15.04.2010 · Einen Tag nach dem Ende von Obamas Nukleargipfel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Los Angeles den kalifornischen Gouverneur getroffen. „Die Art, wie sie Wirtschaftspolitik macht, ist ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür, wie wir es auch machen können“, lobte Arnold Schwarzenegger die Deutsche.
Deutschland und Kalifornien wollen den Ausbau ihrer wirtschaftlichen Beziehungen stärker vorantreiben. Das vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger am Mittwoch in Los Angeles. Merkel betonte am dritten Tag ihrer Amerika-Reise das große Potential Kaliforniens auch auf dem Gebiet der Forschung.
Noch am Abend flog die CDU-Vorsitzende nach San Francisco weiter, wo sie am Donnerstag Unternehmer treffen und eine Rede an der Stanford Universität halten will. Am Freitag wird Merkel in Deutschland zurückerwartet. „Das Gespräch mit Gouverneur Schwarzenegger war sehr fruchtbar, weil wir auch darüber gesprochen haben, wie wir die Wirtschaftsbeziehungen und auch die Forschungsbeziehungen verstärken können“, sagte Merkel nach einem Frühstück mit dem republikanischen Gouverneur. „Ich glaube, dass das, was uns hier entgegenschlägt, auch wirklich Freundschaft ist und Aufgeschlossenheit. Das wollen wir stärken, denn es gibt hier auch viel Wettbewerb.“
Kalifornien sei nicht nur für Deutschland interessant, sondern auch für viele anderen Staaten. Vor allem Asien ist in Kalifornien stark präsent. Zu den zehn stärksten Handelspartnern zählen neun asiatische Staaten - und Deutschland. „Ich habe im Gespräch mit dem Gouverneur heute auch wieder gesehen, dass es viel Interesse an Deutschland hier gibt, und wir bedanken uns recht herzlich“, sagte Merkel. „Es ist wichtig, auch einmal die Westküste der Vereinigten Staaten zu besuchen, und sich nicht immer nur an der Ostküste gleich wieder Europa zuzuwenden“, betonte die CDU-Politikerin.
Viel Raum für Kooperationen
Nach einem Gespräch mit Vertretern aus Wirtschaft und Filmindustrie sagte Merkel, sie glaube, dass es noch einen breiten Raum gebe, „um die deutsch-kalifornische Kooperation fortzusetzen und sie zu kräftigen“. Es sei „eine großartige Erfahrung, heute hier zu sein und die Kraft des Staates Kalifornien kennenzulernen“. Schwarzenegger erklärte, die Kanzlerin habe in der Krise Führungsstärke bewiesen. „Die Art, wie sie Wirtschaftspolitik macht, ist ein sehr, sehr gutes Beispiel dafür, wie wir es auch machen können“, sagte der Gouverneur, der in seinem Bundesstaat mit einer heftigen Finanzkrise zu kämpfen hat.
Auf ihrer Reise traf Merkel auch mit dem Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa, zusammen. Bei einem großen Empfang im dem Gebäude der Getty-Stiftung (J. Paul Getty Center) sagte Merkel, die Kooperation zwischen Deutschland und Kalifornien könne und müsse ein „sehr, sehr wichtiges und gutes Stück transatlantischer Partnerschaft“ sein. „Ich glaube, wir können unsere Beziehungen wirklich noch dramatisch ausbauen“, sagte Merkel.
Dort sind tausende Software- und Elektronikfirmen angesiedelt. Merkel sagte, Kalifornien könne als achtgrößte Volkswirtschaft der Welt für Deutschland nicht nur ein guter Partner für Unternehmer, Wissenschaftler und Künstler sein, sondern auch ein Standort für Beziehungen nach Asien. „Hier wird global gedacht.“ Kalifornien sei ein „offenes Land“.
Die Beziehungen zu Deutschland könnten die transatlantische Partnerschaft befördern. Das gelte nicht nur für Kooperationen in der Kultur und Filmindustrie, sondern ebenso bei Forschung und Wirtschaft. „Hier können wir unseren Beziehungen wirklich noch dramatisch ausbauen“, meinte die Kanzlerin.
Willis und Kidman geben Merkel einen Korb
An dem Empfang nahmen aucvh neben deutschen Schauspielern und Film- und Fernsehschaffenden - darunter Thomas Gottschalk, Désirée Nosbusch und Heidi Klum mit ihrem Mann, dem Sänger Seal. Entgegen ursprünglichen Plänen kamen die Schaupieler Bruce Willis und Nicole Kidman nicht zum Empfang mit der Kanzlerin. neben deutschen Stars wie Thomas Gottschalk und Heidi Klum auch Wirtschaftsgrößen wie der Medienunternehmer Haim Saban teil. Anschließend besichtigte Merkel die Warner Filmstudios, bevor sie noch am Abend nach San Francisco, der letzten Station ihrer Reise, aufbrach. An der nahe gelegenen Elite-Universität Stanford wollte sie eine Rede vor Studenten und Professoren halten und danach mit deutschen Unternehmern im Silicon Valley zusammenkommen.
Zuletzt hatte mit Helmut Kohl (CDU) Anfang der neunziger Jahre ein deutscher Kanzler Los Angeles besucht. Am Donnerstagmorgen (MEZ) traf Merkel zum Abschluss ihrer viertägigen USA-Reise in San Francisco ein.
Viele Gemeinsamkeiten
Alex Merck (AlexM3)
- 15.04.2010, 11:48 Uhr
Der Witz des Tages
A S (rodelaax)
- 15.04.2010, 12:09 Uhr
Ja hat sie denn nichts Besseres zu tun...?
Bernd Schnoor (thaiconsult)
- 15.04.2010, 12:25 Uhr
Arnold tu es lieber nicht .....
bernd ullrich (demokrat2)
- 15.04.2010, 12:57 Uhr
„Fruchtbares Gespräch mit Schwarzenegger“
Uwe Wagner (view)
- 15.04.2010, 15:36 Uhr