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Jugendschutz Verbot brutaler Computerspiele geplant

08.05.2002 ·  Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht das Verbot von Gewalt verherrlichenden Computerspielen für Jugendliche vor.

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Das Bundeskabinett hat an diesem Mittwoch einen Entwurf für ein neues Jugendschutzgesetz verabschiedet. In Zukunft sollen außer Gewalt verherrlichenden Filmen und Videos auch entsprechende Computerspiele verboten werden. Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Die Gesetzesinitiative ist eine direkte Reaktion auf den Amoklauf in Erfurt, dem 17 Menschen zum Opfer fielen. Der 19-jährige Täter hat sich nach Ermittlungen der Polizei intensiv mit Gewalt-Computerspielen beschäftigt.

Der Gesetzentwurf von Familienministerin Christine Bergmann (SPD) sieht darüber hinaus ein Rauchverbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit vor. Auch der Erwerb von Zigaretten an Zigarettenautomaten soll durch spezielle Umbauten an den Automaten für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre unmöglich gemacht werden. Außerdem soll bei Kinofilmen für Kinder unter 16 Jahre keine Werbung für Alkohol und Zigaretten gezeigt werden.

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Von Timo Frasch

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