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Israel Scharon will Hintermänner der Kenia-Anschläge jagen

 ·  Der israelische Ministerpräsident Scharon hat Vergeltung für die jüngsten Terroranschläge angekündigt.

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Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hat nach den Anschlägen gegen Landsleute in Kenia angekündigt, die Hintermänner zu jagen und zur Rechenschaft zu ziehen. „Israel wird jene zur Strecke bringen, die das Blut unserer Bürger vergossen haben“, sagte er nach seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden der konservativen Likud-Partei.

Scharon rief die Welt zu einem „kompromisslosen Feldzug“ gegen den Terror auf und warnte die Attentäter und ihre mutmaßlichen Hintermänner davor, sich in Sicherheit zu wiegen: „Unserem langen Arm werden die Angreifer und diejenigen, die sie schickten, nicht entgehen.“ Niemand werde ungeschoren davonkommen.

„Mitten in einer schwierigen Schlacht“

Die Rede erinnerte an die Reaktion Israels auf die Ermordung von elf israelischen Sportlern durch Palästinenser während der Olympischen Spiele 1972 in München. Damals hatte Israel mit Hilfe seines Auslandsgeheimdienstes Mossad die mutmaßlichen Verantwortlichen aufgespürt und getötet.

Scharon rief die Welt zugleich auf, den Kampf gegen den Terror zu forcieren: „Wir befinden uns mitten in einer schwierigen Schlacht“. Der weltweite Kampf gegen den Terror müsse ein kompromissloser Feldzug werden, der sich gegen alle Terror-Organisationen und jene richte, die Extremisten Zuflucht gewährten.

Unterstützt von Sicherheitsexperten aus Israel fahndeten Kenias Behörden nach Männern arabischen Aussehens, die ein israelisches Flugzeug fast zeitgleich mit den Anschlag auf das Hotel mit Raketen beschossen, aber verfehlt hatten. Zu beiden Anschlägen bekannte sich die bislang unbekannte Gruppe „Armee Palästinas“. Israel begann am Freitagmorgen damit, israelische Touristen aus Kenia auszufliegen.

Bei dem gegen Israelis gerichteten Selbstmordanschlag auf ein Hotel in Kenia waren am Vortag 15 Menschen getötet worden. Als Täter werden radikale Moslems vermutet.

Australien warnte bereits am 12. November vor Anschlag

Die australische Regierung hat bereits zwei Wochen vor dem tödlichen Doppelattentat vor einer Anschlagsgefahr in Mombasa gewarnt. Die Warnung sei am 12. November aufgrund neuer Informationen ausgesprochen worden, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Canberra am Freitag.

Zur Quelle wollte sie sich nicht äußern. Die USA und Großbritannien hatten sich dem damaligen Appell nicht angeschlossen. Die australische Regierung erklärte, auch nach den Anschlägen vom Donnerstag sei die Gefahr neuer Attentate in Kenia weiterhin hoch. Von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen sei abzuraten.

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