05.01.2012 · Teheran ist nervös, weil es spürt, dass die Lage ernst wird. Doch nach der Drohung mit dem Ölembargo bliebe der EU als letzter Drehung an der Sanktionsschraube nur militärische Maßnahmen.
Von Günther NonnenmacherIran hat in den vergangenen Tagen kräftig mit dem Säbel gerasselt: Die mit großem Propagandaaufwand im Persischen Golf inszenierten Manöver sollten der Drohung, die Straße von Hormus zu sperren und damit den internationalen Ölhandel zu lähmen, Substanz geben. Doch die in Teheran Herrschenden wissen auch, dass sie damit eine Kriegserklärung abgäben, welche die Vereinigten Staaten als Protektor der Ölproduzenten auf der arabischen Halbinsel nicht unbeantwortet lassen würden – mit möglicherweise fatalen Konsequenzen für ihr Regime. Deshalb liegt es nahe, das militärische Gehabe als Zeichen steigender Nervosität zu interpretieren. Die letzte Sanktionsrunde, vor allem die Einschränkungen für den Bankensektor, treffen nicht nur die iranische Wirtschaft, sondern auch die superreichen Mullahs und Regimeunterstützer. Die EU berät nun zudem ernsthaft über ein Ölembargo. Das würde Iran noch härter treffen, wäre aber auch die letzte Drehung an der Sanktionsschraube – danach kommt nur noch die militärische „Ultima ratio“. Teheran ist nervös, weil es spürt, dass die Lage ernst wird.
Und hier regt man sich über einen Wulff auf...
Lüder Osmers (Lueder_Osmers)
- 05.01.2012, 18:36 Uhr
Iran Sanktionsschrauben
faribors Maleknasri (fariborsm)
- 05.01.2012, 17:38 Uhr
Als übernächstes Bomben!
Eckart Härter (Leser3000)
- 05.01.2012, 17:22 Uhr
nervöse schraube
Detlef Weise (detlef.weise)
- 05.01.2012, 16:41 Uhr