23.08.2011 · In den Monaten seit dem Tsunami ist in Japan reichlich Vertrauen verspielt worden. Jetzt ist Klarheit gefordert. Die Regierung sollte sich endlich zur Mitteilung durchringen, dass um Fukushima herum für absehbare Zeit Menschen nicht mehr wohnen können.
Von Peter SturmRichtlinien für Lesermeinungen
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Diese japanische Regierung sollte sich ... ein Beispiel nehmen an Angela Merkel
.. ist halt nicht so einfach, Herr Schäffer.
Alle Vergleiche hinken irgendwie, aber gehen Sie mal knapp 20 Jahre zurück, als FJS dem guten Herrn Kohl das Leben schwer machte, dann gewinnen Sie in etwa eine Vorstellung von den Schwierigkeiten, denen der Noch-Ministerpräsident Kan gegenübersteht.
Ersetzen Sie Strauss durch Ozawa (auf Deutsch der "kleine Sumpf", wobei "klein" ein Euphemismus ist), der innerhalb der DPJ die grösste Faktion dirigiert und zum Teil in enger Kooperation mit Kans Vorgänger Hatoyama, der ebenfalls einer solcher Faktion vorsteht, seit Monaten Kans Sturz betreibt, der faktionsmäßig kaum abgesichert und durch miese Popularitätswerte (um 15 %) zusätzlich geschwächt ist.
MfG
G. Schoenbauer
>>Ich behaupte immer noch das bei Reaktor 3 der Kern explodiert ist …<<
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Vielen Dank für diesen wundervollen Einblick in die Geisteswelten eines "Atomkraft"-Gegners.
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LOL
Deutschland- "Verwüstungen" durch Tagebaue - Kontextualisierung
So schlimm dies für die Betroffenen ist, aber als schlagkräftiges Argument gegen Atomkraftwerke dient es wohl kaum.
Nüchtern betrachtet, sind in Deutschland im Laufe der letzten einhundert Jahre weit größere Gebiete, vor allem durch Tagebaue zwecks Kohlengewinnung, entvölkert und teilweise dauerhaft unbewohnbar geworden. Die sogenannten "ausgekohlten Tagebaue" wurden bzw. werden zu großen Seen (teilweise so groß wie der Chiemsee) "umgestaltet", eine Nutzung, wie sie ehedem möglich war, ist nun nicht mehr praktizierbar.
Dieser "Prozess" läuft weit weniger spektakulär ab, ist aber für die davon betroffenen Menschen nicht weniger eingreifend und belastend.
Vergleichend betrachtet, eignet sich Fukushima daher kaum als das große Angstthema, als es von machen Politikern und Parteien heraufbeschworen wird. Im Gegenteil, kein herbeigeredeter "Super-Gau" ist eingetreten. Den Japanern gebührt vielmehr Lob dafür, dass sie es geschafft haben, den "Störfall", trotz allem, zu händeln und die Katastrophe zu verhindern, - trotz aller Unkenrufe.
Nehmt eine "Total Egal", ein Handtuch und den sympathischen Button mit dem Aufdruck "Keine Panik" mit. Dazu noch die berühmte Brille die schwarz bei Gefahr wird.
Schon haben wir die Informationspolitik der Regierungen auf diesem Planeten.
Aber in Deutschland wird man wenigstens nicht erschossen wenn man meckert. Ist ja auch schon mal was.
Ich behaupte immer noch das bei Reaktor 3 der Kern explodiert ist und nicht nur Wasserstoffgas. Bis heute wird gelogen das sich die Balken biegen und immer nur Scheibchenweise zugegeben was "offensichtlich" war. Wie viel offensichtlicher muß eine KAtastrophe noch sein? Stattdessen wird jetzt von vielen AKW Fans argumentiert das auch ein Super-GAU doch wohl nicht so schlimm sei. AUA!
Diese japanische Regierung sollte sich wirklich ein Beispiel nehmen an Angela Merkel. Die hat nach Fukushima rasend schnell reagiert und in der CDU hat auch keiner mehr den Mumm für die überflüssige Debatte darüber, ob sie die richtige Regierungschefin ist und ob die aktuelle Regierungspolitik gut ist für Deutschland. Diese Frau hat ihre Partei nämlich im Griff!
Diese Japaner aber überlegen und sammeln Daten und lassen sich schon bald sechs Monate Zeit, um eine Entscheidung zu treffen, die das Leben von vielen hundert, vielleicht sogar mehr als tausend Menschen lange prägen wird - Skandal! Angela Merkel schafft in sechs Monaten gleich mehrere politische Umwälzungen.
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte einen zum Lachen bringen, an welche Maßstäbe Deutschland sich bereits gewöhnt hat. Der Auto bringt es auf den Punkt: "Aber so schlecht [...] war er nicht." Danke. So will ich Regierungschefs beurteilt wissen: Kann bleiben, denn es ginge vielleicht noch schlechter...