20.04.2005 · Ein Japaner hat einen Brandsatz auf die Filiale einer chinesischen Bank bei Tokio geworfen. Damit setzte sich die Zahl der Gewalttaten gegen chinesische Einrichtungen im Land fort.
Ein Japaner hat am Mittwoch einen Brandsatz auf die Filiale einer chinesischen Bank bei Tokio geworfen. Damit setzte sich die Zahl der Gewalttaten gegen chinesische Einrichtungen im Land fort, die aus Protest gegen Ausschreitungen gegen japanische Vertretungen und Geschäfte in China begonnen haben.
Der 40jährige Täter sei festgenommen worden, unmittelbar nachdem er das in eine Bierflasche gefüllte Benzin gezündet und den Brandsatz gegen das Gebäude geschleudert habe, teilte die Polizei mit. Es sei niemand verletzt worden. Auch sei die Filiale der Bank of China in Yokohama südlich von Tokio nicht beschädigt worden.
Streit um Gasvorkommen
Polizeiangaben zufolge wurden seit Beginn der Demonstrationen und Proteste rund 25 Angriffe gegen chinesische Einrichtungen registriert. Dabei wurden unter anderem die Residenz des chinesischen Botschafters und eine chinesische Sprachschule in Tokio leicht beschädigt.
Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten haben sich auf den schlechtesten Stand seit Jahrzehnten abgekühlt. Im Zentrum des Konflikts steht ein Streit um japanische Darstellungen des Zweiten Weltkriegs, die aus chinesischer Sicht Gräueltaten japanischer Soldaten verharmlosen. Außerdem streiten sich beide Seiten um die Ausbeutung eines Gasvorkommens im Ostchinesischen Meer.