http://www.faz.net/-gpf-8f4h9
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren

Veröffentlicht: 23.03.2016, 18:12 Uhr

Geheimdienstminister Israels Belgier sollen Terror bekämpfen statt Schokolade zu essen

Scharfe Worte statt Mitgefühl: Israels Geheimdienstminister Jisrael Katz verspottet nach den Anschlägen von Brüssel die Belgier. Einen anderen Vorwurf richtet er direkt ans Weiße Haus.

© dpa „Wenn man seinen Feind nicht klar benennt, kann man keinen Weltkrieg führen“, sagt Jisrael Katz (links), hier neben Premierminister Benjamin Netanjahu (aufgenommen am 14. Juni 2015).

Ein israelischer Minister hat am Mittwoch mit harschen Worten den in seinen Augen laschen Umgang Europas mit der Terrorgefahr kritisiert. Einen Tag nach den folgenschweren Anschlägen in Brüssel verspottete Jisrael Katz, Ressortchef für Geheimdienste und Transportwesen, insbesondere die bekannte Vorliebe der Belgier für edle Schokolade.

„Wenn sie in Belgien weiter ihre Schokolade essen, vom schönen Leben profitieren und sich der Welt als großartige Liberale und Demokraten präsentieren und dabei außer Acht lassen, das ein Teil der dort lebenden Muslime Terrorakte vorbereiten, können sie den Kampf gegen die nicht gewinnen“, sagte der schwergewichtige Minister im israelischen Staatsradio.

Mehr zum Thema

Zugleich warf Katz „dem amerikanischen Präsidenten und den europäischen Führern“ vor, sich zu scheuen, „zu sagen, dass der Kampf gegen den islamischen Terror gerichtet ist. Wenn man seinen Feind nicht klar benennt, kann man keinen Weltkrieg führen“, sagte er.

Katz ist einer der stärksten Rivalen von Regierungschef Benjamin Netanjahu in der konservativen Likudpartei. Kürzlich hatte er verlangt, alle Familienmitglieder palästinensischer Attentäter in den Gazastreifen abzuschieben. Am Dienstag hatte sein für Wissenschaft zuständiger Kabinettskollege Ofir Akunis, ein Vertrauter Netanjahus, den Europäern vorgeworfen, sich ganz auf die Kritik an Israel zu konzentrieren und deshalb die Bedrohung durch „tausende islamische Terrorzellen“ zu übersehen.

Das letzte Gefecht

Von Berthold Kohler

Zügen, von denen Merkel glaubt, sie seien nicht mehr anzuhalten, hat sie sich noch nie in den Weg gestellt. So ist es nun auch bei der „Ehe für alle“. Mehr 222

Quelle: wahlrecht.de
Alle Umfragen

Abonnieren Sie den Newsletter „Politik-Analysen“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage