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Kardinal Castrillón Hoyos Der Mediator

12.04.2005 ·  Darío Castrillón Hoyos leitet die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“. Mit seinem Einsatz gegen die Befreiungstheologie und im kolumbianischen Friedensprozeß wurde der konservative Kardinal in Lateinamerika bekannt.

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Die katholische Kirche könnte gerade im kolumbianischen Friedensprozeß in Zukunft zu einem größeren Engagement als bisher aufgefordert werden. Nicht zuletzt deshalb deshalb haben einige Beobachter auch Darío Castrillón Hoyos (75) auf die Liste der möglichen lateinamerikanischen Anwärter auf das Papstamt gesetzt, der Experten zufolge im „richtigen Alter“ sei.

1992 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Erzbischof von Bucaramanga. Castrillón Hoyos wurde zum Leiter der Kongregation für den Klerus berufen und arbeitete an der Veröffentlichung des neuen Katholischen Katechismus mit. 1998 wurde er in den Kardinalsrang erhoben und übernahm im Jahr 2000 die Leitung der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ (Kirche Gottes).

In Lateinamerika ist Castrillón Hoyos bekannt durch seinen Einsatz gegen die Macht der Drogenbanden. Im jahrzehntelangen bewaffneten internen Konflikt in Kolumbien sind kirchliche Vertreter zudem immer wieder als Mediatoren bei Geiselnahmen oder Entwaffnungs- und Friedensaktionen gefragt.

Castrillón Hoyos' Position in der theologischen Lehre kann als konservativ beschrieben werden. Bei der Bekämpfung der Befreiungstheologie innerhalb der lateinamerikanischen Kirche nahm der Präfekt der Kleruskongregation im Vatikan eine tragende Rolle ein. Er galt als einer der loyalsten Anhänger von Papst Johannes Paul II. und hat gute Kontakte zu konservativen Europäern.

Quelle: FAZ.NET mit Material von oe./F.A.Z
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