Es ist gut, dass deutsche Politiker das Spiel der deutschen Mannschaft in Charkiw zum Anlass genommen haben, gegen die Behandlung der dort inhaftierten ukrainischen Oppositionsführerin Julija Timoschenko zu protestieren. Aber noch besser als Erklärungen in Berlin und Treffen in Wiesbaden wäre es gewesen, wenn mehr Politiker als zwei Europaabgeordnete der Grünen versucht hätten, in Charkiw Frau Timoschenko zu treffen und dort auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.
Besuche im Krankenhaus, Pressekonferenzen und Stellungnahmen in der Ukraine oder kleine protokollarische Affronts gegen Vertreter des Regimes finden auch in den dortigen Medien Widerhall und tun Präsident Janukowitsch, der derzeit mit Mordvorwürfen gegen die Oppositionsführerin ungerührt die nächste Repressionsrunde eröffnet, mehr weh als viele Worte in Deutschland.
Um es in der Fußballsprache zu sagen: Man muss das Spiel in die Hälfte des Gegners tragen. Sollte die deutsche Mannschaft die Vorrunde überstehen, wird es dazu weitere Gelegenheiten geben. Sie sollten nicht ungenutzt verstreichen.
Auch wenn Einiges für diese...
Thomas Kobler (ThomasKobler)
- 14.06.2012, 11:55 Uhr
Frau Timoschenko baute ihre Macht auf und nutze dazu
Erpressungsspielchen, Machtproben ...
Peter Slater (Wales-Rhondda)
- 14.06.2012, 11:44 Uhr
Obwohl ich nicht "gern als Intellektueller gelten moechte"
Hans henseler (hajohenseler)
- 14.06.2012, 11:18 Uhr
Sehr gutes Bild
Roland Kuhnert (JohnReed)
- 14.06.2012, 10:21 Uhr