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Krieg in Syrien : Bundeswehr-Tornados können jetzt auch nachts fliegen

  • -Aktualisiert am

Ein Tornado der Bundeswehr auf dem Weg zum Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei. Bild: dpa

Die Bundeswehr hat nachgerüstet. Dank grüner Lichter sind die deutschen Tornados, die Syrien und den Irak überfliegen, jetzt auch bereit für den Nachteinsatz im Kriegsgebiet.

          Die Bundeswehr meldet: Grünes Licht für die Tornados über Syrien und dem Irak. Und zwar im wörtlichsten Sinn. Im Cockpit der Aufklärungsflugzeuge, die Deutschland im Kampf gegen den IS einsetzt, wurde die Beleuchtung ausgetauscht. Statt rotem Licht gibt es nun grünes.

          Dadurch können die sechs Flugzeuge, die in der Türkei stationiert sind, künftig auch nachts zu Beobachtungsflügen aufbrechen. Bisher war das nicht möglich, weil die Beleuchtung vor allem der roten Leuchtdioden die Piloten beim Einsatz von restlichtverstärkenden Nachtsichtbrillen blendete. Die Brillen aber sind für nächtliche Flüge über dem Kriegsgebiet notwendig, um andere Flugzeuge und Raketen frühzeitig zu erkennen. Dimmen ließ sich die Beleuchtung aufgrund eines kürzlich erfolgten Computer-Updates nicht.

          Wie das Einsatzführungskommando des Bundeswehr in Potsdam mitteilte, haben die ersten der umgerüsteten Maschinen bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag Testflüge absolviert. Mitte Januar war das Problem bekannt geworden. Der Mangel solle bis Februar behoben werden, hieß es damals. Weil nun bis zum 31. Januar schon drei Maschinen umgerüstet wurden, spricht man in Potsdam davon, dass die Nachtsichtfähigkeit „beschleunigt hergestellt worden“ sei.

          Bislang wurde von der internationalen Koalition gegen den „Islamischen Staat“ noch kein nächtlicher Einsatz der deutschen Tornados gefordert. Im Dezember 2015 hatte die Luftwaffe die ersten Tornados in die Luftwaffenbasis im türkischen Incirlik verlegt. Seit Januar 2016 beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die Terrormiliz. 

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