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Festnahme in Baden-Württemberg : Waffen für Paris-Anschläge kamen angeblich aus Deutschland

  • Aktualisiert am

Menschen legen am Tag nach dem Terrorangriff von Paris Kerzen und Blumen nieder Bild: AFP

Die Attentäter von Paris sollen sich einige ihrer Gewehre bei einem Waffenhändler in Deutschland besorgt haben. Der Handel soll über das Internet erfolgt sein.

          Bei den Anschlägen in Paris sind laut einem Zeitungsbericht auch Waffen verwendet worden, die von einem Waffenhändler aus Deutschland stammen sollen. Das legten Unterlagen der Staatsanwaltschaft und deutscher Ermittlungsbehörden nahe, berichtete die „Bild“-Zeitung.

          Vier Emails auf dem Smartphone des Mannes sollen laut der Zeitung belegen, dass die Waffen an einen „Araber aus Paris“ verkauft wurden. Nach Informationen des Blatts gehen französische Ermittler davon aus, dass die Waffen bei den Terroranschlägen in Paris benutzt worden sein sollen, bei denen 130 Menschen getötet wurden. Der Waffenhändler sitzt dem Bericht zufolge in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim.

          Bei den Waffen habe es sich um zwei Sturmgewehre vom Typ AK 47 aus chinesischer Produktion und zwei Sturmgewehre vom Typ Zastava M70 aus jugoslawischer Produktion gehandelt. Sie sollen am 7. November 2015 verkauft worden sein. Die Ermittlungen in dem Fall führt dem Bericht zufolge die Staatsanwaltschaft Stuttgart. Sie habe auch den Generalbundesanwalt eingeschaltet.

          Die Ermittlungen der deutschen Behörden sollen sich laut „Bild“ gegen den 34-jährigen Sascha W. aus dem baden-württembergischen Magstadt richten, der im Verdacht stehe, die Waffen verkauft zu haben. Der Beschuldigte sei vor seiner Festnahme bereits Anfang dieses Jahres ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten. In einem Verfahren ermittelten laut „Bild“ die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main gegen mehrere Verdächtige, die auf illegalen Plattformen im Internet mit Waffen, Waffenteilen und Munition gehandelt hätten.

          Die Fahnder hätten Sascha W. nach Polizeiangaben in der Zeit vom 14. August bis 18. November 2015 offenbar acht Fälle illegalen Waffenhandels nachweisen können, berichtete die „Bild“. Der Verdacht der Ermittler gegen den Beschuldigten erstrecke sich dabei offenbar unter anderem auf den Tatvorwurf, Schreckschusswaffen mit selbst hergestellten Teilen zu illegalen scharfen Waffen umgebaut zu haben. Anschließend soll er sie demnach im sogenannten Darknet verkauft haben - einem verborgenen Teil des Internets. W. habe dafür offenbar eine eigene Handelsplattform mit dem Namen „DW Guns“ genutzt.

          Quelle: AFP/dpa

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