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Trumps Schwiegersohn : Jared Kushner ist als Frau registriert

  • Aktualisiert am

Jared Kushner ist Donald Trumps Schwiegersohn und einer seiner Berater im Weißen Haus. Bild: AP

Donald Trumps Berater Jared Kushner hat bei der Wählerregistrierung das falsche Geschlecht angekreuzt. Es ist nicht das erste Mal, dass er offizielle Papiere nachlässig ausfüllt.

          Der Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, ist Medienberichten zufolge als Frau in den Wählerlisten registriert. Der heutige Berater des amerikanischen Präsidenten sei als „weiblich“ im Wählerregister in New York geführt worden, wie das Magazin „Wired“ berichtete. Ob es sich um einen Fehler oder um Absicht handelt, ist unklar. Bei der Registrierung müsse man eine von zwei Möglichkeiten – „M“ für Male (männlich) oder „F“ für Female (weiblich) – ankreuzen, heißt es in der „Washington Post“. Darüber hinaus heißt es, Kushners Geschlecht sei in New Jersey als „unbekannt“ eingetragen gewesen. Wie die Nachrichtenseite „The Hill“ berichtet, sei das in den Jahren vor 2009 der Fall gewesen. Kushner war schon mehrfach wegen Fehlern und Ungenauigkeiten im Umgang mit Behörden auffällig geworden.

          Außerdem schreibt die „Washington Post“, dass Kushner bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr in zwei Bundesstaaten zum Wählen registriert war, er theoretisch also zwei Stimmen hätte abgeben können. Der Vorwurf, dass dies sehr viele Menschen getan hätten, wurde von Präsident Trump schon kurz nach der Wahl erhoben. Er hat sogar eine Kommission ins Leben gerufen, die sich mit diesen behaupteten massenhaften Wahlfälschungen beschäftigen soll.

          Die Verwirrung über Kushners Geschlechtsangabe ist nicht die erste in Verbindung mit ausgefüllten Papieren. So soll der Mann von Donald Trumps Tochter Ivanka die schriftlichen Auskünfte für seine Sicherheitsfreigabe im Weißen Haus mehrfach überarbeitet haben. Wie der amerikanische Fernsehsender CBS im Juli berichtete, soll Kushner drei Mal Namen von hunderten Ausländern nachgetragen haben. Beim ersten mal, so heißt es, habe er an dieser Stelle keinen einzigen Namen genannt. Einer der Namen war auch der einer russischen Anwältin, die seinem Schwager Donald Trump Junior nachteilige Informationen über Hillary Clinton versprochen hatte. Das führte zu einem Treffen, das jetzt sowohl von verschiedenen Kongressausschüssen als auch von Sonderermittler Robert Mueller wegen möglicher russischer Einmischung in den Wahlkampf untersucht wird – und an dem auch Kushner teilnahm.

          Dazu kommen noch Vorwürfe, Kushner habe für offizielle Korrespondenz des Weißen Hauses ein privates E-Mail-Konto genutzt. Die Nachrichtenseite „Politico“ berichtet, das Konto sei erst nach dem Wahlsieg Trumps eingerichtet und vor allem zur Kommunikation mit anderen Mitarbeitern des Weißen Hauses genutzt worden. Ein Anwalt von Kushner verteidigte seinen Mandanten mit den Hinweisen, es sei bei den Nachrichten vor allem um den Austausch über Pressemeldungen gegangen und Kushner habe die Unterhaltung in keinem Falle initiiert, sondern immer nur auf E-Mails anderer Personen geantwortet. Im Wahlkampf hatte Trumps Wahlkampfteam hart dessen Konkurrentin Hillary Clinton kritisiert, die für offizielle E-Mails einen privaten Server genutzt hatte.

          Kushner fungiert im Weißen Haus als Berater des Präsidenten, hat also keinen offiziellen Job in der Regierung. Sein Einfluss soll Berichten zufolge jedoch groß sein, da Trump vor allem auf Leute höre, die ihm nahe stünden. Kushner hat von seinem Schwiegervater ein großes Portfolio übertragen bekommen. Er ist unter anderem zuständig für die Verkleinerung der Bürokratie und den Umbau der Regierung, den Kampf gegen die Schmerzmittel-Epidemie in den Vereinigten Staaten sowie für Friedensverhandlungen im Nahen Osten.

          Quelle: okü. / AFP

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