Home
http://www.faz.net/-gpf-qcni
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kardinal Sterzinsky Begleiter der Neuordnung

12.04.2005 ·  Georg Sterzinsky wurde bekannt, als er 1989 Joachim Meisner als Bischof von Berlin ablöste. Ab 1990 begleitete Sterzinsky die Neuordnung der Katholischen Kirche in den neuen Bundesländern.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Georg Sterzinsky wurde 1960 in Erfurt zum Priester geweiht und löste 1989 Joseph Meisner als Bischof von Berlin ab. Bis dahin galt er als relativ unbekannt. Ab 1990 begleitete Sterzinsky die Neuordnung der Katholischen Kirche in den neuen Bundesländern. Er setzte dabei auf „Behutsamkeit bei der Eingewöhnung in die veränderten Lebensumstände“. Schon 1991 wurde Sterzinsky Kardinal.

In seinem Erzbistum, das neben Berlin Teile Brandenburgs und Vorpommern umfaßt, gibt es 380.000 Katholiken. Das entspricht einem Anteil von rund neun Prozent der Gesamtbevölkerung.

Als Vorsitzender der Kommission Ehe und Familie der Bischofskonferenz verteidigte der 69 Jahre alte Sterzinsky die Institution Ehe als notwendiges Fundament einer hochmobilen Gesellschaft. 1996 stemmte er sich gegen die Einführung des Unterrichtsfachs „Lebensgestaltung, Ethik, Religionskunde“ in Brandenburg, das den konfessionellen Religionsunterricht als Pflichtfach ersetzte.

Politisch engagiert sich Sterzinsky vor allem in der Ausländer- und Asylpolitik. Seit 1994 ist er Mitglied des päpstlichen Migrantenrates und ernannte als erster deutscher Bischof einen Beauftragten für Migrantenfragen. Mehrfach warnte er vor einer verfrühten Rückführung von Asylbewerbern und verteidigte die Praxis des Kirchenasyls.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Brandsatz Syrien

Von Günther Nonnenmacher

In Syrien ist ein voll entfalteter Bürgerkrieg im Gang. Assad geht mit aller Härte vor, weil er fürchtet, dass jedes Nachgeben als Zeichen der Schwäche gewertet wird. Die Opposition hofft, das Regime mit der Zeit zu zermürben. Dieser Konflikt könnte den gesamten Mittleren Osten in Brand setzen. Mehr 1