Home
http://www.faz.net/-gpf-3656
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Kaschmir Tote bei Schießereien an Neujahr

Trotz der Entspannung zwischen den Atommächten Indien und Pakistan sind 14 Menschen bei Schießereien und durch eine Mine getötet worden.

Trotz der Entspannung zwischen den Atommächten Indien und Pakistan sind 14 Menschen bei Schießereien und durch eine Mine getötet worden. Der indische Regierungschef Atal Behari Vajpayee bot Pakistan in seiner Neujahrsbotschaft Gespräche über das geteilte Kaschmir an. „Gemeinsam sollten wir die Vergangenheit mit den Feindseligkeiten hinter uns lassen und eine Zukunft frei von Spannungen begrüßen“, schrieb Vajpayee.

An der Grenze in Kaschmir kam es am Dienstag erneut zu heftigen Gefechten zwischen indischen und pakistanischen Truppen. Die indische Armee berichtete, bei den Artilleriegefechten habe sie drei pakistanische Soldaten getötet und acht Bunker zerstört. Im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh überfielen mutmaßliche Moslemextremisten am Dienstag einen Schießstand der Armee und töteten drei Soldaten. Das berichteten die indischen Medien.

Im indischen Teil Kaschmirs ermordeten mutmaßliche Separatisten sieben Menschen. In der Stadt Bandipora erschossen sie eine Frau. Am Montagabend hatte eine Bande in Magnar zwei Häuer überfallen und sechs Menschen erschossen. Im Bundesstaat Rajasthan wurde ein Mann von einer Panzermine getötet. Dort hatte die Armee in den vergangenen Tagen die Grenze zu Pakistan abgesperrt.

Die Kriegsgefahr zwischen Indien und Pakistan wegen des Terrorüberfalls auf das indische Parlament am 13. Dezember verringerte sich etwas. Nachdem Pakistan eine indische Forderung erfüllt und mutmaßliche Moslemextremisten festgenommen hatte, sprach Indien von einem Schritt in die richtige Richtung.

Trotz der leichten Entspannung nach den Festnahmen in Pakistan traten am Neujahrstag indische Sanktionen in Kraft, die vor allem den Reiseverkehr zwischen den Nachbarländern treffen. Alle Zug-, Bus- und Flugverbindungen sind unterbrochen. Außerdem wird die Stärke der diplomatischen Vertretungen in beiden Ländern halbiert.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Täter auf der Flucht Techniker an College in Amerika erschossen

Es ist noch früher Morgen, als ein Schütze ein College in North Carolina betritt und einen Mitarbeiter erschießt. Stunden später ist der Täter noch auf freiem Fuß. Die Gemeinde steht unter Schock. Mehr

13.04.2015, 21:03 Uhr | Gesellschaft
Grenze Indien und Pakistan Mehr als 45 Tote nach Selbstmordattentat

Bei einem Selbstmordanschlag an der Grenze zwischen Indien und Pakistan sind am Sonntagabend mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 70 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer, teilten die pakistanischen Behörden mit. Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanischen Taliban Mehr

03.11.2014, 14:44 Uhr | Politik
Drogenkrieg in Mexiko Ermittler schnappen Anführer des Juárez-Kartells

Am Wochenende gingen den mexikanischen Behörden gleich zwei Drogenbosse ins Netz. Einer davon war der mutmaßliche neue Chef des berüchtigten Drogenkartells von Juárez. Mehr

20.04.2015, 09:30 Uhr | Gesellschaft
Peshawar Zahlreiche Tote bei Anschlag auf Moschee in Pakistan

Bei einem Anschlag auf eine Moschee in der pakistanischen Stadt Peshawar sind nach Krankenhausangaben mindestens 19 Menschen getötet worden. Zahlreiche weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Mehr

13.02.2015, 16:01 Uhr | Politik
Himalaya-Region Mehr als 1800 Tote nach Erdbeben in Nepal

90 Sekunden lang bebte die Erde im Himalaya. In Nepal stürzten zahlreiche Häuser ein, auch in Indien und Bangladesch war das gewaltige Zittern zu spüren. Die Zahl der Opfer steigt stetig. Mehr

26.04.2015, 05:24 Uhr | Gesellschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.01.2002, 14:37 Uhr

Der einzige Ausweg

Von Heike Schmoll, Berlin

Der Odenwaldschule ist nach Bekanntwerden des massenhaften Missbrauchs kein Neuanfang gelungen – obwohl sie die Chance dazu gehabt hätte. Schule und Leitung sind in alte Muster zurückgefallen. Mehr 22 17

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden