http://www.faz.net/-gpf-3656
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 01.01.2002, 14:37 Uhr

Kaschmir Tote bei Schießereien an Neujahr

Trotz der Entspannung zwischen den Atommächten Indien und Pakistan sind 14 Menschen bei Schießereien und durch eine Mine getötet worden.

Trotz der Entspannung zwischen den Atommächten Indien und Pakistan sind 14 Menschen bei Schießereien und durch eine Mine getötet worden. Der indische Regierungschef Atal Behari Vajpayee bot Pakistan in seiner Neujahrsbotschaft Gespräche über das geteilte Kaschmir an. „Gemeinsam sollten wir die Vergangenheit mit den Feindseligkeiten hinter uns lassen und eine Zukunft frei von Spannungen begrüßen“, schrieb Vajpayee.

An der Grenze in Kaschmir kam es am Dienstag erneut zu heftigen Gefechten zwischen indischen und pakistanischen Truppen. Die indische Armee berichtete, bei den Artilleriegefechten habe sie drei pakistanische Soldaten getötet und acht Bunker zerstört. Im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh überfielen mutmaßliche Moslemextremisten am Dienstag einen Schießstand der Armee und töteten drei Soldaten. Das berichteten die indischen Medien.

Im indischen Teil Kaschmirs ermordeten mutmaßliche Separatisten sieben Menschen. In der Stadt Bandipora erschossen sie eine Frau. Am Montagabend hatte eine Bande in Magnar zwei Häuer überfallen und sechs Menschen erschossen. Im Bundesstaat Rajasthan wurde ein Mann von einer Panzermine getötet. Dort hatte die Armee in den vergangenen Tagen die Grenze zu Pakistan abgesperrt.

Die Kriegsgefahr zwischen Indien und Pakistan wegen des Terrorüberfalls auf das indische Parlament am 13. Dezember verringerte sich etwas. Nachdem Pakistan eine indische Forderung erfüllt und mutmaßliche Moslemextremisten festgenommen hatte, sprach Indien von einem Schritt in die richtige Richtung.

Trotz der leichten Entspannung nach den Festnahmen in Pakistan traten am Neujahrstag indische Sanktionen in Kraft, die vor allem den Reiseverkehr zwischen den Nachbarländern treffen. Alle Zug-, Bus- und Flugverbindungen sind unterbrochen. Außerdem wird die Stärke der diplomatischen Vertretungen in beiden Ländern halbiert.

Quelle: dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Ehrenmord" in Pakistan Qandeel Balochs Mörder soll von Freunden verhöhnt worden sein

Die Mutter des ermordeten Internetstars aus Pakistan sagt, Freunde hätten ihren Sohn zu dem Verbrechen getrieben. Die Familie steht ohne die Tochter vor dem Ruin. Mehr

28.07.2016, 12:31 Uhr | Gesellschaft
Zeremonie in Normandie Gedenken an getöteten Pfarrer

Mit einer Zeremonie ist im französischen Städtchen Saint-Etienne-du-Rouvray des getöteten Priesters gedacht worden. Zwei radikale Islamisten hatten eine Kirche überfallen und den Geistlichen getötet. Nach dem Anschlag auf das Gotteshaus hat eine IS-nahe Agentur ein weiteres Video veröffentlicht, das einen der Attentäter zeigen soll. Mehr

29.07.2016, 15:02 Uhr | Gesellschaft
Türkei Säuberungswelle trifft amerikanischen Geheimdienst

Zahlreiche Ansprechpartner der amerikanischen Nachrichtendienste in der Türkei sind offenbar entlassen oder verhaftet worden. Das erschwert laut Geheimdienstchef Clapper den Kampf gegen den IS. Mehr

29.07.2016, 04:05 Uhr | Politik
Irak Tausende Menschen fliehen vor Kämpfen bei Mossul

Tausende Zivilisten sind im Irak vor den Kämpfen zwischen irakischen Streitkräften und der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat in der Nähe der Stadt Mossul geflohen. Mossul ist die letzte irakische Großstadt, die sich in der Hand der Dschihadisten befindet. Seit der Intervention der von Amerika geführten Militärallianz im Herbst 2014 verliert die Dschihadistenmiliz zunehmend an Boden. Mehr

28.07.2016, 18:01 Uhr | Politik
Anschläge in Bayern Ansbach-Attentäter erhielt Anweisungen aus Nahem Osten

Der Attentäter von Ansbach hat kurz vor seinem Anschlag offenbar von Personen im Nahen Osten konkrete Anweisungen erhalten. Auch der Würzburger Axt-Attentäter hatte Kontakt in die Region. Mehr

28.07.2016, 12:03 Uhr | Politik

Söder persönlich

Von Klaus-Dieter Frankenberger

Die Kanzlerin bekräftigt „Wir schaffen das“ und die CSU bleibt leise? Nein, denn jetzt hat sich Markus Söder zu Wort gemeldet. Fragt sich nur, was er denn von der Kanzlerin erwartet hatte. Mehr 52 37

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden