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Erstochener Uni-Professor : IS bekennt sich zu Mordanschlag in Bangladesch

  • Aktualisiert am

Ein Mann hält ein Bild des ermordeten Universitätsprofessors in den Händen. Bild: AFP

In Bangladesch wird ein Englischprofessor auf offener Straße heimtückisch ermordet. Kurze Zeit später bekennt sich der „Islamische Staat“ zu dem Mord. Er folgt dem Muster früherer Anschläge.

          Extremisten haben im Nordwesten von Bangladesch einen Universitätsprofessor erstochen. Der Anschlag auf den 58 Jahre alten Rezaul Karim Siddique ereignete sich im Distrikt Rajshahi, wie Sushanta Chandra Roy von der örtlichen Polizei am Samstag mitteilte. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu der Tat. Die dem IS nahestehende Nachrichtenagentur „Amaaq“ berichtete, IS-Kämpfer hätten den Mann erstochen, weil dieser zum Atheismus aufgerufen habe. Die Polizei hatte bereits militante Islamisten hinter dem Anschlag, der Ähnlichkeiten mit früheren Angriffen auf weltliche Blogger und Verleger in dem Land aufweist, vermutet.

          Wie bei den Bloggermorden von 2014 und 2015 hatten die Täter ihr Opfer von hinten angegriffen und mit scharfen Waffen auf den dessen Nacken eingestochen, wie der Polizeichef von Rajshahi, Mohammad Shamsuddin, berichtete. Demnach hätten Anwohner zwei Jugendliche am Tatort gesehen, die auf einem Motorrad davongefahren seien.

          Hunderte Angehörige der Universität von Rajshahi blockierten mehrere Stunden lang eine Zufahrtsstraße zur Hauptstadt Dhaka und forderten die Regierung auf, die Mörder zur Rechenschaft zu ziehen. Nach Angaben von Siddiques Kollegen soll der Englischprofessor nicht parteipolitisch engagiert gewesen sein. Er habe aber an kulturellen Aktivitäten teilgenommen. Ein Soziologe der Universität war im November 2014 in einer ähnlichen Attacke getötet worden.

          Quelle: dpa

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