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Italien Nicht schon wieder

Wenn in Italien gewählt wird, halten die Partner in Europa den Atem an. Gewännen Sparverweigerer und Klientelisten die Oberhand, stürzte Italien ab. Dabei hatten wir gehofft, das Land sei auf einem guten Weg.

© REUTERS Vergrößern Gesprächsbedarf: Monti (rechts) im Dialog mit Merkel und Hollande

Auch das ist eine Erfahrung, die man sich so nicht vorstellen konnte, als die Gemeinschaftswährung eingeführt wurde: In einem Euroland wird gewählt, und die Partner halten den Atem an, weil die Auswirkungen alle zu spüren bekämen, sollten die Wähler falschen Propheten auf den Leim gehen. Diese Kollateralwirkung ist der Hintergrund für die Mahnung des deutschen Außenministers, Italien müsse seine Reformpolitik fortsetzen. Das muss das Land tatsächlich - aus eigenem Interesse und dem der Währungsunion.

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Dass der Großpopulist und Anti-Merkelianer Berlusconi die Politik seines Nachfolgers Monti fortsetzen würde, ist nicht zu erwarten. Heute ist allerdings auch nicht zu erwarten, dass er nach der Wahl überhaupt wieder in Reichweite der Macht gelangt. Zu wünschen wäre vielmehr, dass die linken Demokraten, denen ein Sieg am ehesten zugetraut wird, die Kraft zu weiteren Reformen aufbrächten. Gewännen Reform- und Sparverweigerer sowie Klientelisten die Oberhand, stürzte Italien ab - und mit ihm Europa. Dabei hatten wir gehofft, Italien sei auf einem guten Weg. Schöne Bescherung!

Quelle: F.A.Z.

 
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