Home
http://www.faz.net/-gpf-re2l
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Irak Weitere Foltervorwürfe

12.12.2005 ·  In einem Untersuchungsgefängnis des irakischen Innenministeriums in Bagdad sollen abermals Gefangene unter anderem mit Elektroschocks mißhandelt und gefoltert worden sein.

Artikel Lesermeinungen (2)

In einem Untersuchungsgefängnis des irakischen Innenministeriums in Bagdad sind nach einem Bericht der amerikanischen Tagezeitung „The Washington Post“ abermals Gefangene mißhandelt und gefoltert worden.

Dreizehn Häftlinge hätten so ernsthafte Verletzungen davon getragen, daß eine medizinische Behandlung notwendig geworden sei, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf irakische und amerikanische Vertreter.

Zwölf der 13 Gefangene sollen nach Angaben eines irakischen Beamten „mit Wissen aus erster Hand“ schwerer Folter unter anderem mit Elektroschocks ausgesetzt worden sein. Anderen Gefangenen seien Gliedmaßen gebrochen worden. Zwei Häftlinge hätten keine Fingernägel mehr und andere wiesen am Körper Brandspuren von Zigaretten auf. Der irakische Regierungssprecher Laith Kubba wollte die Vorwürfe nicht kommentieren, stellte aber eine Untersuchung in Aussicht.

Vorfälle im November

Es ist nach Angaben des Blattes bereits das zweite Mal innerhalb eines Monats, daß irakische und amerikanische Vertreter Fälle von Gefangenenmißbrauch bestätigt haben. Im November stießen amerikanische Soldaten auf mehr als 60 Häftlinge in einem anderen Bagdader Untersuchungsgefängnis.

Nachdem das irakische Innenministerium eine beträchtliche Zahl von Mitgliedern schiitischer Milizen eingestellt habe, werde der Behörde von der sunnitischen Minderheit vorgeworfen, sie würde eine Führungsrolle bei den Mißhandlungen übernehmen und Todesschwadrone auf Sunniten ansetzen, schreibt die „Washington Post“..

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Lebende Verfassung

Von Günther Nonnenmacher

Angela Merkel hat nach dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff das unsinnige Geschwätz von einer „Staatskrise“ widerlegt. Wenn ein Repräsentant des Staates zurücktritt, dann mag er als Person „beschädigt“ sein, das Amt ist es nicht. Mehr 14 14

Umfrage

Wer soll Bundespräsident werden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.