt sich keineswegs nur "geringfügig vom Mainstream" ab, das ist eine üble Hetz- und Pöbelseite. Sie brauchen es der FAZ ja nicht zu glauben, aber Sie können es selber nachlesen. Darüber kritisch zu berichten, ist völlig normale Ausübung der Presse- und Meinungsfreiheit, und keine "geistige Gleichschaltungsmaschinerie". Was für eine verzerrte Sicht der Dinge!