Home
http://www.faz.net/-gpf-16sdk
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Irans Atomprogramm Kein Einlenken in Teheran

29.06.2010 ·  Schon in zwei Jahren könnte Iran in der Lage sein, Atomwaffen herzustellen. Zu diesem Schluss kommt der amerikanische Geheimdienst CIA. Bis zum Jahr 2012 bliebe also noch Zeit, das Land auf diplomatischem Weg zur Aufgabe seines Programms zu bringen.

Von Klaus-Dieter Frankenberger
Artikel Lesermeinungen (7)

Ist das als vorübergehende Entwarnung zu verstehen oder, wie es der russische Präsident tut, als Verschärfung der Lage? Die Äußerungen des CIA-Direktors Panetta lassen sich so oder so deuten, zumal sie nichts Unbekanntes enthalten: Danach verfügt Iran über genügend niedrig angereichertes Uran für zwei Atombomben; es würde – eine Entscheidung dazu vorausgesetzt – ein Jahr dauern, sie zu bauen, ein weiteres, um ein entsprechendes Trägersystem zu entwickeln.

Wir schrieben dann das Jahr 2012. So lange bliebe also Zeit, um auf diplomatischem Wege das Regime in Teheran zur Aufgabe seines militärischen Atomprogramms zu bewegen.

In dem Interview vermittelt Panetta nicht unbedingt den Eindruck, als sei er sonderlich optimistisch, dass die iranischen Machthaber bereit seien einzulenken. Auch die Wirkung von Sanktionen hält er für begrenzt – begrenzt in dem Sinne, dass sie das Regime schwächen könnten, es aber nicht von seinem Atomkurs abbringen würden. Bleibt zu hoffen, dass die erodierende Kraft der Sanktionen groß genug ist, um vielleicht doch eine Verhaltensänderung herbeizuführen.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Der Fall Duisburg

Von Reiner Burger

Adolf Sauerland ist auf tragische Weise zum bekanntesten Oberbürgermeister Deutschlands geworden. Und zweifelsfrei ist der Duisburger Wahlgang ein Einschnitt in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Mehr 1 14