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Aktualisiert: 27.11.2015, 11:02 Uhr

Nach Anti-Terror-Razzia Mutmaßliche Islamisten in Berlin wieder auf freiem Fuß

Nach der Anti-Terror-Razzia in Berlin sind zwei wegen Terrorverdachts festgenommene mutmaßliche Islamisten wieder freigelassen worden. Bei den Durchsuchungen einer Moschee und eines Autos ist nichts Gefährliches gefunden worden.

© dpa Spezialkräfte durchsuchten am Donnerstag den Gebetsraum der Islamischen Gemeinschaft Ibrahim Al Khalil-Moschee in Berlin-Tempelhof

Die beiden wegen Terrorverdachts in Berlin festgenommenen mutmaßlichen Islamisten sind am Freitagvormittag wieder freigelassen worden. Bei den Durchsuchungen einer Moschee und eines Autos am Donnerstag sei „nichts Gefährliches“ gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag.

Die 28 und 46 Jahre alten Männer werden dem Einflussbereich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zugeordnet. Sie waren im Stadtteil Britz in Berlin-Neukölln festgenommen worden. Vor den Festnahmen war eine Moschee durchsucht worden. Auch dort wurde Sprengstoff vermutet, aber nichts gefunden.

Keine Hinweise auf geplanten Anschlag in Berlin

Behörden hatten zuvor den Verdacht, dass sie in einem Auto Sprengstoff aufbewahren. dass Teile eines Sprengsatzes und möglicherweise Waffenteile aus München zu einer Moschee transportiert werden sollten. Von dort sollten diese möglicherweise für einen Anschlag nach Dortmund gebracht werden. Das bestätigte sich aber später nicht. Auch auf geplante Anschläge in Berlin gab es laut Polizeipräsident Klaus Kandt keine Hinweise.

© reuters Entwarnung nach Sprengstoffverdacht der Berliner Polizei

In Dortmund ist die Polizei nach der Razzia dennoch wachsam. „Wir verfolgen die Ermittlungen in Berlin im Moment sehr aufmerksam“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. „Wir versuchen, die Informationslage etwas konkreter zu bekommen. Wir nehmen es sehr ernst und stehen in engem Kontakt zu allen Sicherheitsbehörden.“ Die Informationslage sei aber dünn. Zur Frage, ob nach den Festnahmen die Polizeipräsenz erhöht wurde, sagte eine Sprecherin lediglich, dass die Polizei jederzeit hochflexibel Personal zur Sicherheit einsetze.

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Quelle: wahlrecht.de
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